Alle husten im Büro Mit dieser einen Gewohnheit bleibst du garantiert verschont
Alle husten im Büro Mit dieser einen Gewohnheit bleibst du garantiert verschont

Alle husten im Büro? Mit dieser einen Gewohnheit bleibst du garantiert verschont

Die Erkältungssaison hat Deutschland fest im Griff. In überfüllten U-Bahnen wird gehustet, im Großraumbüro schnieft der Kollege am Nachbartisch, und an der Supermarktkasse steht jemand mit laufender Nase direkt hinter dir. Du versuchst, Abstand zu halten, wäschst dir brav die Hände und meidest den offensichtlich kranken Kollegen. Trotzdem erwischt es dich – wieder einmal.

Diese Frustration kennen Millionen Menschen jeden Winter aufs Neue. Doch warum werden manche scheinbar nie krank, während andere von einer Erkältung in die nächste stolpern? Die Antwort liegt weniger im Immunsystem als vielmehr in kleinen, oft unbewussten Verhaltensweisen, die den entscheidenden Unterschied machen. Wissenschaftliche Studien zeigen eindeutig, dass nicht die hustenden Mitmenschen das größte Risiko darstellen, sondern eine ganz andere Gefahrenquelle, die wir täglich unterschätzen.

In diesem Artikel erfährst du, wie Erkältungsviren tatsächlich übertragen werden, welcher simple Schutzfaktor wichtiger ist als jedes Nahrungsergänzungsmittel und wie du mit der richtigen Technik beim Händewaschen dein Ansteckungsrisiko drastisch senken kannst. Diese Strategien basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und lassen sich sofort im Alltag umsetzen.

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Wie Erkältungsviren wirklich übertragen werden

Um sich wirksam vor Ansteckung zu schützen, musst du zunächst verstehen, auf welchen Wegen Erkältungsviren in deinen Körper gelangen. Die landläufige Vorstellung, dass wir uns hauptsächlich durch direktes Anhusten oder Anniesen infizieren, stimmt nur bedingt. Tatsächlich spielen zwei verschiedene Übertragungswege eine Rolle, wobei einer davon deutlich häufiger für Infektionen verantwortlich ist, als die meisten Menschen annehmen.

Tröpfcheninfektion: Der offensichtliche Übertragungsweg

Wenn ein erkrankter Mensch hustet, niest oder spricht, schleudert er winzige Tröpfchen in die Luft, die Viren enthalten können. Diese Tröpfchen schweben kurzzeitig im Raum und können von anderen Personen eingeatmet werden. Die gute Nachricht: Größere Tröpfchen sinken relativ schnell zu Boden und erreichen selten Entfernungen von mehr als ein bis zwei Metern. Kleinere Aerosole können zwar länger in der Luft bleiben, verdünnen sich jedoch rasch, besonders in gut belüfteten Räumen.

Die direkte Tröpfcheninfektion durch Einatmen ist daher vor allem bei engem, längerem Kontakt mit einer erkrankten Person relevant. Das kurze Vorbeigehen an einem hustenden Fahrgast in der Straßenbahn stellt ein geringeres Risiko dar, als viele befürchten. Anders sieht es aus, wenn du stundenlang neben einem niesenden Kollegen sitzt oder dich in einem schlecht belüfteten, überfüllten Raum aufhältst.

Schmierinfektion: Die unterschätzte Gefahr

Der weitaus bedeutsamere Übertragungsweg ist die sogenannte Schmierinfektion, auch Kontaktinfektion genannt. Dabei gelangen Viren nicht direkt von Mensch zu Mensch, sondern über einen Umweg: Kontaminierte Oberflächen dienen als Zwischenstation. Ein Erkrankter hustet in seine Hand, fasst anschließend eine Türklinke an, und der nächste Nutzer nimmt die Viren auf, ohne es zu bemerken. Von der Hand wandern die Erreger dann über Berührungen ins Gesicht und schließlich auf die Schleimhäute.

Dieser Übertragungsweg erklärt, warum sich Erkältungen oft wie ein Lauffeuer durch Büros verbreiten. Gemeinsam genutzte Gegenstände wie Telefonhörer, Kopierer, Kaffeemaschinen und Türgriffe werden zu regelrechten Virenschleudern. Im öffentlichen Nahverkehr sind Haltestangen, Druckknöpfe an Türen und Fahrkartenautomaten besonders stark belastet.

