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Cimicifuga (Traubensilberkerze) – Wirkung & Anwendung Wirkstoffe

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Cimicifuga (Traubensilberkerze) Heilpflanze

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Cimicifuga, die auch als Traubensilberkerze bezeichnet wird, zählt zu diesen wenigen Heilpflanzen, die beim PMS (Prämenstruellen Syndrom) oder in den Wechseljahren die Beschwerden lindern können. Demnach treten zum Beispiel Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Herzrasen nach dem Behandeln mit Cimicifuga viel weniger auf.

Ein anderer Vorteil ist die hervorragende Verträglichkeit dieser Traubensilberkerze – Nebenwirkungen wie etwa Magenschmerzen treten lediglich selten auf. Mehr über Cimicifuga fährt man hier.

Wissenswertes

Cimicifuga (Actaea racemosa, Cimicifuga racemosa, ebenso Traubensilberkerze genannt) zählt zur Familie der Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse) und ist in Kanadas und Nordamerikas Wäldern zu Hause. Inzwischen ist sie jedoch ebenso vereinzelt im europäischen Raum zu finden.

Die maximal zwei Meter hohe Heilpflanze, die mehrere Jahre alt wird, enthält zwei- bis dreifache Blätter, die gefiedert sind und an aufrechten Stängeln verteilt stehen. Bei jedem Blatt sind die einzelnen Fiederblättchen tief und länglich gesägt.

Der deutsche Name der Pflanze Traubensilberkerze wird von der Farbe und Form der Blütenstände abgeleitet:

Viele weiße, kleine Blüten stehen an diesen Enden der Stängel in kerzenförmigen Trauben. Die Blütenblätter fallen gleich nach dem Erblühen ab, und nur die vielen Staubfäden sowie Staubblätter bleiben stehen.

Während dem Herbst, nachdem sich samentragende Kapseln aus den Blüten entwickelt haben, sterben sämtliche oberirdischen Teile der Pflanze ab. Ihr Überleben sichert sich die Pflanze über den Wurzelstock mit allen anhängenden Wurzeln.

Seit Jahrhunderten wird die Pflanze von den Indianern aus Nordamerika als Heilmittel eingesetzt, zum Beispiel bei Frauenleiden. Inzwischen ist diese Heilpflanze wegen ihrer arzneilichen Wirkung ebenso auf der ganzen Welt in den Fokus der Medizin geraten: Somit hilft die Traubensilberkerze dabei, dass man die Wechseljahre erträglicher gestalten kann.

Wirkung

Als Arznei wird der Rhizom (Wurzelstock) genutzt, der maximal eine Länge von 15 Zentimetern erreicht und ungefähr bis zu zwei Zentimeter dick werden kann. Manche dunkelrot-braune, dicke Wurzeln wachsen an seiner Unterseite, die maximal drei Millimeter dick sein können.

Der Cimicifuga racemosae rhizoma (Traubensilberkerzenwurzelstock) sowie die anhängenden Wurzeln enthalten verschiedene Triterpenglykoside (wie Cimicifugosid, Actein), Cimicifugasäure F, Fukinolsäure und Phenolcarbonsäuren.

Nicht klar ist, ob Formononetin, ein Isoflavon, vorkommt. Eventuell ist dies von der Gewinnungsart der Inhaltsstoffe abhängig (hier scheint diese Art des Extraktionsmittels ausschlaggebend zu sein).

In Summe wirken die Inhaltsstoffe ganz ähnlich wie Östrogen, das weibliche Sexualhormon, weshalb Cimicifuga als Arznei anerkannt ist zum Behandeln von:

  • psychischen und körperlichen Beschwerden in den Wechseljahren wie Schweißausbrüche, Hitzewallungen, trockene Schleimhäute, Herzrasen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Angst oder Nervosität
  • prämenstruellen Beschwerden (depressive Verstimmungen, Spannungsschmerz im Brustbereich usw.)
  • krampfartige Schmerzen während der Regelblutungen

Oft werden Wechseljahres-Beschwerden mit der entsprechenden konventionellen Hormonersatztherapie (beispielsweise mit Östrogen) therapiert.

Ähnlich hervorragende Wirkungen wie solche ruft Cimicifuga hervor, jedoch gibt es Unterschiede beim molekularen Wirkmechanismus und somit bei den Nebenwirkungen. Das mag der große Vorteil dieser Pflanze sein, denn bei der konventionellen Hormonersatztherapie können gefährliche Langzeitfolgen wie Eierstock- oder Brustkrebs auftreten.

Anwendung

Von der Cimicifuga werden die Extrakte dieser zerkleinerten Wurzel in Form von standardmäßigen Fertigarzneimitteln wie Tropfen, Kapseln oder Tabletten angeboten. Aufgrund schwankender Mengen an Inhaltsstoffen wird vom Traubensilberkerzen-Tee abgeraten.

Die Beschwerden bessern sich erst ungefähr vier Wochen, nachdem man mit der Behandlung begann. Am Anfang der Einnahme kann man – bitte lediglich nach Absprache mit dem Arzt des Vertrauens – Cimicifuga zusätzlich während der konventionellen Hormonersatzbehandlung anwenden.

Nebenwirkung

Zu den gelegentlichen Traubensilberkerzen-Nebenwirkungen zählen Magenbeschwerden.

Weil momentan kaum Untersuchungen zur langfristigen Anwendung von Cimicifuga vorhanden sind, sollte man das Anwenden auf höchstens sechs Monate beschränken.

Früher wurde nach der Einnahme dieser Heilpflanze von lebergiftigen Schäden berichtet. Jedoch fehlen ausdrucksstarke Hinweise, dass für diese Schäden Cimicifuga verantwortlich gemacht werden kann.

Trotzdem sollten Frauen die Heilpflanze auf keinen Fall mehr einnehmen und zu einem Arzt gehen, wenn Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Gelbfärbung der Haut, dunkel gefärbter Urin oder starke Oberbauchschmerzen auftreten.

Anwendungshinweise

Frauen, die unter Leberfunktionsstörungen leiden, sollten Cimicifuga nicht anwenden oder besonders aufmerksam sein: Bei den ersten Anzeichen einer Leberschädigung ist Cimicifuga sofort abzusetzen und zu einem Arzt des Vertrauens zu gehen.

Cimicifuga sollte man auf keinen Fall einnehmen, wenn eine Behandlung mit einer Östrogentherapie erfolgt. Lediglich nach ärztlicher Absprache ist das Behandeln mit Traubensilberkerze vertretbar, wenn östrogenabhängige Tumore vorliegen (wie Gebärmutterkrebs, Brustkrebs).

Weil keinerlei Untersuchungen zur Unbedenklichkeit in der Stillzeit und Schwangerschaft vorliegen, sollte man während dieser Zeit auf die Einnahme verzichten.

Bei Heranwachsenden, die das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, und bei Männern ist das Anwenden von Cimicifuga auf keinen Fall sinnvoll.

Bezugsquelle

Die zerkleinerte Wurzel aus der Cimicifuga und unterschiedliche Traubensilberkerzen-Präparate sind in der Drogerie oder Apotheke erhältlich. Zum richtigen Anwenden von Cimicifuga ist unbedingt die entsprechende Packungsbeilage zu lesen und den Apotheker oder Arzt des Vertrauens zu fragen.

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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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