Abnehmen durch Herzhormone

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Abnehmen durch Herzhormone

Mit seinen Leistungen zählt das menschliche Herz zu einem Wunderwerk in unserem Körper: Es versorgt ihn mit Blut und pumpt davon jeden Tag rund 8.000 Liter. Doch es kann viel mehr. Das Herz produziert verschiedene Hormone. Zum einen senken diesen den Blutdruck. Zum anderen schützen sie den Herzmuskel, dass er nicht überlastet wird. Die Botenstoffe können noch mehr als nur das Herz zu schützen. Ein Wissenschaftsteam aus französischen und deutschen Forschern fand heraus, dass die Herzhormone den Fettstoffwechsel ankurbeln und somit beim Abnehmen helfen.

Sensibles Herz

Das Herz besitzt ganz sensible Sensoren und kann sofort auf Veränderungen reagieren. Werden die Muskelzellen der Vorhöfe zu stark gedehnt, reagieren sie sehr empfindlich darauf. Zwischen den einzelnen Schlägen sammelt sich Blut vor den Herzkammern. Die Sensoren zeigen an, wie viel Blut das ist. Die Muskelzellen dehnen sich umso stärker, je mehr Blut sich ansammelt. Wenn sich die Zellen dehnen, produziert das Organ das atriale natriuretische Peptid (ANP). Dieses Hormon wirkt erschlaffend auf kleine Arterien und anregend auf die Nieren. Diese beiden Effekte arbeiten zusammen, senken zügig den Blutdruck und erniedrigen die Belastung des Herzens. Die Wissenschaft kennt schon länger den Selbstschutzmechanismus des Herzens.

Fettverbrennung durch Sport ankurbeln

Inzwischen fanden die Forscher heraus, dass es einen weiteren Zusammenhang im Körper gibt, an dem diese Botenstoffe beteiligt sind. Es konnte festgestellt werden, dass körperliche Bewegung sich auf diese Botenstoffe auswirkt. Wissenschaftlicher aus Toulouse, Hannover und Berlin erfassten verschiedene Daten und werteten diese aus. Die Daten stammten von durchschnittlich 35-jährigen, männlichen, leicht übergewichtigen Testpersonen. Sie zeichneten auf, dass nach einem achtwöchigen Training die Rezeptorendichte für ANP an den Muskelzellen zunahm. Dies ging einher mit einem besseren Stoffwechsel sowie einer erhöhten Fettverbrennungsrate.

Ausdauertraining und Botenstoff mit ähnlicher Wirkung

Im Labor untersuchten die Forscher parallel zu der Testphase die Reaktionen der menschlichen Muskelzellen auf unterschiedliche Konzentrationen von ANP. Im Ergebnis konnten sie nachweisen, dass die Fettverbrennung der Zellen und die verschiedenen ANP-Konzentrationen direkt zusammenhängen. Das Hormon ANP aktiviert in der Muskelzelle gezielt Gene und ANP-Rezeptoren. Über verschiedene Mechanismen beschleunigt es gleichzeitig die Verbrennung von Fett. Somit konnte dem Hormon ein ähnlicher Effekt nachgewiesen werden wie bei einem Ausdauertraining.

Die Ergebnisse mit den Testpersonen sowie die Untersuchungen im Labor fassten die Forscher zusammen. In ihren Schlussfolgerungen unterstützt die ANP-Produktion der Herzmuskelzellen bei sportlicher Betätigung dessen fettverbrennende Wirkung. Im nächsten Schritt möchten sie untersuchen, ob sich die Erkenntnisse auf verschiedene Therapien wie von Herzschwäche, Übergewicht oder Typ-2-Diabetes übertragen lassen.

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