
Süßholz: Die unterschätzte Heilwurzel, die bei Magenproblemen, Husten und Stress gleichzeitig wirkt
Für viele beginnt die Bekanntschaft mit Süßholz im Süßwarenregal. Lakritzschnecken, Salzstangen mit dunkler Glasur, die typische rauchig-süße Note – all das verbinden wir reflexartig mit Kindheitserinnerungen oder mit einer Geschmacksrichtung, die man liebt oder verabscheut. Dass hinter dieser scheinbar harmlosen Süßigkeit eine der ältesten und kraftvollsten Heilpflanzen der Welt steht, gerät dabei fast vollständig in Vergessenheit.
Schon die alten Ägypter wussten um die Wirkung der Süßholzwurzel. Im Grab des Pharaos Tutanchamun fanden Archäologen größere Mengen der Wurzel – offenbar als Wegzehrung für das Jenseits gedacht, aber auch als Heilmittel hochgeschätzt. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt Süßholz seit über zweitausend Jahren als eine der wichtigsten Arzneipflanzen überhaupt und wird dort als „Gan Cao” bezeichnet, der Harmonisierer unter den Heilkräutern. Auch in der griechischen Antike, in der Klosterheilkunde des Mittelalters und in der modernen Phytotherapie hat die Wurzel ihren festen Platz behauptet.
In diesem Beitrag erfahren Sie, was die Süßholzwurzel auszeichnet, welche Inhaltsstoffe sie so wirksam machen, bei welchen Beschwerden sie tatsächlich hilft und wie Sie sie zu Hause richtig zubereiten. Außerdem werfen wir einen ehrlichen Blick auf die Schattenseiten – denn so wertvoll Süßholz auch ist, ein unbedachter Umgang kann durchaus problematisch werden.

Was ist Süßholz? Herkunft und botanische Einordnung
Süßholz, botanisch Glycyrrhiza glabra, gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und ist damit ein entfernter Verwandter von Erbse und Bohne. Die mehrjährige Staude wird zwischen einem und anderthalb Meter hoch, bildet gefiederte Blätter und blassviolette Schmetterlingsblüten aus. Ihren Ursprung hat die Pflanze im östlichen Mittelmeerraum, in Vorderasien sowie in Teilen Süd- und Mittelasiens. Heute wird sie unter anderem in Spanien, Italien, der Türkei, Iran, Syrien und China kultiviert.
Medizinisch verwendet wird nicht etwa Blatt oder Blüte, sondern ausschließlich die Wurzel und das unterirdische Wurzelausläufersystem. Diese werden im Spätherbst dreijähriger Pflanzen geerntet, gereinigt und entweder geschält oder ungeschält getrocknet. Das Ergebnis sind die typischen gelblich-braunen, faserigen Wurzelstücke, die einen intensiv süßlichen Geschmack besitzen – etwa fünfzigmal süßer als gewöhnlicher Haushaltszucker, allerdings ohne dessen Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel.
Wichtig ist die klare Abgrenzung zwischen der reinen Süßholzwurzel und industriell verarbeitetem Lakritz. Während die Wurzel selbst eine konzentrierte Heilpflanze darstellt, handelt es sich bei Lakritzwaren um eine Mischung aus Süßholzextrakt, Zucker, Sirup, Mehl und Aromen. Lakritz enthält zwar Süßholzbestandteile, ist aber keineswegs ein gleichwertiger therapeutischer Ersatz und sollte aufgrund seines Zuckergehalts nicht als Heilmittel verstanden werden.

Die Inhaltsstoffe: Was Süßholz so wirksam macht
Die Heilkraft der Süßholzwurzel beruht auf einem bemerkenswert komplexen Wirkstoffgemisch. An erster Stelle steht das Glycyrrhizin, ein Triterpensaponin, das für die enorme Süßkraft verantwortlich ist und zugleich den wichtigsten medizinisch wirksamen Bestandteil darstellt. Im Körper wird Glycyrrhizin zur Glycyrrhetinsäure umgewandelt, die kortisonähnliche Eigenschaften entfaltet, ohne ein synthetisches Hormon zu sein. Sie hemmt entzündliche Prozesse, schützt Schleimhäute und beeinflusst den Mineralstoffhaushalt.