Wie lange Viren auf Oberflächen überleben

Die Überlebensfähigkeit von Erkältungsviren auf verschiedenen Materialien ist erschreckend hoch. Rhinoviren, die häufigsten Erkältungserreger, können auf glatten Oberflächen wie Edelstahl oder Kunststoff bis zu drei Tage infektiös bleiben. Auf Türklinken aus Metall halten sie sich problemlos einen ganzen Arbeitstag. Selbst auf porösen Materialien wie Papier oder Stoff überleben viele Viren mehrere Stunden.

Besonders kritisch sind Gegenstände, die von vielen Menschen angefasst werden. Die Tastatur am Arbeitsplatz beherbergt durchschnittlich mehr Bakterien und Viren als eine Toilettenbrille. Handys, die ständig ans Gesicht gehalten werden, sind wahre Keimschleudern. Im öffentlichen Raum gehören Geldautomaten, Aufzugknöpfe und Einkaufswagen zu den am stärksten kontaminierten Gegenständen.

Dieses Wissen macht deutlich: Der Schlüssel zur Infektionsvermeidung liegt nicht primär darin, hustenden Menschen auszuweichen, sondern vielmehr darin, die Kette der Schmierinfektion zu unterbrechen. Und genau hier setzt der wichtigste, aber am meisten unterschätzte Schutzfaktor an.

Der unterschätzte Risikofaktor: Warum wir uns ständig ins Gesicht fassen

Hier liegt der eigentliche Knackpunkt bei der Übertragung von Erkältungsviren. Selbst wenn deine Hände mit Viren kontaminiert sind, können diese dir nichts anhaben, solange sie auf der Haut bleiben. Gefährlich wird es erst, wenn die Erreger zu den Eintrittspforten gelangen: deinen Schleimhäuten an Augen, Nase und Mund. Und genau das geschieht häufiger, als du vielleicht denkst.

Erschreckende Studienergebnisse zur Gesichtsberührung

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen sich durchschnittlich 16 bis 23 Mal pro Stunde ins Gesicht fassen. Das entspricht etwa alle drei Minuten einer Berührung. Besonders häufig betroffen sind Nase, Mund und Augen, also genau die Bereiche, über die Viren in den Körper eindringen können.

Eine australische Studie beobachtete Medizinstudenten während Vorlesungen und stellte fest, dass sie sich im Schnitt 23 Mal pro Stunde ins Gesicht fassten. Davon betrafen 44 Prozent der Berührungen die Schleimhautregionen. Bemerkenswert ist, dass selbst medizinisch geschultes Personal, das um die Gefahren weiß, diese Gewohnheit kaum kontrollieren kann.

Die meisten dieser Berührungen erfolgen völlig unbewusst. Wir kratzen uns an der Nase, reiben uns die Augen, stützen das Kinn in die Hand oder kauen an den Fingernägeln, ohne darüber nachzudenken. Diese automatisierten Handlungen haben sich im Laufe des Lebens so tief eingeprägt, dass sie dem bewussten Willen weitgehend entzogen sind.

Augen, Nase und Mund als Eintrittspforten

Die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund bieten Viren ideale Bedingungen zum Eindringen in den Körper. Anders als die äußere Haut verfügen sie über keinen schützenden Hornhautpanzer. Stattdessen sind sie feucht, gut durchblutet und mit zahlreichen Rezeptoren ausgestattet, an die sich Viren anheften können.

Die Nasenschleimhaut ist besonders anfällig, da sie der erste Kontaktpunkt für eingeatmete Luft ist und entsprechend viele Andockstellen für Rhinoviren besitzt. Die Bindehaut der Augen steht über den Tränennasengang in direkter Verbindung mit der Nasenhöhle, sodass Erreger, die ans Auge gelangen, problemlos in die Atemwege wandern können. Der Mund schließlich bietet über den Rachen direkten Zugang zum gesamten Atemtrakt.

Ein einziges unbewusstes Nasereiben nach dem Anfassen einer kontaminierten Türklinke reicht aus, um sich zu infizieren. Die Viruslast, die für eine erfolgreiche Infektion nötig ist, liegt bei Rhinoviren erstaunlich niedrig. Bereits wenige hundert Viruspartikel können ausreichen, um eine Erkältung auszulösen.

Strategien zur Reduzierung unbewusster Gesichtsberührungen

Das Wissen um diesen Risikofaktor allein verändert noch kein Verhalten. Doch es gibt wirksame Strategien, um die Häufigkeit unbewusster Gesichtsberührungen zu reduzieren.

Bewusstmachung ist der erste Schritt. Versuche über einen Tag hinweg aktiv zu registrieren, wie oft du dir ins Gesicht fasst. Allein diese Aufmerksamkeit führt bereits zu einer deutlichen Reduktion. Manche Menschen kleben sich als Erinnerungshilfe einen kleinen Punkt auf den Handrücken oder tragen ein Armband, das bei jedem Blick darauf an die Vermeidung von Gesichtsberührungen erinnert.

