Bitterer Retter bei Bronchitis und Verdauungsproblemen Warum der Alant als echter Alant jetzt sein Comeback als Heilpflanze feiert
Bitterer Retter bei Bronchitis und Verdauungsproblemen Warum der Alant als echter Alant jetzt sein Comeback als Heilpflanze feiert

Bitterer Retter bei Bronchitis und Verdauungsproblemen: Warum der Alant als “echter Alant” jetzt sein Comeback als Heilpflanze feiert

In den Kräutergärten der Klöster und Bauernhöfe vergangener Jahrhunderte war er eine feste Größe: der Alant. Mit seinen mannshohen Stängeln und den leuchtend gelben Blüten galt er als eine der bedeutendsten Heilpflanzen Europas. Heute ist Inula helenium vielen kaum noch ein Begriff – zu Unrecht. Denn die moderne Phytotherapie bestätigt zunehmend, was Heilkundige von Hippokrates bis Hildegard von Bingen wussten: Die Wurzel des Alants besitzt bemerkenswerte Eigenschaften, die besonders bei hartnäckigem Husten, Bronchitis und Verdauungsbeschwerden zum Einsatz kommen können. Zeit also, diese beinahe vergessene Heilpflanze neu zu entdecken und ihr den Platz in der Hausapotheke einzuräumen, den sie über Jahrhunderte innehatte.

Was ist Alant? Herkunft und Botanik der Heilpflanze

Inula helenium – Steckbrief und botanische Merkmale

Der Echte Alant, botanisch Inula helenium, gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zählt zu den imposantesten Heilpflanzen unserer Breiten. Die mehrjährige Staude erreicht Wuchshöhen zwischen 1,50 und 2,50 Metern und fällt durch ihre großen, herzförmigen Grundblätter auf, die auf der Unterseite filzig behaart sind. Von Juli bis September öffnen sich die sonnengelben, bis zu acht Zentimeter großen Blütenkörbe, die entfernt an kleine Sonnenblumen erinnern. Das eigentliche Heilmittel steckt jedoch unterirdisch: Der dicke, fleischige Wurzelstock entwickelt einen charakteristisch aromatischen, leicht kampferartigen Duft und einen bitter-würzigen Geschmack.

Die Geschichte des Alants: Von der Antike bis Hildegard von Bingen

Bereits in der Antike war der Alant hoch geschätzt. Plinius der Ältere und Dioskurides beschrieben seine Anwendung bei Atemwegsbeschwerden und Verdauungsleiden, und die Römer kultivierten die Pflanze als Gewürz und Arznei. Im Mittelalter erlebte der Alant eine Blütezeit in den Klostergärten: Hildegard von Bingen empfahl ihn ausdrücklich gegen Lungenleiden, und auch Paracelsus nutzte die Wurzel in seinen Rezepturen. Der Zweitname “Helenenkraut” verweist der Legende nach auf Helena von Troja, aus deren Tränen die Pflanze gewachsen sein soll – ein poetischer Hinweis auf ihre tief verwurzelte kulturelle Bedeutung.

Wo wächst Alant heute? Verbreitung und Vorkommen

Ursprünglich in Vorderasien und Südosteuropa beheimatet, ist der Alant heute in weiten Teilen Europas verwildert anzutreffen. Er bevorzugt feuchte Wiesen, Bachufer und lichte Waldränder, begegnet uns aber auch auf alten Bauerngärten und verlassenen Klostergeländen. In Deutschland wächst er vereinzelt wild, wird jedoch überwiegend kultiviert angebaut – insbesondere für den Arznei- und Nahrungsmittelbedarf.

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Inhaltsstoffe des Alants: Was die Heilkraft ausmacht

Ätherische Öle, Bitterstoffe und Inulin im Überblick

Die Alantwurzel ist ein wahres Depot wertvoller Inhaltsstoffe. Bis zu 44 Prozent ihres Trockengewichts bestehen aus Inulin, einem Ballaststoff, der sich positiv auf die Darmflora auswirkt und übrigens nach dem Alant seinen Namen trägt. Hinzu kommen Bitterstoffe, die die Verdauung anregen, sowie Harze, Gerbstoffe und Polysaccharide. Den charakteristischen Duft verdankt die Wurzel ihrem ätherischen Öl, das einen Anteil von einem bis drei Prozent ausmacht.