Hinzu kommt eine ganze Gruppe von Flavonoiden – darunter Liquiritin, Isoliquiritin und Liquiritigenin. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ, fangen freie Radikale ab und unterstützen die Zellgesundheit. Weitere Saponine, ätherische Öle, Cumarine und Phytoöstrogene runden das Wirkprofil ab.
Diese Kombination erklärt, warum Süßholz traditionell so vielseitig eingesetzt wurde. Es wirkt nicht punktuell, sondern auf mehreren körperlichen Ebenen gleichzeitig – ein Charakteristikum, das in der Pflanzenheilkunde als ganzheitliche Wirkung bezeichnet wird und moderne Einzelwirkstoffe nicht ohne Weiteres nachbilden können.
Süßholz und seine Wirkung auf die Gesundheit
Die Wirkungen der Süßholzwurzel sind heute teilweise gut erforscht, teilweise basieren sie weiterhin auf jahrhundertelanger Erfahrungsmedizin. Besonders gut dokumentiert ist die entzündungshemmende Wirkung, die mit der bereits erwähnten Glycyrrhetinsäure zusammenhängt. Sie kann sowohl innerlich angewendet bei Schleimhautentzündungen helfen als auch äußerlich bei Hautirritationen.
Hinzu kommt eine ausgeprägt schleimlösende und auswurffördernde Wirkung, weshalb Süßholz seit jeher bei Husten und Bronchitis eingesetzt wird. Auf die Magenschleimhaut hat die Wurzel eine schützende Funktion, indem sie die Schleimproduktion anregt und Entzündungen reduziert – eine Eigenschaft, die selbst in der Behandlung von Magengeschwüren wissenschaftlich untersucht wurde.
Spannend sind auch Hinweise auf antivirale Effekte. Studien deuten darauf hin, dass Glycyrrhizin gegen bestimmte Viren wirksam sein kann, darunter Herpes simplex und einige Atemwegsviren. Die hormonregulierende Komponente schließlich macht Süßholz interessant für die Begleittherapie bei Stress, Erschöpfung und bestimmten hormonellen Ungleichgewichten. Zwischen Volksheilkunde und moderner Studienlage besteht hier ein erfreulich großer Überschneidungsbereich.
Anwendungsgebiete: Wann Süßholz wirklich hilft
Im Bereich der Verdauung hat sich Süßholz besonders bei Magenschleimhautentzündungen, Sodbrennen und Reizmagen einen Namen gemacht. Die Wurzel legt sich wie ein schützender Film über die gereizte Schleimhaut und unterstützt deren Regeneration. Auch bei Magengeschwüren wird sie ergänzend zur schulmedizinischen Therapie genutzt.
Bei Atemwegsbeschwerden zeigt sich Süßholz vor allem bei Reizhusten, festsitzendem Schleim und beginnender Bronchitis hilfreich. Halsschmerzen und Heiserkeit lassen sich durch das Kauen einer Wurzelfaser oder das Lutschen entsprechender Pastillen lindern.
Ein weniger bekanntes, aber faszinierendes Einsatzgebiet ist die Unterstützung bei Stress und der sogenannten Nebennierenschwäche. Da Glycyrrhetinsäure den Abbau körpereigenen Kortisols hemmt, kann Süßholz – richtig eingesetzt – die Stresstoleranz vorübergehend verbessern. Auch bei klimakterischen Beschwerden und prämenstruellen Symptomen wird die Wurzel aufgrund ihrer phytohormonellen Komponente genutzt. Äußerlich findet sie Anwendung bei Ekzemen, Neurodermitis und entzündlichen Hautveränderungen.