Ersatzhandlungen können helfen, den Impuls umzulenken. Wenn du merkst, dass deine Hand zum Gesicht wandert, balle stattdessen kurz die Faust oder verschränke die Arme. Bei juckender Nase kann ein Taschentuch als Barriere dienen. Wer zum Augenreiben neigt, sollte künstliche Tränen griffbereit haben, um den Reiz auf andere Weise zu lindern.

Die Arbeitsumgebung lässt sich so gestalten, dass Gesichtsberührungen schwieriger werden. Wer seine Hände während konzentrierter Arbeit auf der Tastatur oder mit einem Stift beschäftigt hält, fasst sich seltener ins Gesicht. Auch das Tragen einer Brille kann unbewusst daran erinnern, die Augenpartie nicht zu berühren.

Letztlich geht es nicht darum, Gesichtsberührungen vollständig zu eliminieren, was ohnehin unrealistisch wäre. Vielmehr soll die Häufigkeit reduziert und vor allem das Bewusstsein dafür geschärft werden, die Hände vor dem unvermeidlichen Kontakt mit dem Gesicht gründlich zu reinigen.

Händewaschen richtig gemacht Die 30-Sekunden-Technik
Händewaschen richtig gemacht Die 30-Sekunden-Technik

Händewaschen richtig gemacht: Die 30-Sekunden-Technik

Händewaschen gilt als wichtigste Einzelmaßnahme zur Verhütung von Infektionskrankheiten. Doch die Art und Weise, wie die meisten Menschen ihre Hände waschen, verfehlt häufig den eigentlichen Zweck. Ein kurzes Befeuchten unter fließendem Wasser, ein Spritzer Seife und oberflächliches Abreiben mögen ein sauberes Gefühl vermitteln, entfernen aber nur einen Bruchteil der Krankheitserreger.

Warum 20 bis 30 Sekunden Mindestdauer nötig sind

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine Händewaschzeit von mindestens 20 Sekunden, wobei 30 Sekunden für eine gründliche Reinigung optimal sind. Diese Zeitangabe erscheint vielen Menschen übertrieben lang, basiert jedoch auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Viren und Bakterien haften nicht lose auf der Hautoberfläche, sondern sind in einen Biofilm aus Fetten, Proteinen und anderen organischen Substanzen eingebettet. Seife benötigt Zeit, um diesen Biofilm aufzubrechen und die darin eingeschlossenen Erreger zu lösen. Die oberflächenaktiven Substanzen in der Seife müssen die Fettschicht durchdringen und die Verbindung zwischen Erregern und Haut aufbrechen.

Studien zeigen, dass ein Händewaschen von nur sechs Sekunden Dauer lediglich etwa 60 Prozent der Keime entfernt. Bei 15 Sekunden steigt die Reduktion auf rund 90 Prozent, und erst bei 30 Sekunden werden nahezu alle Krankheitserreger beseitigt. Der Unterschied zwischen kurzer und gründlicher Reinigung kann also darüber entscheiden, ob du dich ansteckst oder gesund bleibst.

Ein praktischer Trick zur Zeitmessung: Singe beim Händewaschen zweimal hintereinander das Lied “Happy Birthday” im Kopf oder summe es leise vor dich hin. Die Dauer entspricht ungefähr 20 bis 25 Sekunden und hilft, ein Gefühl für die notwendige Waschzeit zu entwickeln.

Die korrekte Technik nach WHO-Standard

Die Weltgesundheitsorganisation hat eine standardisierte Methode zum Händewaschen entwickelt, die alle Bereiche der Hände zuverlässig erfasst. Diese Technik wird in medizinischen Einrichtungen weltweit gelehrt und lässt sich problemlos im Alltag anwenden.

Zunächst werden die Hände unter fließendem Wasser angefeuchtet. Die Wassertemperatur spielt für die Keimreduktion keine wesentliche Rolle, angenehm warmes Wasser erhöht jedoch die Bereitschaft, ausreichend lange zu waschen. Anschließend wird eine ausreichende Menge Seife aufgetragen und zwischen den Handflächen verrieben.

Dann folgt das Einreiben der Handaußenflächen, wobei die Finger der einen Hand über den Handrücken der anderen geführt werden und umgekehrt. Besonders wichtig ist das Verschränken der Finger, um die Zwischenräume gründlich zu reinigen. Die Fingerkuppen werden in der Handfläche der jeweils anderen Hand kreisend gerieben.

