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Kurkuma | Curcumin | Gelbwurz

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Kurkuma | Curcumin | Gelbwurz

Kurkuma – der lateinische Begriff lautet Curcuma longa – basiert auf dem natürlichen Farbstoff Kurkumin und ist aus der Welt der Heilpflanzen nicht mehr wegzudenken. Eine positive Wirkung von Kurkuma hat sich bereits bei vielen Krankheiten wie Alzheimer, Krebs oder Problemen mit verschiedenen Organen wie Lunge, Leber oder Darm bestätigt und bewährt.

Was ist Kurkuma

Es ist schon seit vielen Jahrhunderten als Gewürz in der indischen Küche bekannt und wird daher oftmals auch als indischer Safran bezeichnet. Das Curry hat seinen typischen Farbton dem Kurkuma zu verdanken. Schon alte indische und chinesische Mediziner schwörten auf die heilsame Wirkung von Kurkuma.

Das sogenannte Kurkuma-Ö gilt als entzündungshemmend, wobei der Inhaltsstoff Curcumin in seiner Eigenheit noch eine höhere Wirksamkeit besitzt und daher in der Pharmakologie häufig zum Einsatz kommt.

In mehreren Studien wurde bereits belegt, dass es stark entzündungshemmend wirkt und dabei ähnliche Linderung erzielt wie die Medikamente Hydrokortison und Phenylbutazon. Letzteres wird jedoch kaum mehr von Ärzten verschrieben, da es sehr starke Nebenwirkungen hervorruft. Im Gegensatz zu oben genannten Medikamenten sowie Aspirin oder Ibuprofen kommt Kurkuma ohne derartige unschöne Nebenwirkungen aus.

Anwendung bei Entzündungen

Gelenkentzündungen werden durch freie Radikale ausgelöst. Viele Mediziner und Heilpraktiker empfehlen ihren Patienten daher Kurkuma bei Krankheiten wie Arthritis aufgrund dessen stark antioxidativer Wirkung.

Curcumin gegen Schlaganfall und Herzinfarkt

Die im Kurkuma enthaltenen Antioxidantien blockieren eine Oxidation von Cholesterin. Ein hoher Cholesterin Wert ist bekanntlich nur dann gefährlich, wenn es zu einer Oxidation kommt, die in weiterer Folge zur Schädigung von Blutgefäßen und zu einer potenziellen Arteriosklerose beiträgt. Treten diese beide Dinge ein, erhöht sich das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Vitamin B6 ist ein weiterer wichtiger Bestandteil von Kurkuma. In Kombination mit Vitamin B12 und Folsäure verhindert dies ein zu starkes Ansteigen des Homocysteinspiegels.

Ein zu hoher Wert des Homocystein führt auf Dauer zu Schädigungen der Gewässwände und gilt daher als Mitverursacher von Herzkrankheiten und arteriosklerotischen Ablagerungen.

Anwendung bei Alzheimer

Mittlerweile liegen auch schon erste Nachweise vor, wonach es die Blut-Hirn-Schranke durchdringt und dadurch einen Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen bietet.

Bei Alzheimer Patienten dürfte sich ein fragmentiertes Protein in den Gehirnzellen ansammeln und dadurch Entzündungen sowie oxidativen Stress auslösen.

Diese beiden Faktoren sorgen dafür, dass zwischen den Nervenzellen im Gehirn Ablagerungen entstehen. Eine eingeschränkte Gehirnfunktion ist die Folge daraus. Hier nützt wiederum die antioxidative Wirkung von Kurkumin, wodurch Alzheimer und ähnliche Erkrankungen möglicherweise vermieden oder dessen Ausbreitung entschleunigt wird.

Die Tatsache, dass es antioxidativ und entzündungshemmend wirkt, lässt sich nicht nur bei Entzündungen, zur Vorbeugung von Alzheimer und Herzerkrankungen sowie bei Problemen mit den Gelenken positiv nutzen. Laut nachweisbaren Studien minimiert die regelmäßige Anwendung von Kurkuma auch das Risiko an Krebs zu erkranken.