Süßholz richtig zubereiten: Tee, Tinktur, Sud und Lutschpastillen
Die einfachste und gebräuchlichste Zubereitungsform ist der Süßholztee. Dafür übergießt man einen gehäuften Teelöffel der zerkleinerten Wurzel mit etwa 250 Millilitern kochendem Wasser, lässt das Ganze zugedeckt zehn Minuten ziehen und seiht den Aufguss anschließend ab. Pro Tag werden zwei bis drei Tassen empfohlen.
Tinkturen, die alkoholische Auszüge der Wurzel darstellen, bieten eine konzentriertere und länger haltbare Anwendungsform. Sie werden tropfenweise in Wasser eingenommen, üblicherweise zehn bis dreißig Tropfen bis zu dreimal täglich, je nach Präparat.
Für die äußerliche Anwendung eignet sich ein stärker konzentrierter Sud: Hierfür werden etwa zwei Esslöffel der Wurzel in einem halben Liter Wasser zehn Minuten leicht geköchelt. Der abgekühlte Sud lässt sich für Umschläge oder Waschungen bei Hautproblemen verwenden.
Besonders bewährt hat sich Süßholz in Kombination mit anderen Heilkräutern. Mit Fenchel und Anis ergibt es eine wohltuende Mischung bei Verdauungsbeschwerden, mit Eibisch und Spitzwegerich eine sanfte Unterstützung bei Husten und Heiserkeit. Auch fertige Lutschpastillen aus der Apotheke nutzen häufig Süßholzextrakt in Kombination mit weiteren Wirkstoffen.
Dosierung und Einnahmedauer: Worauf Sie achten sollten
So wirksam Süßholz ist – die Dosierung erfordert Achtsamkeit. Als Richtwert gelten etwa fünf bis fünfzehn Gramm getrocknete Wurzel pro Tag, was rund zwei bis drei Tassen Tee entspricht. Die Europäische Arzneimittelagentur empfiehlt, einen täglichen Glycyrrhizingehalt von 100 Milligramm nicht regelmäßig zu überschreiten.
Mindestens ebenso wichtig wie die Tagesdosis ist die Anwendungsdauer. Süßholz sollte nicht länger als vier bis sechs Wochen am Stück eingenommen werden. Danach empfiehlt sich eine Pause von mindestens zwei bis vier Wochen, um den Mineralstoffhaushalt zu entlasten.
Eine interessante Alternative für die Langzeitanwendung stellt sogenanntes DGL dar, also deglycyrrhizinisiertes Süßholz. Hier wurde der größte Teil des Glycyrrhizins entfernt, sodass die schleimhautschützende Wirkung erhalten bleibt, das Risiko für Nebenwirkungen jedoch deutlich sinkt. DGL eignet sich besonders bei chronischen Magenbeschwerden.
Nebenwirkungen und Risiken: Wann Süßholz nicht geeignet ist
Die Schattenseite des Glycyrrhizins zeigt sich vor allem bei längerer oder höher dosierter Einnahme. Es kann zu einem Anstieg des Blutdrucks, einem Verlust von Kalium und zu Wassereinlagerungen kommen – Symptome, die in der Fachsprache als Pseudoaldosteronismus bezeichnet werden. Spürbar werden diese Veränderungen häufig durch Kopfschmerzen, Schwellungen an Knöcheln oder Augenlidern und Muskelschwäche.
Aus diesem Grund ist Süßholz in folgenden Situationen nicht geeignet: in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Bluthochdruck, bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei Nieren- oder Lebererkrankungen sowie bei niedrigen Kaliumwerten. Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind zu beachten – insbesondere mit Entwässerungsmitteln, Herzglykosiden, Kortisonpräparaten und blutdrucksenkenden Arzneien. Vor einer regelmäßigen Anwendung empfiehlt sich daher die Rücksprache mit dem Hausarzt, Apotheker oder einem erfahrenen Phytotherapeuten.