Der Daumen wird oft vergessen und verdient besondere Aufmerksamkeit. Er wird mit der Handfläche der anderen Hand umschlossen und durch Drehbewegungen gereinigt. Abschließend werden die Fingerspitzen in der Handfläche hin und her bewegt, um auch die Nagelfalze zu erreichen.

Nach dem Abspülen unter fließendem Wasser erfolgt das sorgfältige Abtrocknen. Feuchte Hände übertragen Keime leichter als trockene, weshalb das Trocknen nicht vernachlässigt werden sollte. In öffentlichen Waschräumen empfiehlt es sich, den Wasserhahn und die Türklinke mit einem Papierhandtuch zu bedienen, um eine sofortige Rekontamination zu vermeiden.

Die vergessenen Stellen: Fingerzwischenräume, Daumen und Fingerkuppen

Untersuchungen zum Händewaschverhalten zeigen immer wieder dieselben Schwachstellen. Die Handflächen werden von fast allen Menschen gründlich gereinigt, doch andere Bereiche werden systematisch vernachlässigt.

Die Fingerzwischenräume sind beim oberflächlichen Händewaschen kaum zu erreichen. Gerade dort sammeln sich jedoch Keime, da diese warmen, feuchten Nischen ideale Bedingungen bieten. Das bewusste Verschränken der Finger ist daher unverzichtbar für eine vollständige Reinigung.

Der Daumen wird bei den meisten Menschen stiefmütterlich behandelt. Da er gegenüber den anderen Fingern abgespreizt steht, wird er beim einfachen Aneinanderreiben der Hände nicht automatisch mitgereinigt. Dabei ist gerade der Daumen der Finger, mit dem wir am häufigsten Gegenstände greifen und der entsprechend stark mit Erregern belastet sein kann.

Fingerkuppen und Nagelfalze stellen eine weitere Problemzone dar. Unter den Fingernägeln können sich Keime besonders gut festsetzen und sind dort vor oberflächlicher Reinigung geschützt. Wer längere Fingernägel trägt, sollte diesem Bereich besondere Aufmerksamkeit widmen. Eine Nagelbürste kann hier gute Dienste leisten, ist im Alltag aber selten verfügbar.

Die Handgelenke werden bei der Standardempfehlung nicht miteinbezogen, können aber ebenfalls kontaminiert sein, besonders wenn Ärmel beim Händewaschen zurückgeschoben werden. In Situationen mit erhöhtem Infektionsrisiko ist es sinnvoll, auch die Handgelenke in die Reinigung einzubeziehen.

Schutzstrategien für Büro und öffentliche Verkehrsmittel

Das Wissen um Übertragungswege und die richtige Händehygiene bildet die Grundlage für wirksamen Infektionsschutz. Doch wie lässt sich dieses Wissen konkret im Alltag anwenden? Büro und öffentliche Verkehrsmittel stellen besondere Herausforderungen dar, die mit durchdachten Strategien bewältigt werden können.

Den Arbeitsplatz infektionssicher gestalten

Der eigene Schreibtisch ist der Bereich, über den du die größte Kontrolle hast. Eine regelmäßige Reinigung von Tastatur, Maus und Telefon mit desinfizierenden Tüchern reduziert die Keimlast erheblich. Einmal täglich, idealerweise morgens vor Arbeitsbeginn, reicht für den Normalfall aus. Während einer Erkältungswelle im Büro kann eine häufigere Reinigung sinnvoll sein.

Vermeide es, Essen direkt am Schreibtisch zu dir zu nehmen. Die Hände wandern dabei unweigerlich vom Arbeitsgerät zum Mund und schaffen so eine direkte Verbindung zwischen kontaminierten Oberflächen und den Schleimhäuten. Wenn eine Mahlzeit am Arbeitsplatz unvermeidbar ist, wasche dir vorher gründlich die Hände und berühre Tastatur und Maus während des Essens nicht.

Persönliche Gegenstände wie Stifte, Tacker oder Locher sollten nicht mit Kollegen geteilt werden. Gemeinsam genutzte Gegenstände wie Kopierer und Kaffeemaschine lassen sich nach Benutzung mit einem kleinen Desinfektionstuch behandeln. Ein Fläschchen Handdesinfektionsmittel in der Schreibtischschublade ermöglicht eine schnelle Händereinigung, wenn der Weg zum Waschbecken zu weit erscheint.

Richtiges Lüften als unterschätzte Schutzmaßnahme

Frische Luft verdünnt die Konzentration von Viren im Raum und reduziert damit das Risiko einer Tröpfcheninfektion erheblich. Regelmäßiges Stoßlüften ist in geschlossenen Räumen eine der wirksamsten Maßnahmen gegen luftübertragene Infektionen. Alle zwei bis drei Stunden sollten die Fenster für fünf bis zehn Minuten vollständig geöffnet werden.