Alantolacton und Isoalantolacton – die wirksamen Sesquiterpenlactone

Die pharmakologisch spannendsten Verbindungen sind die Sesquiterpenlactone Alantolacton und Isoalantolacton, die zusammen als “Helenin” bezeichnet werden. Diese Substanzen sind für die antibakterielle, schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung verantwortlich. Studien deuten darauf hin, dass Alantolacton sogar gegen bestimmte Parasiten und einzelne antibiotikaresistente Keime wirksam sein kann – ein Grund, warum die Forschung heute wieder verstärktes Interesse an der alten Heilpflanze zeigt.

Wirkung von Alant auf die Gesundheit

Schleimlösend und hustenstillend bei Atemwegserkrankungen

Die klassische Hauptindikation des Alants liegt bei produktivem Husten mit zähem Schleim. Die enthaltenen Saponine und Sesquiterpenlactone lockern festsitzendes Bronchialsekret und erleichtern das Abhusten, während gleichzeitig der Hustenreiz gedämpft wird.

Antibakteriell und entzündungshemmend

Alantolacton zeigt in Untersuchungen eine ausgeprägte Wirkung gegen verschiedene Bakterienstämme und wirkt entzündungshemmend auf die Schleimhäute. Diese Kombination macht Alant zu einer interessanten Unterstützung bei Infekten der oberen und unteren Atemwege.

Verdauungsfördernd und appetitanregend

Die Bitterstoffe regen die Produktion von Speichel, Magensaft und Gallenflüssigkeit an. Das fördert die Verdauung, lindert Völlegefühl und kann bei mangelndem Appetit Abhilfe schaffen – insbesondere in der Rekonvaleszenz.

Weitere traditionelle Wirkungen im Überblick

In der Volksheilkunde wird dem Alant zusätzlich eine harntreibende, schweißtreibende und wurmwidrige Wirkung zugeschrieben. Auch als mildes Tonikum zur allgemeinen Stärkung hat er sich über Jahrhunderte bewährt.

Anwendungsgebiete: Wann Alant helfen kann

Typische Einsatzbereiche sind Husten und Bronchitis mit festsitzendem Schleim, Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl und Appetitlosigkeit sowie leichte Hautirritationen, bei denen Alantabsud äußerlich in Form von Waschungen oder Umschlägen angewendet werden kann. Auch bei beginnenden Erkältungen und grippalen Infekten leistet die Pflanze wertvolle Dienste, indem sie das Abhusten erleichtert und entzündungshemmend wirkt.

Zubereitung und Anwendung von Alant

Alanttee aus der Wurzel richtig zubereiten

Für einen Alanttee übergießt man einen gestrichenen Teelöffel (etwa ein Gramm) fein geschnittener Alantwurzel mit 150 Millilitern kaltem Wasser, erhitzt das Ganze langsam bis kurz vor den Siedepunkt und lässt es zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen. Zwei bis drei Tassen täglich, idealerweise zwischen den Mahlzeiten, gelten als übliche Tagesmenge.

Alanttinktur selbst herstellen

Zur Tinkturbereitung werden 20 Gramm zerkleinerte Wurzel mit 100 Millilitern 40-prozentigem Alkohol übergossen und zwei bis drei Wochen an einem dunklen Ort ausgezogen, täglich leicht geschüttelt. Nach dem Abseihen wird die Tinktur dunkel und kühl aufbewahrt. Empfohlen werden zehn bis zwanzig Tropfen dreimal täglich in etwas Wasser.