Süßholz kaufen: Qualität erkennen
Beim Kauf lohnt sich der Blick auf die Qualität. Bio-zertifizierte Ware aus kontrolliertem Anbau ist die erste Wahl, da Süßholz Schadstoffe aus dem Boden aufnehmen kann. Die ganze, ungeschnittene Wurzel hält ihre Inhaltsstoffe am längsten, eignet sich aber weniger für die schnelle Teezubereitung. Geschnittene oder pulverisierte Wurzel ist praktischer, sollte aber zügig verbraucht werden.
In der Apotheke sind zudem standardisierte Fertigpräparate erhältlich – als Tropfen, Kapseln oder Lutschpastillen –, die einen definierten Wirkstoffgehalt garantieren. Für medizinische Anwendungen ist diese Standardisierung oft vorteilhafter als die freie Dosierung über Teeaufgüsse. Die Lagerung erfolgt am besten trocken, lichtgeschützt und in einem gut verschließbaren Gefäß.
Süßholz in der modernen Naturheilkunde
In der zeitgenössischen Phytotherapie hat sich Süßholz einen festen Platz erobert. Die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes hat die Wurzel positiv monographiert, vor allem für die Anwendung bei Magenschleimhautentzündungen und Atemwegsbeschwerden. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt Süßholz weiterhin als Harmonisierer und ist Bestandteil unzähliger Rezepturen. Auch im Ayurveda findet Yashtimadhu, wie die Wurzel dort genannt wird, breite Anwendung bei Verdauungs- und Atemwegsbeschwerden.
Aktuelle Forschungen untersuchen zudem mögliche Effekte gegen Leberbeschwerden, virale Infekte und sogar bestimmte Hautkrebsvorstufen. Die wissenschaftliche Datenlage wächst, und Süßholz erweist sich dabei zunehmend als eine Heilpflanze, deren traditionelle Anwendungen sich auch im Labor bestätigen lassen.
Fazit
Süßholz ist weit mehr als die Grundlage für Lakritz. Es ist eine kraftvolle Heilpflanze mit jahrtausendealter Tradition und beachtlicher wissenschaftlicher Bestätigung. Bei Magenbeschwerden, Husten, Halsentzündungen und stressbedingter Erschöpfung kann die Wurzel echte Linderung bringen, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt wird.
Entscheidend ist das Maß. Wer die empfohlene Dosis und Anwendungsdauer respektiert, mögliche Kontraindikationen beachtet und im Zweifel ärztlichen Rat einholt, kann von einer der wertvollsten Heilpflanzen profitieren, die die Natur zu bieten hat. Süßholz verlangt nach Respekt – belohnt diesen aber mit einer Wirkkraft, die in dieser Vielseitigkeit unter Heilpflanzen seinesgleichen sucht.
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Häufige Leserfragen zu Süßholz als Heilpflanze
Ist Süßholz dasselbe wie Lakritz?
Nein, hier gibt es einen wichtigen Unterschied. Süßholz bezeichnet die reine Wurzel der Pflanze Glycyrrhiza glabra und gilt als Heilpflanze. Lakritz hingegen ist ein industrielles Produkt aus Süßholzextrakt, Zucker, Mehl, Sirup und Aromen. Während die Wurzel medizinisch wirksam ist, sollte Lakritz eher als Süßigkeit verstanden werden – zumal handelsübliches Lakritz oft nur geringe Mengen tatsächlicher Süßholzbestandteile enthält. Tipp: Für therapeutische Zwecke greifen Sie immer zur reinen Wurzel oder zu standardisierten Apothekenpräparaten.
Wie lange darf ich Süßholz einnehmen?
Als Faustregel gilt: nicht länger als vier bis sechs Wochen am Stück. Anschließend sollte eine Pause von mindestens zwei bis vier Wochen eingelegt werden, damit sich der Mineralstoffhaushalt regenerieren kann. Der enthaltene Wirkstoff Glycyrrhizin kann bei dauerhafter Einnahme den Kaliumspiegel senken und den Blutdruck steigen lassen. Wer Süßholz langfristig nutzen möchte, etwa bei chronischen Magenproblemen, sollte auf deglycyrrhizinisiertes Süßholz (DGL) ausweichen – hier ist das problematische Glycyrrhizin weitgehend entfernt.
