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Arnika Heilpflanze

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Arnika Heilpflanze

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Wissenswertes

Arnika (Arnica montana) zählt zu den bekanntesten Heilpflanzen. Im Volksmund wird sie auch gerne Bergdotterblume genannt. Dies hängt mit ihrem Vorkommen in höhergelegenen Regionen zusammen. So manche Bergwiese leuchtet wunderbar in jenem kräftig gelborangen Farbton, der den Blüten der Arnikapflanze eigen ist.

Traditionell findet die Pflanze Anwendung bei äußerlichen Verletzungen/Entzündungen wie Muskelzerrungen, Blutergüssen, rheumatischen Gelenksbeschwerden, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Ekzemen, Sonnenbränden, Insektenstichen, Neuralgien, Thrombosen oder schlecht heilenden Wunden.

Im folgenden Beitrag erfahren Sie alles über Wirkung, Anwendung und auch mögliche Nebenwirkungen der dottergelben Pflanze.

Was man über die Arnikapflanze wissen sollte

Die Arnica montana – so ihr lateinischer Name – zählt zur Gattung der Korbblütler. Ihr krautiger, behaarter Stängel kann bis zu fünfzig Zentimeter hoch werden. Er entspringt einer nah am Boden liegenden Rosette aus vier bis sechs Blättern. Am Stängel selbst bilden sich ebenfalls ein bis zwei sich gegenüberstehende Blattpaare. Arnika ist mehrjährig und bevorzugt saure Böden. Kalk wird von der Pflanze gemieden.

Die Heilpflanze entwickelt eine einzelne, dottergelbe Blüte. Die Blütezeit ist mit Juni bis maximal August relativ kurz. Die Blüte der Arnika wirkt charakteristischerweise zerzaust und asymmetrisch.

Arnika wächst und gedeiht in höheren Regionen West- und Mitteleuropas. So findet man die Pflanze gehäuft in Alpengegenden.

Obwohl der Nutzen als Heilpflanze geschichtlich schon lange Zeit bekannt ist, existieren dazu nur wenige frühere Aufzeichnungen. Sebastian Kneipp verhalf der Arnikapflanze schließlich zu ihrem Durchbruch in der Naturheilkunde.

Aufgrund ihrer heilenden Wirkung ist Arnika eine beliebte Sammelpflanze, weswegen ihr natürliches Auftreten mittlerweile selten ist. Aus diesem Grund steht sie unter Naturschutz und darf in der freien Natur nicht mehr gesammelt werden. Daher wird Arnika vorwiegend landwirtschaftlich angebaut, um sie anschließend industriell nutzen zu können. Auch ein privater Anbau im hauseigenen Garten ist möglich, wenn auch nicht ganz einfach.

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Heilkraft

Die Heilkraft der Arnikapflanze

Für die arzneiliche Anwendung bedarf es der Blüten der Heilpflanze. Die enthaltenen Inhaltsstoffe (Sesquiterpenlactone, Flavonoide, ätherisches Öl, Phenolcarbonsäuren und Cumarine) wirken desinfizierend, entzündungshemmend, schmerzstillend und durchblutungsfördernd. Arnikablüten werden zu Salben, Tinkturen, Cremen oder Mundspülungen verarbeitet. Wesentlich ist es, diese Arzneien ausschließlich äußerlich anzuwenden, da bei innerlicher Anwendung die Gefahr von Vergiftungen gegeben ist. Die Einnahme homöopathischer Verdünnungen birgt kein Risiko.

Zum Einsatz kommen Arnikaprodukte bei verschiedensten Beschwerden und Erkrankungen:

  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • Entzündungen eines Haarbalgs (Furunkel)
  • Entzündliche Reaktionen auf Insektensichte
  • Rheumatische Muskel- und Gelenksbeschwerden
  • Venenentzündungen oberflächlicher Art (Krampfadern/Venenschwäche)
  • Prellungen/Verstauchungen/Quetschungen
  • Sonnenbrände/leichte Verbrennungen
  • Flüssigkeitsansammlungen in Haut und Unterhaut (Ödeme)
  • Schlecht heilende Wunden

Anwendung

Die Anwendung von Arnika

Zur Herstellung der Heilpräparate werden ausschließlich die Blüten der Pflanze genutzt. Im Handel ist eine Vielzahl fertiger Arzneimittel zu finden (Salben, Öle, Tinkturen,…). Bei eigener Herstellung ist unbedingt zu beachten, dass die Pflanze in der freien Natur nicht gesammt werden darf, da sie unter Naturschutz steht.