Hustensirup mit Alantwurzel nach traditionellem Rezept

Für einen wirksamen Hustensirup wird ein starker Alantabsud mit Honig im Verhältnis 1:1 leicht erwärmt und gut verrührt. Nach dem Abkühlen in eine dunkle Flasche abfüllen. Mehrmals täglich ein Teelöffel pur eingenommen lindert Husten und beruhigt die Bronchien.

Alant als Fertigpräparat: Kapseln, Tropfen und Sirup aus der Apotheke

Wer die Zubereitung nicht selbst übernehmen möchte, findet in Apotheken und Reformhäusern Fertigpräparate – meist als Tropfen, Sirup oder in Kombinationspräparaten gegen Husten.

Dosierung und Einnahmeempfehlungen

Richtige Dosierung für Erwachsene

Als übliche Tagesdosis gelten bei innerlicher Anwendung drei bis vier Gramm Droge, verteilt auf mehrere Einnahmen. Bei Tinkturen sollten die Angaben auf dem Präparat beachtet werden.

Anwendungsdauer und worauf Sie achten sollten

Alant sollte nicht länger als zwei bis drei Wochen am Stück eingenommen werden. Bei längerer Daueranwendung können Reizungen der Schleimhäute auftreten. Tritt nach wenigen Tagen keine Besserung ein oder verschlimmern sich die Beschwerden, ist ärztlicher Rat einzuholen.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Wann Alant nicht angewendet werden sollte

Bei bekannter Allergie gegen Korbblütler wie Kamille, Arnika oder Beifuß ist von einer Anwendung abzusehen. Auch Personen mit empfindlicher Magenschleimhaut sollten Alant nur zurückhaltend einsetzen.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Bislang sind keine schwerwiegenden Wechselwirkungen dokumentiert. Dennoch empfiehlt sich bei regelmäßiger Einnahme anderer Medikamente eine Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.

Vorsicht bei Schwangerschaft, Stillzeit und Kindern

In Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf Alant verzichtet werden, da verlässliche Daten zur Unbedenklichkeit fehlen. Für Kinder unter zwölf Jahren ist die innerliche Anwendung nicht zu empfehlen.

Alant im eigenen Garten anbauen

Standort, Boden und Pflege

Alant bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit tiefgründigem, humosem und gleichmäßig feuchtem Boden. Die robuste Staude ist winterhart und pflegeleicht, benötigt jedoch ausreichend Raum, um ihre imposante Gestalt entfalten zu können.

Erntezeit und Verarbeitung der Wurzel

Geerntet wird die Wurzel zwei- bis dreijähriger Pflanzen im Herbst des zweiten Jahres oder im zeitigen Frühjahr. Nach dem Waschen werden die Wurzeln in dünne Scheiben geschnitten und luftig bei maximal 35 Grad getrocknet, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.

Tipps für den Kauf von Alantprodukten

Qualitätsmerkmale bei Wurzelware und Fertigprodukten

Hochwertige Alantwurzel zeichnet sich durch einen intensiv aromatischen Duft und einen deutlich bitter-würzigen Geschmack aus. Die Wurzelstücke sollten hell bis hellbraun sein, nicht schimmelig oder muffig riechen.

Bio-Qualität und kontrollierter Anbau

Empfehlenswert sind Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau, idealerweise mit Apothekenqualität oder Arzneibuchqualität. Diese Auszeichnungen garantieren einen definierten Wirkstoffgehalt und Freiheit von Pestizidrückständen.

Fazit: Alant als wertvolle Ergänzung in der Hausapotheke

Der Alant ist weit mehr als eine historische Kuriosität. Seine nachweisbaren Wirkungen auf Atemwege und Verdauung machen ihn zu einer ernstzunehmenden Heilpflanze, die in jede gut sortierte Hausapotheke gehört. Wer auf Qualität achtet, die Dosierungsempfehlungen beachtet und die Gegenanzeigen berücksichtigt, erhält mit Inula helenium einen verlässlichen pflanzlichen Begleiter – gerade in der kalten Jahreszeit, wenn Husten und Magenverstimmungen Hochsaison haben.