In Großraumbüros ist die Luftqualität oft problematisch. Klimaanlagen können zwar für Frischluft sorgen, verteilen aber auch Keime im gesamten Raum, wenn die Filter nicht regelmäßig gewartet werden. Achte darauf, nicht direkt im Luftstrom einer Klimaanlage zu sitzen. Wenn möglich, plädiere bei deinem Arbeitgeber für regelmäßige Wartung der Lüftungsanlagen.

Die Luftfeuchtigkeit spielt ebenfalls eine Rolle. In überheizten Räumen mit trockener Luft trocknen die Schleimhäute aus und werden anfälliger für Infektionen. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent ist optimal. Grünpflanzen im Büro können zur Luftbefeuchtung beitragen und verbessern nebenbei das Raumklima.

Umgang mit erkrankten Kollegen

Die Frage, wie man sich gegenüber offensichtlich erkrankten Kollegen verhält, ist oft heikel. Grundsätzlich gilt: Jeder hat das Recht, seine Gesundheit zu schützen. Höflich um etwas Abstand zu bitten oder Besprechungen auf Videocalls zu verlegen, ist legitim und sollte nicht als unhöflich empfunden werden.

Wenn ein Kollege im selben Raum stark hustet oder niest, ist vorübergehendes Verlassen des Raumes eine vernünftige Option. Ein kurzer Gang zur Kaffeemaschine oder ein Telefonat in einem anderen Bereich schafft Distanz, ohne peinlich zu wirken. Nach Möglichkeit solltest du deinen Arbeitsplatz so wählen, dass du nicht direkt neben häufig erkrankten Kollegen sitzt.

Gemeinsame Gegenstände mit erkrankten Personen zu teilen, solltest du in der Erkältungssaison grundsätzlich vermeiden. Das gilt für Stifte beim Unterschreiben ebenso wie für Tassen in der Gemeinschaftsküche. Ein eigenes Set an Büromaterialien und Geschirr bietet zusätzlichen Schutz.

Sicher durch den öffentlichen Nahverkehr

Busse und Bahnen stellen eine besondere Herausforderung dar, da hier viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen und zahlreiche gemeinsam genutzte Kontaktflächen existieren. Mit der richtigen Strategie lässt sich das Infektionsrisiko jedoch deutlich minimieren.

Haltestangen und Griffe sind die offensichtlichsten Keimquellen im ÖPNV. Wenn irgend möglich, solltest du einen Sitzplatz wählen, der das Festhalten überflüssig macht. Wenn du stehen musst, fasse Haltestangen nur so lange wie unbedingt nötig und wechsle die Griffposition nicht unnötig oft. Das Drücken von Türöffnern kann oft mit dem Ellbogen oder einem Knöchel erfolgen statt mit den Fingerspitzen.

Unmittelbar nach Verlassen des öffentlichen Verkehrsmittels sollte die Händereinigung oberste Priorität haben. Wenn du am Arbeitsplatz ankommst, führt der erste Weg zum Waschbecken. Für Situationen unterwegs, wenn kein Waschbecken verfügbar ist, gehört ein kleines Fläschchen Handdesinfektionsmittel in jede Tasche. Achte darauf, dass der Alkoholgehalt mindestens 60 Prozent beträgt, um eine zuverlässige Wirkung gegen Viren zu gewährleisten.

Das Berühren des eigenen Gesichts während der Fahrt sollte konsequent vermieden werden. Wenn die Nase juckt, nutze ein Taschentuch als Barriere. Handschuhe im Winter bieten nicht nur Wärmeschutz, sondern erinnern auch daran, das Gesicht nicht zu berühren, und können nach der Fahrt gewaschen werden.

Natürliche Unterstützung für die Abwehrkräfte
Natürliche Unterstützung für die Abwehrkräfte

Natürliche Unterstützung für die Abwehrkräfte

Neben der Vermeidung von Ansteckung spielt ein gut funktionierendes Immunsystem eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Erkältungsviren. Die Naturheilkunde kennt verschiedene Ansätze zur Stärkung der körpereigenen Abwehr, deren Wirksamkeit teilweise wissenschaftlich belegt ist. Gleichzeitig kursieren zahlreiche Mythen, die einer kritischen Betrachtung nicht standhalten.