Im eigenen Garten kann Arnika auf etwas Rosenerde angepflanzt werden. Der Anbau gestaltet sich jedoch schwierig. Zwar ist Arnika eine grundsätzlich recht anspruchslose Pflanze, sie gedeiht jedoch nicht auf jedem Boden. Der Erde sollte etwas Sand beigemengt werden. Die Pflanze liebt leicht sauren Boden und darf keinesfalls gedüngt werden. Außerdem ist daran zu denken, Unkraut möglichst rasch zu entfernen.

Die Blütenernte startet im Juli. Wesentlich ist die schonende Trocknung: Die Blüten werden im luftigen Schatten unter regelmäßigem Wenden vorsichtig getrocknet. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass es zu keiner direkten Sonneneinstrahlung kommt, da die kostbaren Blüten sonst leicht verwelken und so nutzlos werden.

Am häufigsten wird Arnika in Form von Tinkturen angewendet. Mit entsprechend schonend getrockneten Blüten lässt sich solch eine Tinktur auch leicht selbst herstellen: In einem Schraubdeckelglas werden die Blüten der Heilpflanze mit hochprozentigem Alkohol (Doppelkorn oder Weingeist eignet sich gut) übergossen, bis sie gut bedeckt sind. Bei geschlossenem Deckel lässt man die Mischung etwa zwei bis sechs Wochen ziehen. Danach muss die Arznei nur noch abgeseiht und in vorzugsweise dunkle Flaschen gefüllt werden.

Anwendungshinweis

Arnikatinkturen werden verdünnt angewendet. Drei- bis zehnfach verdünnt finden sie Anwendung in Form von Umschlägen und Einreibungen bei rheumatischen Erkrankungen, Furunkeln, Insektenstichen, Lymphödemen, Zerrungen, Prellungen, Stauchungen oder Blutergüssen. Zur Soforthilfe bei Sonnenbrand sollte eine zehnfache Verdünnung genutzt werden. Zum Spülen entzündeter Mund- und Rachenschleimhaut empfiehlt es sich, die Tinktur fünf- bis zehnfach zu verdünnen. Das zugesetzte Wasser sollte abgekocht werden.

Nebenwirkungen

Wie Sie die Arnikapflanze sicher anwenden, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden

Arnika darf keinesfalls innerlich angewendet werden, da die Gefahr des Todes durch Vergiftung bzw. ein Fehlgeburtenrisiko gegeben ist. Homöopathische Präparate können problemlos angewendet werden. Allergien gegen Arnika können auftreten. Außerdem birgt eine längere und/oder unverdünnte Anwendung von Arnika die Gefahr, Hautareale (dauerhaft) zu schädigen.

Der direkte Kontakt der Arzneipräperate mit offenen Wunden und den Augen sollte unbedingt vermieden werden.

Von der Anwendung der Heilpflanze bei schwangeren/stillenden Frauen und Kindern unter zwölf Jahren wird abgeraten, da keine Studien zur Unbedenklichkeit des Wirkstoffes vorliegen.

Bezugsquellen

Sie erhalten die Tinktur und sämtliche Fertigarzneimittelpräparate Arnika-Gel, Arnika-Creme oder Arnika-Massageöl für die jeweilige Anwendung entsprechend dosiert in Apotheken und Drogerien. Lesen Sie vor Behandlungsbeginn stets die jeweilige Packungsbeilage durch oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wie Sie das betreffende Arnika-Präparat richtig anwenden.

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Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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Letzte Aktualisierung am 7.06.2019 um 09:50 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API