Hilft Süßholztee wirklich bei Sodbrennen?
Ja, und das sogar recht zuverlässig. Süßholz fördert die Schleimproduktion der Magenschleimhaut und legt einen schützenden Film über gereiztes Gewebe. Bei akutem Sodbrennen kann eine Tasse frisch aufgebrühter Süßholztee spürbare Linderung bringen. Tipp: Trinken Sie den Tee langsam in kleinen Schlucken etwa zwanzig Minuten vor den Mahlzeiten. Bei wiederkehrendem Sodbrennen empfiehlt sich allerdings DGL-Süßholz, das sich auch für eine längere Anwendung eignet.
Darf ich Süßholz in der Schwangerschaft einnehmen?
Nein, in der Schwangerschaft und Stillzeit ist von Süßholz dringend abzuraten. Studien deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen hohem Süßholzkonsum während der Schwangerschaft und Auffälligkeiten in der kindlichen Entwicklung hin, etwa bezüglich Konzentration und Stressregulation. Auch eine vorzeitige Wehentätigkeit wird diskutiert. Wer auf den charakteristischen Geschmack nicht verzichten möchte, sollte auf Fenchel-Anis-Kümmel-Tee als sanfte Alternative zurückgreifen.
Welche Nebenwirkungen sind bei Süßholz möglich?
Bei längerer Einnahme oder höheren Dosen kann es zu Bluthochdruck, Kaliumverlust, Wassereinlagerungen und Kopfschmerzen kommen. In selteneren Fällen werden Muskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen beobachtet. Erste Warnsignale sind oft geschwollene Knöchel, ein aufgedunsenes Gesicht oder ein ungewöhnlich starkes Durstgefühl. Wer solche Symptome bemerkt, sollte die Einnahme sofort beenden und gegebenenfalls den Blutdruck kontrollieren lassen.
Wie bereite ich Süßholztee richtig zu?
Übergießen Sie einen gehäuften Teelöffel der zerkleinerten Wurzel mit etwa 250 Millilitern kochendem Wasser und lassen Sie den Aufguss zugedeckt rund zehn Minuten ziehen. Das Abdecken ist wichtig, damit die ätherischen Öle nicht verdampfen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Tipp für mehr Wirkung: Kombinieren Sie Süßholz mit Fenchel und Anis bei Magenproblemen oder mit Eibisch und Spitzwegerich bei Husten. Pro Tag genügen zwei bis drei Tassen.
Kann Süßholz bei Husten helfen?
Ja, hier zeigt die Wurzel eine ihrer ältesten Stärken. Die enthaltenen Saponine wirken schleimlösend und auswurffördernd, weshalb Süßholz besonders bei festsitzendem Husten und beginnender Bronchitis hilfreich ist. Auch bei trockenem Reizhusten beruhigt die Wurzel die gereizten Atemwegsschleimhäute. Praktischer Tipp: Das Kauen eines kleinen Stücks der ganzen Wurzel über mehrere Minuten lindert Halskratzen und Heiserkeit zuverlässig – eine bewährte Methode, die schon Sänger und Redner früher Zeiten zu schätzen wussten.
Wechselwirkt Süßholz mit Medikamenten?
Ja, und das ist ein wichtiger Punkt. Süßholz kann die Wirkung von Entwässerungsmitteln, Herzglykosiden wie Digitalis, Kortisonpräparaten und blutdrucksenkenden Medikamenten beeinflussen. Auch bei der Einnahme der Antibabypille und bei blutverdünnenden Mitteln ist Vorsicht geboten. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte vor einer Süßholzkur unbedingt mit dem Hausarzt oder Apotheker sprechen. Selbst harmlos wirkende Naturheilmittel können durchaus relevante Wechselwirkungen entfalten.
Letzte Aktualisierung am 19.08.2026 um 08:03 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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