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Baldrian – Wirkung & Anwendung der Wirkstoffe als Heilpflanze

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Baldrian Heilpflanze – Heilkraft,  Anwendung und Nebenwirkungen

Schon im antiken Griechenland und Rom kam der Arznei- Baldrian (Valeriana officinalis L.) als Heilpflanze zur Verwendung.  Auch Hippokrates, der bekannteste Arzt der Antike war bereits von ihrer therapeutischen Wirkung überzeugt.

Und selbst heute noch gehört es zu den wichtigsten pflanzlichen und nicht-suchterzeugenden Beruhigungsmitteln.

Er hilft bei zahlreichen Problemen wie Schlafstörungen, Nervosität und Unruhe. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr über Heilkraft, Anwendung und mögliche Nebenwirkungen von Baldrian.

Baldrian Heilpflanze Wurzeln Getrocknet
Baldrian Heilpflanze Wurzeln Getrocknet HandmadePictures/shutterstock.com

Wissenswertes über Baldrian

Der Arznei-Baldrian (Gemeiner Baldrian) gehört zur Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae). Heimisch ist die mehrjährige, bis über einen Meter hohe Pflanze in Europa und in den gemäßigten Zonen Asiens, wo sie hauptsächlich an feuchten und schattigen Standorten zu finden ist.

Seine Blüten sind weiß bis hellrosa gefärbt und in Büscheln, die auch Trugdolden genannt werden, angeordnet. Diese schmücken die fiederblättrige Pflanze von Juli bis September.

Heute werden V. officinalis und verwandte Arten mit ruhefördernden Eigenschaften nicht nur in Europa, sondern auch in Nordamerika und Japan angebaut. Denn die aromatisch riechenden, unterirdischen Wurzelstöcke (Rhizome) mit den daran hängenden, büscheligen Wurzeln werden zur Herstellung zahlreicher Fertigarzneimittel verwendet.

Baldrian Wirkung

Die besondere Heilkraft der Pflanze geht hauptsächlich von den Wurzeln aus und der Rizome, denn dort befindet sich ein ätherisches Öl. Dieses besteht aus einer Vielzahl von wirkungsvollen Bestandteilen.

Der Hauptinhaltsstoff dieses Öls ist Bornylacetat. Weitere Inhaltsstoffe sind unter vielen anderen Valeranon und Bornylisovalerat.

Aus klinischen Studien weiß man, dass die Inhaltsstoffe mit bestimmten Andockstellen eines Botenstoffes in Nervenzellen wechselwirken. So entsteht die entspannende und Krämpfen entgegenbäugende Wirkung.

Neben dem ätherischen Öl sind in Baldrian (je nach Art) 0,5 bis 2 Prozent Valepotriate enthalten, die als krampflösendes Mittel bekannt sind und der Pflanze ihren unverkennbaren Duft verleihen.

Es ist medizinisch anerkannt, dass die innerliche Anwendung des Baldrians bei Schlafstörung und nervösen Anspannungen hilft. Traditionell wird Baldrian ebenfalls bei Schlafproblemen, genauso aber auch bei geistiger Überlastung, Konzentrationsproblemen, Stress und Reizbarkeit, und vielen weiteren psychischen Leiden verschiedener verwendet.

Die klinische Wirksamkeit ist jedoch bisher wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt. In wohltuenden Vollbädern erzielt der Baldrian eine muskelentspannende Wirkung.

Anwendung

Die Heilpflanze kann in verschiedensten Formen zur Verwendung kommen. So zum Beispiel als pulverisierter Form für die Einnahme als Tablette, Kapseln oder Dragee.

Die höher konzentrierten Extrakte werden in flüssiger Form als Baldriantropfen oder -Säften und in getrockneter Form als Tabletten und löslichen Tees angeboten.

Vor der Anwendung sollte immer die Packungsbeilage durchgelesen werden, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.

Wenn Sie die Heilpflanze selbst zubereiten möchten, können Sie das Rhizom für Tees und Vollbäder verwenden.

Um den Tee zuzubereiten übergießen Sie einen ganzen Teelöffel mit der zerkleinerten Wurzel mit 150 Milliliter heißem Wasser und seien Sie den Tee nach einer viertel Stunde ab.

Zur Entspannung kann bis zu dreimal täglich eine Tasse davon trinken. Bei Einschlafproblemen können Sie zusätzlich dazu eine halbe Stunde vor dem zu Bett gehen eine weitere Tasse trinken. Die schlaffördernde Wirkung tritt bei jedem unterschiedlich ein, spätestens aber nach zwei Wochen.

Für ein erholendes Bad verwenden Sie etwa 100 Gramm des Wurzelstocks. Baden Sie bei etwa 34 bis 37° Celsius für eine knappe halbe Stunde. So kann sich die muskelentspannende Wirkung der Heilpflanze vollständig entfalten.

Nebenwirkung

Klinischen Studien zufolge kann Baldrian für über vier bis sechs Wochen bedenkenlos eingenommen werden. Leichte Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder leichter Schwindel können allerdings auftreten.

Zur langfristigen Anwendung gibt es bisher keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, weswegen die Daueranwendung eher nicht zu empfehlen ist.

In fertigen Arzneimitteln sind die im Baldrian enthaltenen Valepotriate nicht oder nur in sehr geringen Mengen vorhanden.

Bei ihnen wird eine erbgutschädigende Wirkung vermutet, was jedoch noch nicht bei wissenschaftlichen Tests bewiesen werden konnte. Dennoch ist es immer besser, die Mittel für sich selbst anzupassen, anstatt zum fertigen Präparat zu greifen.

Anwendungshinweise

Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter zwölf Jahren wird die Einnahme von Baldrian Präparaten nicht empfohlen, da die Wirksamkeit Wissenschaftlich noch nicht bewiesen wurde. Außerdem ist in Baldrian- Mittelchen oft Alkohol enthalten. Minderjährige und trockene Alkoholiker sind daher alkoholfreie Präparate zu empfehlen.

Generell sollte die Einnahme zuerst mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprochen werden, wenn Sie noch andere Arzneimittel wie Schlafmittel (Benzodiazepine, Barbiturate) oder sonstige Präparate (wie Johanniskraut) einnehmen.

Möglicherweise kann Baldrian die Reaktionsfähigkeit beeinflussen. Daher sollten Sie bis zwei Stunden nach der Einnahme das Auto lieber stehen lassen.

In vielen Apotheke oder Drogeriemärkten können Sie Baldrian-Präparate zur innerlichen und äußerlichen Einnahme erhalten. Man kann aber auch den wilden Baldrian selber sammeln und damit Tees zubereiten.

Auch zur Verwendung von Vollbädern ist der wilde Baldrian gut geeignet. Dabei sollte man allerdings gut aufpassen, da einige dem Baldrian ähnlich sehende Doldengewächse giftig sind. Mit der richtigen Pflanze allerdings haben Sie ein wertvolles Hilfsmittel zur Hand.

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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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