Bewährte naturheilkundliche Maßnahmen

Eine ausgewogene Ernährung bildet die Grundlage für ein funktionierendes Immunsystem. Besonders wichtig sind Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Vitamin D und Zink. Diese Nährstoffe sollten idealerweise über eine abwechslungsreiche Kost mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten aufgenommen werden. In der dunklen Jahreszeit, wenn die körpereigene Vitamin-D-Produktion eingeschränkt ist, kann eine Supplementierung sinnvoll sein.

Ausreichend Schlaf ist für die Immunfunktion unverzichtbar. Während des Schlafs regeneriert sich der Körper und bildet wichtige Abwehrzellen. Wer regelmäßig weniger als sieben Stunden schläft, hat ein nachweislich höheres Erkältungsrisiko. Die Erkältungssaison ist daher nicht die Zeit für Schlafdefizite.

Moderate körperliche Aktivität stärkt das Immunsystem nachhaltig. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft verbessert die Durchblutung und fördert die Aktivität der Immunzellen. Dabei gilt jedoch: Übertriebener Ausdauersport kann das Immunsystem vorübergehend schwächen. Ein täglicher Spaziergang von 30 Minuten ist hilfreicher als ein wöchentlicher Marathonlauf.

Stress reduziert die Immunabwehr messbar. Chronischer Stress führt zur Ausschüttung von Cortisol, das die Immunfunktion unterdrückt. Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder einfache Atemübungen können helfen, den Stresspegel zu senken und damit die Abwehrkräfte zu stärken.

Hausmittel mit wissenschaftlicher Grundlage

Einige traditionelle Hausmittel haben sich in wissenschaftlichen Studien als tatsächlich wirksam erwiesen. Ingwer enthält entzündungshemmende Scharfstoffe und kann als Tee zubereitet die Schleimhäute befeuchten und erwärmen. Die regelmäßige Einnahme während der Erkältungssaison kann das Immunsystem unterstützen.

Honig wirkt antibakteriell und kann bei Halsschmerzen lindernd wirken. In warmem Tee aufgelöst, kombiniert er die heilsame Wirkung mit der wichtigen Flüssigkeitszufuhr. Für Kinder unter einem Jahr ist Honig allerdings nicht geeignet.

Salbei und Thymian sind traditionelle Heilpflanzen bei Atemwegserkrankungen. Als Tee oder zum Gurgeln angewendet, können sie bei ersten Erkältungsanzeichen unterstützend wirken. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken leicht desinfizierend und schleimlösend.

Nasenspülungen mit Salzwasser halten die Nasenschleimhaut feucht und können Viren mechanisch ausspülen. Eine isotonische Kochsalzlösung (9 Gramm Salz auf einen Liter Wasser) ist gut verträglich und kann in der Erkältungssaison täglich angewendet werden.

Mythen und unwirksame Maßnahmen

Nicht alles, was als Immunbooster beworben wird, hält wissenschaftlicher Überprüfung stand. Die Einnahme von Vitamin C in hohen Dosen nach Beginn einer Erkältung verkürzt die Krankheitsdauer nachweislich nicht oder nur minimal. Eine regelmäßige moderate Zufuhr ist sinnvoller als kurzzeitige Megadosen.

Echinacea-Präparate werden häufig zur Immunstärkung empfohlen, die Studienlage ist jedoch uneinheitlich. Einige Untersuchungen zeigen einen leichten vorbeugenden Effekt, andere finden keinen Nutzen. Wer Echinacea ausprobieren möchte, sollte es über einen längeren Zeitraum prophylaktisch einnehmen, nicht erst bei bestehender Erkältung.

Antibiotika sind bei viralen Erkältungsinfekten wirkungslos und sollten nicht eingefordert werden. Sie bekämpfen ausschließlich Bakterien und können die Darmflora schädigen, was langfristig sogar das Immunsystem schwächen kann. Nur bei bakteriellen Sekundärinfektionen, die ein Arzt diagnostiziert hat, sind Antibiotika angezeigt.

Das Tragen von Knoblauch um den Hals oder das Einreiben der Brust mit Erkältungssalben verhindert keine Ansteckung. Solche Maßnahmen mögen das subjektive Wohlbefinden verbessern, ersetzen aber nicht die evidenzbasierten Schutzstrategien.

Fazit: Dein persönlicher Schutzplan

Die Erkältungswelle im Büro muss dich nicht mehr treffen. Mit dem Wissen aus diesem Artikel kannst du dein Ansteckungsrisiko erheblich senken, ohne dabei zum Hygienefanatiker zu werden. Die wichtigsten Erkenntnisse lassen sich in einem einfachen Aktionsplan zusammenfassen.

