Hauhechel Heilpflanze Heilkraft Anwendung Nebenwirkungen Heilwirkung Pflanze
Hauhechel Heilpflanze Heilkraft Anwendung Nebenwirkungen Heilwirkung Pflanze ChWeiss/Shutterstock.com

Hauhechel Heilpflanze – Bei Harnweg und Nieren Problemen

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Die Hauhechel ist ein dorniger und kleiner Halbstrauch, welcher etwa 50 – 60 cm Höhe erreicht und aus vielen verzweigten Stängeln und einer kräftigen langen Pfahlwurzel besteht. Beheimatet ist sie in Europa sowie in Westasien und Nordafrika.

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Der Name leitet sich aus zwei Säulen her: onos (griechisch) bedeutet Esel und steht wahrscheinlich für den unangenehmen Geruch der noch jungen Laubtriebe und spinosus (latein) weist auf die scharfen Dornen der Pflanze hin.

Mitte des Jahres im Juni und Juli blüht der Hauhechel in rosa- weißen Farben, die Blüten schauen aus wie Traubenbündel und man erkennt in der Pflanze die typische Schmetterlingsform.

Bereits seit der Antike findet der Hauhechel arzneiliche Anwendung bei Entzündungen der ableitenden Harnwege. Bei Patienten mit Nierengrieß kommt Hauhechel zur Vorbeugung und Behandlung zum Einsatz.

Heilkraft der Hauhechel

Ononis spinosa, die Wurzel der Hauhechel ist ein pflanzliches Arzneimittel, welches bei Entzündungen der ableitenden Harnwege hervorragende Erfolge aufweist. Die Wurzel enthält Isoflavonoide.

Es finden sich Ononin, Genistein, ätherisches Öl und Triterpene wie Spinonin in den Wurzeln. Die Wasserausscheidungen der Patienten über die Nieren werden erhöht, die entzündlichen Bereiche der Harnwege werden durchgespült und unter Umständen aufgetretene Keime werden bei der Durchspülung der Harnwege mit ausgeschwemmt.

Das Wachstum weiterer Bakterien wird verhindert. Ebenso dient die Pflanze vorsorglich zum Ausschwemmen von eventuell vorhandenen Nierengrieß.

Hauhechel hat als Heilpflanze schon eine lange Tradition, sie wurde bereits im antiken Griechenland für Menschen mit Zahnschmerzen – in Essig gekocht – eingesetzt. Auch die harntreibende Wirkung der Pflanze ist sehr lange bekannt.

Anwendung der Hauhechel

Die Hauhechelwurzel wird getrocknet und eignet sich nun zur Teezubereitung. Zwei oder drei Gramm der fein oder grob pulverisierten Arzneidroge sollen mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergossen werden. Im Idealfall lässt man das Ganze 20 bis 30 Minuten ziehen, ehe man es abseiht. Zwei bis vier Tassen täglich des Hauhecheltee sollten über den Tag verteilt getrunken werden. Um die Durchspülung der Harnwege zu gewährleisten sollte zusätzlich noch viel Flüssigkeit zu sich genommen werden.

Sinnvolle Unterstützung bekommt der Hauhechel-Tee wenn er mit weiteren harntreibenden Heilpflanzen eingenommen wird.

Hier werden die Brennessel oder die Bärentraubenblätter empfohlen, da die harntreibende Wirkung des Hauhechel-Tee allein nicht ausreichen könnte.

Für die richtige Anwendung von Fertigarzneimittel mit Hauhechel, wie Tabletten und Tees lesen Sie bitte genau jede Packungsbeilage beziehungsweise erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt oder in der Apotheke.

Nebenwirkungen der Hauhechel

Nebenwirkungen der Hauhechel sind keine bekannt.

Anwendungsgebiete der Hauhechel

Durchspülungstherapien mit Hauhechel dürfen nicht von Menschen, welche Wasseransammlungen sprich Ödeme aufgrund von eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeiten aufweisen, vorgenommen werden.

Zwei Liter Flüssigkeitszufuhr pro Tag müssen zur Unterstützung bei einer Durchspülungstherapie zu sich genommen werden.

Anwendungshinweise bei Einnahme des Hauhechel

In Ihrer Apotheke erhalten Sie alle Fertigprodukte mit Hauhechel. Befagen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bezüglich der korrekten Anwendung und Dosierung vor der Einnahme des jeweiligen Fertigpräparates. Lesen Sie immer die Packungsbeilage.

Wissenswertes über den Hauhechel

Hauhechel gehören zur Pflanzengattung der Schmetterlingsblütler und somit zur Familie der Hülsenfrüchtler. Es gibt 88 Arten davon. Das Hauptverbreitungsgebiet befindet sich Mittelmeerraum.

Sie kann auf trockenen Weideflächen, auf hellen Wegränder, auf Dämme und Dünen mit kalkreichen Böden und in brachliegenden Wiesen oder Felder gefunden werden und wächst bis in Höhenlagen von 1500 Meter.

Die holzigen Stängel haben kräftige einzelne Dornen, die Dornen der Seitentriebe sieht man meist paarweise. Die Blätter dieser Pflanze sind dreizählig, zur Triebspitze aber meist einzählig. Der Pflanze haftet ein eher unangenehmer Geruch an.

Auch im Altertum wurde die Hauhechel zur Bekämpfung von Gallen- und Nierensteinen genutzt.

Man kannte die harntreibende Wirkung der Hauhechel bereits im Altertum.

Wurzel und Wurzelstock wurden früher als “Holztee” bezeichnet und der Aufguss zur Blutreinigung verwendet.

Im Volksmund spricht man auch von Harnkraut, Stachelkraut, Hechelkraut , Weiberkrieg oder Ochsenbrech.

Die Hauhechel wirkt harntreibend, keimtötend und schweißtreibend.

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