Unfruchtbarkeit Krebsvorbote Mann Hilfe
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Unfruchtbarkeit als Krebsvorbote bei Männern

Männer haben schon schwer daran zu knabbern, wenn dies erfahren das sie unfruchtbar sind. Hier wird dann nicht nur die Psyche in Mitleidenschaft gezogen, sondern es mehren sich auch die Hinweise, das diese Sterilität ein Vorbote ganz andere Probleme mit der Gesundheit sein können. Dabei hat eine neue Studie ergeben, dass betroffene Männer häufiger an bestimmten Krebsformen erkranken.

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Es ist schon länger bekannt, das die Qualität der Spermien auch Aussagen über den Gesundheitszustand des Mannes zulässt. Wer viel raucht, oder unter Übergewicht leidet, genauso wie wenn jemand dem Alkohol zu stark zusagt, bei dem kann die Zeugungsfähigkeit ebenfalls abnehmen. Derzeit wird allerdings von Michael Eisenberg und seinem Team, von der Stanford University School noch untersucht, ob die schlappen Spermien auch Vorbote von ganz anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebserkrankungen sein könnten.

Dabei zogen diese eine riesige Datenmenge heran, um einen Zusammenhang überhaupt messbar zu machen. Die Grundlage hierfür war eine Gesundheitsdatenbank in der USA, die über dementsprechend viele Daten verfügte. Dabei wurden die vorgenommenen Untersuchungen und Diagnosen über Jahre hinweg, vermerkt. Die Kollegen und Eisenberg zogen sich von über 76.000 Männern die Zahlen heraus, bei denen Infertilität bestand oder auch von unterschiedlichen Untersuchungen ein Verdacht nahe lag, das diese auch Probleme mit der Zeugungsfähigkeit hatten. Natürlich wurden nur gesicherte Diagnosen herangezogen.

Das Durchschnittsalter steriler Männer lag bei 35 Jahre

Die dabei betroffenen Männer hatten hier zum Beispiel zu wenige oder deformierte Spermien. Dieses Problem tritt oftmals schon in jüngeren Jahren auf, das das durchschnittliche Alter der Männer die steril waren ca. 35,1 Jahre betrug. Die Forscher zogen zum Vergleich noch zusätzlich zwei weitere Gruppen heran. Dies waren zum einen 112.000 Männer, die sich einer Sterilisation unterzogen hatten. Eine weitere Kontrollgruppe wurden die Informationen von 760.000 Männern herangezogen, die noch fruchtbar waren. Dabei wurden die Daten in einem Zeitraum von 2001 und 2009 und deren Verlauf ausgewertet.

Hodenkrebs kam besonders häufig vor

Dabei war das Ergebnis, das gerade sterile Männer eine höhere Wahrscheinlichkeit für verschiedene Krebsformen aufweisen und daran erkranken können. Hierzu gehören zum Beispiel Speiseröhrenkrebs, Hautkrebs, Prostatakrebs, und Blasenkrebs. Dabei war im Vergleich zur fruchtbaren Kontrollgruppe um 49 Prozent höher. Dabei trat besonders oft bei Männern die unfruchtbar sind, Hodenkrebs auf, wobei hier die Wahrscheinlichkeit um das Zweifache höher war.

Dabei schnitten die Männer mit einer schlechten Spermienqualität noch schlechter ab, als die Vasektomierten oder die im Schnitt älter waren und oftmals unfreiwillig steril waren. Hier ist das höhere Alter immer ein Risikofaktor, was fast bei allen Krebserkrankungen gilt. Die größte Überraschung hierbei war allerdings, das auch die sterilisierten Männer sich diese Unfruchtbarkeit auf die Krebshäufigkeit ausgewirkt hat. Hier lag das Risiko um 22 % höher, einen Tumor zu entwickeln, als dies bei der fruchtbaren Gruppe der Fall war.

Die Gesundheitschecks immer wahrnehmen

Dabei können die Wissenschaftler noch nicht sagen, welcher der Mechanismen einen Zusammenhang zwischen der Zeugungsfähigkeit und der Anfälligkeit zum Krebs, dafür verantwortlich ist. So könnten auch die genetische Ausstattung und der jeweilige Lebensstil ebenfalls einen gewissen Beitrag hierzu leisten. Denn etwa 10 % der Gene sind für die Fortpflanzung vorgesehen und Veränderungen dieses genetischen Materials könnten dann die Fruchtbarkeit beeinflussen. Diese könnten schließlich zu Entartungen der Zellen und zu Krebs führen. Doch ebenso könnte es auch möglich sein, das chronische Krankheiten die noch unerkannt sind oder eine ungesunde Lebensweise dabei eine wichtige Rolle spielen können.

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