Kurkuma hemmt die Tumorbildung

Die entzündungshemmende Wirkung kann wie eben erwähnt das Risiko einer Tumorerkrankung senken. Zusätzlich beweist eine neue Studie, dass bei vorhandenem Brustkrebs durch Kurkuma die Metastasenbildung vermieden werden kann. Dadurch setzen sich diese nicht in der Lunge fest und erhöhen somit die Chancen auf Heilung nachhaltig.

Normalerweise sorgen im Körper vorhandene Transkirptionsfaktoren, dass es zur Metastasenbildung kommt. Kurkuma kann dabei diesen Schalter aushebeln und somit dafür sorgen, dass sich die Krebszellen im Körper nicht auf andere Organe niederschlagen.

Zusätzlich wurde von amerikanischen Wissenschaftlern nachgewiesen, dass Kurkumin für eine größere Anzahl an Membranen der Körperzellen sorgt, wodurch der Körper als Ganzes widerstandsfähiger und robuster ist und sich Krankheitserreger somit nicht so schnell ausbreiten können.

Dabei hat sich gezeigt, dass die für Membran von Krebszellen an Durchlässigkeit und Stabilität verloren.

Lungenfibrose gilt ebenso als lebensgefährliche Erkrankung. Auch hier macht sich der Einsatz von Kurkuma bezahlt.

Anwendung bei Lungenfibrose

  • Im Jahr 2007 sorgte ein entsprechender Bericht für Aufregung, wonach akute und chronische Lungenerkrankungen mit den vorhandenen Medikamenten nicht entsprechend geheilt werden können.
  • Zu diesen gesundheitlichen Problemen kommt es aufgrund unterschiedlichster Einflüsse wie etwa dem CO2 Gehalt in der Luft, umwelt- oder berufsbedingten Belastungen, dem Rauchen oder Chemotherapie bzw. Strahlentherapie .
  • Aufgrund der mangelnden Wirkung der einsetzbaren Medikamente wurde laufend nach Alternativen gesucht. Bei Testreihen mit Kurkumin zeigt sich, dass Kurkumin in einigen Fällen die vorhandene Lungenfibrose eindämmt.
  • Anwendung bei Atemwegserkrankungen
  • COPD, ARDS oder ALI sind weitere Erkrankungen im Lungenbereich, die laut abgeschlossenen Studien eine positive Ansprache auf Kurkumin genossen.
  • Genauen Beleg dafür gibt es zwar nicht, dennoch dürfte auch hier seine Wirkung als Entzündungshemmer und Antioxidantienlieferant zum Tragen kommen.
  • Im Regelfall gelten Kortikosterioide als gängiges Behandlungsmittel bei chronischen Atemwegserkrankungen.
  • Im Jahre 2008 wurde ein Bericht im Molecular Nutritional and Food Research veröffentlicht, wonach eben diese verwendeten Kortikonsteroide im Kampf gegen COPD, Asthma und CO. eben nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Dies liegt daran, dass die oxidativen Auswirkungen nicht minimiert werden können.
  • Diesem Wirkstoff fehlt nämlich die im Kurkumin enthaltene Polyphenole. Eben jene Polyphenole verhindern die Entfaltung der freien Radikale und können zudem für eine Besserung der Entzündungen in den Atemwegen sorgen.
  • Das war es aber noch nicht mit den positiven Auswirkungen von Antioxidantien und Kurkumin. Neben den Atemwegen lässt sich auch eine positive Wirkung bei vorhandenen Darmerkrankungen erzielen.
  • Kurkuma gegen Darmerkrankungen
  • Im bereits angesprochenen Molecular Nutritional and Food Research haben Wissenschaftler eine weitere Studie im Zusammenhang mit Kurkuma veröffentlicht. Hierbei soll es darum gehen, dass sich potenzielle Darmentzündungen zur Gänze vermeiden ließen, wenn fünf Tage am Stück das im Kurkuma enthaltene Kurkumin aufgenommen wird.
  • Wie in vielen anderen medizinischen Bereichen auch, belegen auch hier die Forscher diese entsprechende Wirkung mit den in der Vielzahl vorhandenen Antioxidantien.
  • NfKappaB, ein zelluläres Regulatormolekül, ist der Entstehung von Entzündungen in sämtlichen Körperbereichen absolut dienlich. Kurkumin hat das Potenzial eben dieses Molekül zu blockieren und somit der Entstehung von Entzündungen vorzubeugen.
  • Neben der Lunge und dem Darm ist die Leber ein weiteres wichtiges Organ, welches von der Wirkung dieser Heilpflanze profitieren kann. Kurkuma bietet der Leber Schutz und sorgt für eine beschleunigte Heilung im Falle von Lebererkrankungen.

