Herpes genitalis – Jeder Fünfte betroffen

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Herpes genitalis – Jeder Fünfte betroffen

Was Lippenherpes ist weiß jeder. Die nicht ganz so schönen Bläschen an den Lippen kann man in der Regel nicht übersehen. Hingegen dazu ist der Herpes genitalis eher versteckt und deshalb wissen auch viele überhaupt nichts darüber. Was sollte man über den Herpes genitalis wissen?

Generell unterscheiden Mediziner zwischen zwei verschiedenen Viren des Herpes. Wer den Herpes simplex Typ 1 in sich trägt bekommt in der Regel die unbeliebten Bläschen an der Lippe, an der Nase oder an den Augen. Im Gegensatz dazu tritt der Herpes simplex Typ 2 in der Regel im Genitalbereich auf, das heißt entweder an der Scheide, am Penis oder aber auch am Anus. Man kann jedoch nicht davon ausgehen, dass der “harmlose” Herpes simplex Typ 1 nur an der Lippe, an der Nase oder an den Augen auftritt. In 20 bis 30 Prozent aller Fälle kann sich der Herpes auch im Intimbereich befinden. Bei bestimmten Sexstellungen ist es möglich, dass der Lippenherpes auf andere Bereiche übertragen wird. Wenn also jemand einen Herpes an der Lippe hat, dann sollte man beim Sex darauf achten, dass dieser Körperteil nicht unbedingt zum Einsatz kommt.

Zeitpunkt der Infektion

Der größte Unterschied zwischen den beiden verschiedenen Herpestypen ist der Zeitpunkt, ab welchem man sich damit anstecken kann. Auch Kinder sind oft von Lippenherpes geplagt. Daran ist meist eine leichte Übertragbarkeit durch die Mutter schuld. Bei Genitalherpes ist die Ansteckung in der Regel deutlich später, da man auch erst später mit sexuellen Kontakten anfängt.

Aus diesen Gründen kommen die verschiedenen Typen auch unterschiedlich oft vor. Herpes simplex Typ 1 kommt bei 80 bis 90 Prozent der Erwachsenen vor und der Herpes simplex Typ 2 nur bei 20 bis 30 Prozent. Man muss jedoch auch wissen, dass nicht alle, die mit dem Virus infiziert sind, auch Anzeichen der Erkrankung bekommen.

Ein weiterer Grund dafür, dass weniger Menschen am Herpes simplex Typ 2 erkranken ist der, dass die, die Lippenherpes haben, anscheinend immun gegen den Herpes genitalis sind. Bei diesem Phänomen sprechen Mediziner von einer Kreuzimmunität. Dadurch haben Menschen mit Lippenherpes wohl Glück im Unglück.

Die erste Erkrankung ist am schlimmsten

Viele können sich an den ersten Ausbruch gar nicht mehr erinnern, da er bereits in der Kindheit war. In der Regel spannt und juckt die Haut und man bekommt Bläschen. Die Schmerzen sind meist nicht so schlimm.

Beim Genitalherpes ist das jedoch anders. Beim ersten Ausbruch hat man meist Schmerzen und das hauptsächlich an den dortigen Lymphknoten. Die Hautirritationen entstehen nicht nur an einer Stelle sondern befallen ein größeres Gebiet. Oft kommt es zusätzlich noch zu Kopfschmerzen, Fieber und schmerzenden Muskeln. Beim ersten Mal kann das ganze dann bis zu drei Wochen dauern.

Wenn man den Herpesvirus hat, dann wird man ihn nie mehr los. Der Virus ruht jedoch die meiste Zeit und es kommt nur selten zu einem Ausbruch. Beim Herpes genitalis sind die Ausbrüche dann zum Glück schwächer als beim ersten Mal. Die Betroffenen haben dann Schmerzen im Intimbereich und manchmal auch eine Blasenentzündung oder Pilzinfektion. Spätere Ausbrüche sind zwar nicht so schlimm aber einfach unangenehm.

Kondome können nicht immer schützen

Da der Herpes genitalis zu den Geschlechtskrankheiten zählt, werden Kondome empfohlen. Kondome können jedoch nicht zu hundert Prozent davor schützen, denn das Kondom bedeckt nur eine kleine Fläche. Man kann mit dem Kondom zwar das nötigste schützen, aber es wäre besser, wenn man bei einem Verdacht auf eine Infektion einfach ganz auf Sex verzichtet. Aber auch in diesem Fall ist kein kompletter Schutz gegeben, denn die meisten werden mit Genitalherpes angesteckt, wenn der Partner überhaupt keine sichtbaren Anzeichen der Erkrankung hat.

Wenn man den Virus in sich hat, hat man zwei gute Gründe, dass man beim Sex ein Kondom verwendet. Der erste Vorteil ist der, dass man die Wahrscheinlichkeit minimiert, dass man den anderen ansteckt und vor allem kann man sich selbst vor einer Infektion mit HIV schützen. Menschen mit Herpes genitalis infizieren sich deutlich leichter mit dem HIV Virus.

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