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Hustensirup mit Alant

Fertige Hustensirupe auf Alantbasis vereinen die schleimlösende Kraft der Wurzel mit geschmacklich angenehmen Zutaten wie Honig oder Thymian. Sie eignen sich besonders bei produktivem Husten mit zähem Schleim. Tipp: Nehmen Sie den Sirup unverdünnt ein und trinken Sie erst einige Minuten später, damit die Wirkstoffe lange auf die Rachenschleimhaut einwirken können. Zuckerfreie Varianten sind für Diabetiker geeignet.

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Fertig geschnittener Alanttee in Bio-Qualität erspart das eigene Zerkleinern der Wurzel und bietet gleichbleibende Qualität. Achten Sie auf eine würzige Geruchsprobe durch die Verpackung – sie verrät die Frische. Zubereitungstipp: Immer mit kaltem Wasser ansetzen und langsam erhitzen, damit die ätherischen Öle nicht verdampfen. Zwei bis drei Tassen täglich zwischen den Mahlzeiten entfalten die beste Wirkung bei Atemwegs- und Verdauungsbeschwerden.

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Für den eigenen Anbau im Kräutergarten sind Alantsamen die erste Wahl. Die Aussaat erfolgt idealerweise im Frühjahr direkt ins Freiland oder zur Vorzucht ins Gewächshaus. Kaltkeimer-Samen benötigen eine Stratifikation von mehreren Wochen im Kühlschrank, um zuverlässig zu keimen. Planen Sie ausreichend Platz ein – ausgewachsene Pflanzen erreichen Höhen von über zwei Metern und beeindrucken zusätzlich als Zierpflanze mit ihren großen gelben Blüten.

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Bronchialtee-Mischungen mit Alant, Thymian, Spitzwegerich und Eibisch vereinen mehrere bewährte Heilpflanzen zu einem synergistischen Rezept gegen Husten und Bronchitis. Die Kombination wirkt gleichzeitig schleimlösend, reizlindernd und antibakteriell. Ideal als Kur über ein bis zwei Wochen eingesetzt. Tipp: Heiß und in kleinen Schlucken trinken, damit die Dämpfe zusätzlich die oberen Atemwege befeuchten und der Abtransport des Schleims erleichtert wird.

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Ätherisches Alantöl

Ätherisches Alantöl wird äußerlich in stark verdünnter Form für Einreibungen im Brustbereich oder für Inhalationen bei Erkältungen verwendet. Aufgrund seiner hohen Konzentration an Alantolacton sollte es niemals pur auf die Haut aufgetragen werden – mischen Sie es im Verhältnis 1:50 mit einem Trägeröl wie Mandel- oder Jojobaöl. Vor der ersten Anwendung empfiehlt sich ein Verträglichkeitstest in der Armbeuge, da das Öl allergenes Potenzial besitzt.

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Häufige Leserfragen zum Alant

Wie schmeckt Alanttee und kann man ihn süßen?

Alanttee hat einen ausgeprägt bitter-würzigen, leicht kampferartigen Geschmack, der gewöhnungsbedürftig sein kann. Genau diese Bitterstoffe sind jedoch für die verdauungsfördernde Wirkung verantwortlich. Zum Süßen eignet sich Honig hervorragend – er ergänzt die hustenlindernde Wirkung sinnvoll. Zucker sollten Sie vermeiden, da er die Wirkung der Bitterstoffe abschwächt. Ein Spritzer Zitrone mildert den intensiven Geschmack ebenfalls angenehm.

Ab welchem Alter darf Alant bei Kindern angewendet werden?

Für die innerliche Anwendung bei Kindern unter zwölf Jahren wird Alant aufgrund fehlender Studiendaten und der potenten Sesquiterpenlactone nicht empfohlen. Ab dem zwölften Lebensjahr kann Alant in reduzierter Dosierung – etwa der halben Erwachsenendosis – eingesetzt werden. Für jüngere Kinder mit Husten sind mildere Alternativen wie Thymian, Spitzwegerich oder Eibisch deutlich besser geeignet. Im Zweifelsfall halten Sie vorab Rücksprache mit einem Kinderarzt oder Heilpraktiker.