Kurkuma gegen Lebererkrankungen

Zur Überprüfung, ob und inwieweit Kurkumin bei Lebererkrankungen wirkt, wurde im Rahmen eines Experiments an Ratten getestet. Diesen wurden rund zwei Drittel der Leber entnommen und am darauffolgenden Tag mittels Blut- und Gewebeproben die Leberfunktion sowie die potenzielle Schädigung von Leberzellen überprüft.

Die Hälfte der Ratten wurde mittels Erythropoetin behandelt, die restlichen mit einer Kombination von Erythropoetin und Kurkumin.

Während der alleinige Einsatz von Erythropoetin keinerlei Wirkung zeigte, kam es durch die kombinierte Einnahme zu einer verbesserten Regeneration der Leber sowie einem geringeren oxidativen Stress.

Quecksilber ist bekanntlich für den Körper ein Gift, welches sowohl in der Leber wie auch im gesamten Organismus zu massiven Schädigungen führen könnte. Auch hier ist die positive Auswirkung durch den Einsatz von Kurkuma nachweisbar.

Curcumin entgiftet Quecksilber

Sofern es zu einer Ausleitung von Quecksilber kommt, empfiehlt sich die unterstützende Einnahme. Dadurch kommt es zu einer verbesserten Entgiftung des Körpers.

Auch hier ist es wieder der oxidative Stress, der durch das Kurkumin minimiert wird. Laut einer umfangreichen Studie im Journal of Applied Toxicology zeigt sich durch die regelmäßige Einnahme von Kurkumin zudem die Reduktion der Quecksilberkonzentration im Körper sowie einer allgemeinen Verbesserung der Leber- und Nierenwerte.

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Verwendung von Curcumin

Kurkuma gibt es in Deutschland beinahe in jedem Supermarkt oder am Markt zu kaufen. Beim Kauf gibt es dabei darauf zu achten, dass Kurkuma verwendet wird, welches frei von Bestrahlung ist. Daher kaufen Sie am besten nur Kurkuma in biologischer Qualität.

Wie eingangs erwähnt befindet sich auch im Curry ein gewisser Anteil an Kurkuma. Allerdings ist dadurch entsprechend auch die Konzentration an reinem Kurkumin im Curry deutlich geringer als direkt im Kurkuma. Aus diesem Grund ist reines Kurkuma oder Curry mit zusätzlichem Kurkuma eher empfehlenswert.

Wer gerne Tee trinkt, kann sich Kurkuma auch in heißes Wasser rühren und somit einen Kurkuma-Tee genießen. Für Teilnahmer an der Budwig-Diät lässt sich die Quark-Leinöl-Kombination am Morgen mit Kurkuma verfeinern.

Eine erste Wirkung von Kurkumin ist bereits bei geringen Mengen nachweisbar, wie sie beispielsweise zum Würzen von Speisen vorkommt. Selbst wenn Sie Kurkuma in größeren Mengen zu sich nehmen, sind laut Studien keinerlei Nebenwirkungen bekannt.

Wem die Wirkung von Kurkuma alleine noch zu wenig ist, der kann als Beigabe auch schwarzen Pfeffer nehmen. Durch die Kombination von Kurkumin und das im Pfeffer enthaltene Piperin vervielfacht sich die Wirkung.

Wer Kurkumin oder Piperin nicht in Form von Nahrung zu sich nehmen möchte, der kann sich im Fachhandel auch Kapseln kaufen, um regelmäßig eine gute Dosis zu sich zu nehmen.

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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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