Der entscheidende Schutzfaktor ist nicht das Meiden hustender Kollegen, sondern die Unterbrechung des Schmierinfektionsweges. Kontaminierte Oberflächen sind die Hauptquelle für Erkältungsviren, und deine eigenen Hände transportieren diese Erreger zu deinen Schleimhäuten. Reduziere bewusst die Häufigkeit, mit der du dir ins Gesicht fasst, und du hast den wichtigsten Risikofaktor bereits minimiert.

Händewaschen wirkt nur dann zuverlässig, wenn du es richtig machst. 20 bis 30 Sekunden mit Seife, alle Bereiche der Hand einschließlich Fingerzwischenräume, Daumen und Fingerkuppen gründlich einreibend, das ist die Technik, die den Unterschied macht. Wasche dir die Hände nach dem Berühren gemeinsam genutzter Oberflächen, nach der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und bevor du isst.

Im Büro kannst du deinen persönlichen Bereich infektionssicher gestalten. Reinige regelmäßig Tastatur, Maus und Telefon, vermeide das Teilen von Gegenständen während der Erkältungssaison und achte auf regelmäßiges Lüften. Ein kleines Fläschchen Handdesinfektionsmittel in der Schreibtischschublade bietet zusätzliche Sicherheit.

Im öffentlichen Nahverkehr gilt: Weniger anfassen, Hände vom Gesicht lassen und nach der Fahrt gründlich reinigen. Handschuhe in der kalten Jahreszeit sind nicht nur wärmend, sondern auch schützend.

Unterstütze dein Immunsystem durch ausreichend Schlaf, moderate Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und Stressreduktion. Verzichte auf überteuerte Wundermittel und setze stattdessen auf bewährte naturheilkundliche Maßnahmen mit wissenschaftlicher Grundlage.

Diese Strategien sind einfach umzusetzen und erfordern keinen großen Aufwand. Doch ihre Wirksamkeit ist durch zahlreiche Studien belegt. Wer sie konsequent anwendet, wird die nächste Erkältungswelle mit hoher Wahrscheinlichkeit unbeschadet überstehen, während ringsum die Kollegen husten und schniefen.

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Häufige Leserfragen zum Thema Erkältung Vorbeugen

Wie lange überleben Erkältungsviren auf meinen Händen?

Auf der Haut können Erkältungsviren wie Rhinoviren bis zu zwei Stunden aktiv bleiben. Die genaue Überlebensdauer hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Feuchtigkeit, Temperatur und der natürliche Säureschutzmantel deiner Haut. Entscheidend ist jedoch nicht die Überlebensdauer selbst, sondern wie schnell die Viren von der Hand ins Gesicht gelangen. Da wir uns durchschnittlich alle drei Minuten unbewusst ins Gesicht fassen, bleibt den Erregern meist ausreichend Zeit für die Übertragung. Der wichtigste Tipp lautet daher: Wasche dir die Hände sofort nach dem Kontakt mit potenziell kontaminierten Oberflächen und vermeide in der Zwischenzeit konsequent jede Berührung von Augen, Nase und Mund.

Ist Händedesinfektionsmittel genauso wirksam wie Händewaschen?

Händedesinfektionsmittel mit einem Alkoholgehalt von mindestens 60 Prozent sind gegen die meisten Erkältungsviren wirksam und stellen unterwegs eine gute Alternative dar. Sie haben jedoch Grenzen: Bei sichtbar verschmutzten Händen können sie die Keime nicht zuverlässig erreichen, da der Schmutzfilm als Schutzschicht wirkt. Außerdem erfassen Desinfektionsmittel nicht alle Erregerarten gleich gut. Noroviren beispielsweise werden durch Alkohol weniger zuverlässig inaktiviert als durch gründliches Waschen mit Seife. Im Alltag gilt die Faustregel: Händewaschen ist die erste Wahl, Desinfektionsmittel ist die praktische Lösung für unterwegs, wenn kein Waschbecken verfügbar ist.

Bringt es etwas, im Winter Handschuhe zu tragen?

Handschuhe bieten einen doppelten Schutz, der oft unterschätzt wird. Erstens verhindern sie den direkten Hautkontakt mit kontaminierten Oberflächen wie Haltestangen, Türklinken oder Treppengeländern. Zweitens wirken sie als psychologische Barriere gegen unbewusste Gesichtsberührungen, da das Anfassen des eigenen Gesichts mit Handschuhen ungewohnt ist und eher bewusst wahrgenommen wird. Wichtig ist allerdings, die Handschuhe nach dem Tragen regelmäßig zu waschen und sie nicht mit ins Gesicht zu nehmen. Stoffhandschuhe können bei 60 Grad in der Waschmaschine gereinigt werden, was alle Erkältungsviren zuverlässig abtötet.