Kann Alant bei chronischem Husten wie COPD helfen?

Bei chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen kann Alant begleitend unterstützen, indem er das Abhusten zähen Schleims erleichtert und entzündungshemmend wirkt. Er ersetzt jedoch keine ärztliche Therapie. Wichtig ist, dass die Anwendung nicht dauerhaft, sondern in Kuren von maximal zwei bis drei Wochen erfolgt. Sprechen Sie die Anwendung unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt ab, insbesondere wenn Sie bronchienerweiternde Medikamente oder Kortikosteroide einnehmen.

Wie lange ist getrocknete Alantwurzel haltbar?

Korrekt getrocknete und sachgemäß gelagerte Alantwurzel hält ihre Wirkstoffe etwa zwölf bis achtzehn Monate. Entscheidend ist die Aufbewahrung in einem luftdicht verschlossenen, lichtundurchlässigen Gefäß an einem kühlen, trockenen Ort. Ein Tipp aus der Praxis: Lagern Sie die Wurzel im Ganzen und zerkleinern Sie sie erst kurz vor der Zubereitung – so bleiben die ätherischen Öle deutlich länger erhalten. Riecht die Wurzel nur noch schwach aromatisch, hat sie an Heilkraft verloren.

Worin unterscheidet sich Alant von anderen Hustenkräutern wie Thymian?

Während Thymian vor allem antibakteriell und mild schleimlösend wirkt, entfaltet Alant eine deutlich intensivere expektorierende Wirkung bei festsitzendem, zähem Schleim. Thymian eignet sich hervorragend für den täglichen und auch kindlichen Gebrauch, Alant ist das kraftvollere Mittel bei hartnäckiger Bronchitis. In der Praxis ergänzen sich beide Pflanzen ausgezeichnet – eine Kombination aus Thymian, Alant und Spitzwegerich gilt als bewährte Mischung bei produktivem Husten.

Kann man Alant bei Sodbrennen oder Reizmagen anwenden?

Bei einem empfindlichen oder gereizten Magen ist Vorsicht geboten. Die ätherischen Öle und Bitterstoffe können die Magenschleimhaut zusätzlich reizen. Bei Reflux, Gastritis oder Magengeschwüren sollten Sie auf Alant verzichten und stattdessen schleimhaltige Pflanzen wie Eibisch oder Malve bevorzugen. Bei funktioneller Verdauungsschwäche ohne Entzündung hingegen kann Alant durchaus unterstützend wirken – hier empfiehlt sich eine niedrige Anfangsdosierung.

Kann Alant allergische Reaktionen auslösen?

Ja, insbesondere Menschen mit bekannter Korbblütlerallergie reagieren häufig auch auf Alant. Typische Anzeichen sind Hautausschlag, Juckreiz, Schleimhautreizungen oder Atembeschwerden. Das enthaltene Alantolacton gilt als potentes Kontaktallergen und kann bei äußerlicher Anwendung in seltenen Fällen Ekzeme auslösen. Testen Sie neue Alantprodukte daher zunächst an einer kleinen Hautstelle und beginnen Sie innerlich mit einer geringen Dosis, um die Verträglichkeit zu prüfen.

Wann sollte ich trotz Alantanwendung einen Arzt aufsuchen?

Ärztlicher Rat ist geboten, wenn Husten länger als eine Woche anhält, blutiger Auswurf auftritt, hohes Fieber über 39 Grad dazukommt oder sich Atemnot einstellt. Auch bei starken Magenschmerzen, anhaltendem Erbrechen oder deutlicher Verschlechterung des Allgemeinzustands sollten Sie die Selbstbehandlung abbrechen. Alant ist eine wertvolle Unterstützung, ersetzt aber bei ernsten Erkrankungen keine medizinische Diagnostik und Therapie.

 

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