Sollte ich im Büro eine Maske tragen, wenn alle krank sind?

Das Tragen einer Maske kann das Infektionsrisiko reduzieren, allerdings ist der Hauptübertragungsweg bei Erkältungen die Schmierinfektion über die Hände und nicht die direkte Tröpfcheninfektion durch die Luft. Eine Maske schützt dich vor allem dann, wenn du in engem, längerem Kontakt mit hustenden Personen bist. Der größere Vorteil einer Maske liegt paradoxerweise darin, dass sie dich daran hindert, dir selbst an Nase und Mund zu fassen. Wenn du dich für eine Maske entscheidest, achte auf korrekten Sitz und regelmäßigen Wechsel. Effektiver als die Maske allein ist jedoch die Kombination aus gründlicher Händehygiene, bewusstem Vermeiden von Gesichtsberührungen und regelmäßigem Lüften.

Kann ich mich über die Luft in geschlossenen Räumen anstecken?

Eine Ansteckung über die Raumluft ist möglich, aber weniger häufig als die Schmierinfektion. Wenn eine erkrankte Person hustet oder niest, verteilen sich virushaltige Tröpfchen im Raum. Größere Tröpfchen sinken schnell zu Boden, während feinere Aerosole länger schweben können. In gut belüfteten Räumen verdünnt sich die Viruskonzentration rasch auf ein ungefährliches Niveau. Kritisch wird es in schlecht gelüfteten, überfüllten Räumen mit längerer Aufenthaltsdauer. Regelmäßiges Stoßlüften alle zwei Stunden senkt das Risiko erheblich. In Räumen ohne Lüftungsmöglichkeit kann ein Luftreiniger mit HEPA-Filter die Aerosolbelastung reduzieren.

Wie oft sollte ich mir im Laufe eines Arbeitstages die Hände waschen?

Eine pauschale Zahl lässt sich schwer nennen, da die notwendige Häufigkeit von deinen Tätigkeiten abhängt. Entscheidend sind die richtigen Zeitpunkte: nach der Ankunft am Arbeitsplatz, vor dem Essen, nach dem Toilettengang, nach dem Naseputzen, nach dem Kontakt mit gemeinsam genutzten Gegenständen wie Kopierer oder Kaffeemaschine und nach Besprechungen mit Handschlag. Im Durchschnitt ergeben sich daraus etwa acht bis zehn Händewaschungen pro Tag. Übertriebenes Waschen von mehr als 20 Mal täglich kann jedoch die Hautbarriere schädigen und die Haut anfälliger für Erreger machen. Verwende eine milde Seife und pflege deine Hände regelmäßig mit einer Feuchtigkeitscreme, um die Hautschutzfunktion zu erhalten.

Schützt mich ein starkes Immunsystem vor Ansteckung?

Ein gut funktionierendes Immunsystem ist wichtig, kann eine Ansteckung aber nicht verhindern. Es sorgt vielmehr dafür, dass dein Körper nach einer Infektion schneller und effektiver reagiert und die Erkrankung milder verläuft oder im besten Fall gar nicht ausbricht. Die Erreger gelangen trotzdem in deinen Körper, wenn du sie über die Schleimhäute aufnimmst. Deshalb ist die Vermeidung der Übertragung die erste Verteidigungslinie, während das Immunsystem die zweite darstellt. Beide Strategien ergänzen sich optimal: Reduziere durch Hygienemaßnahmen die Viruslast, der du ausgesetzt bist, und stärke gleichzeitig deine Abwehrkräfte durch gesunde Lebensführung.

Was mache ich, wenn ich erste Erkältungsanzeichen spüre?

Bei den ersten Symptomen wie Halskratzen, leichtem Frösteln oder erhöhter Müdigkeit kannst du unterstützende Maßnahmen ergreifen, die den Verlauf mildern können. Gönne dir zusätzliche Ruhe und ausreichend Schlaf, da dein Immunsystem im Schlaf am effektivsten arbeitet. Trinke viel, idealerweise warme Getränke wie Ingwertee oder Salbeitee, um die Schleimhäute feucht zu halten. Eine Nasenspülung mit Salzwasser kann helfen, Viren aus der Nasenschleimhaut zu spülen. Vermeide körperliche Anstrengung und Stress. Bleibe wenn möglich zu Hause, um dich selbst zu schonen und andere nicht anzustecken. Sollten die Symptome nach einigen Tagen nicht abklingen oder hohes Fieber auftreten, konsultiere einen Arzt.

Letzte Aktualisierung am 2026-01-15 at 13:15 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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