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Cranberry – Wirkung & Anwendung der Wirkstoffe als Heilpflanze

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Cranberry Heilpflanze

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Viele kennen die Moosbeere, die im Englischen als Cranberry bezeichnet wird. Heutzutage hat diese alte indianische Heilpflanze insbesondere bei den Damen als Mittel gegen die Blasenentzündung einen hervorragenden Ruf. Aufgrund ihres hohen Mineralstoff- und Vitamingehalts ist sie jedoch ebenso sonst nützlich für die Gesundheit. Hier kann man mehr über Anwendung, Wirkung sowie Nebenwirkungen der Cranberry nachlesen.

Wissenswertes

Bei der Cranberry handelt es sich um einen mehrjährigen, immergrünen Zwergstrauch, der zu der Gattung der Heidelbeeren sowie zu der Familie der Ericaceae (Heidekrautgewächse) gehört. Neben der widerstandsfähigen Vaccinium macrocarpon (Großfruchtigen Moosbeere) gibt es zudem die Vaccinium oxycoccos (Gewöhnliche Moosbeere).

Diese Cranberry-Zwergsträucher tragen dunkelgrüne, eiförmige, kleine Blätter, die weißlich an der Unterseite erscheinen. Ab dem Monat Juni blühen rosa Blüten. Diese bewegen sich im Wind so ähnlich wie ein Kranichkopf. So bekam diese Pflanze ihre Bezeichnung crane berry, auf Deutsch Kranichbeere (ebenso Kranbeere).

Süß-saure, rote, kleine Beeren entwickeln sich aus den Blüten, die einen Durchmesser von maximal dreizehn Millimetern bei der Gewöhnlichen Moosbeere respektive 25 Millimetern bei der Großfruchtigen Moosbeere haben. Ab September können die Beeren geerntet werden.

Die Cranberry stammt ursprünglich aus den Hochmooren, die sich im östlichen Nordamerika befinden. Dort wurde sie schon von den Ureinwohnern in Amerika vielseitig medizinisch eingesetzt. Heute benutzen Frauen den Cranberry-Saft am liebsten zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten.

In Amerika werden drei Viertel dieser auf der ganze Welt kultivierten Moosbeeren angebaut. Mindestens 1.000 Anbaugebiete bei einer 14.000 Hektar großen Produktionsfläche gibt es dort. Beim Ernten machen die kommerziellen Produzenten davon Gebrauch, dass diese kleinen Cranberries weniger wiegen als Wasser: Diese fluten mit Wasser die Felder, trennen mit Maschinen die Früchte von den Stängeln, damit diese an die Wasseroberfläche kommen. Dort werden sie abgeschöpft.

Wirkung Cranberry

Die Cranberry hat eine antioxidative, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Bei der Moosbeere ist für die antibakterielle Wirksamkeit das Proanthocyanidin verantwortlich, welches zu einer entsprechend großen Gruppe der pflanzlichen Sekundärstoffen, diesen Flavonoiden, gehört.

Die Proanthocyanidine hindern die Bakterien entsprechend daran, dass diese sich an den Wänden in den Harnwegen anheften. Das beugt Harnwegsinfektionen vor. Nach wissenschaftlichen Studien profitieren insbesondere Frauen von dem Saft der Cranberry, die unter wiederkehrenden Harnwegsinfekten leiden.

So wie die Cranbeery in den Harnwegen gegen Bakterien vorgeht, hilft diese möglicherweise ebenso den Helicobacter pylori, einen Magenkeim, der beim Entstehen von Magenkrebs vorkommen soll. Nach aktuellsten Erkenntnissen ist außerdem die Moosbeere offenbar ebenso wirksam gegen Pseudomonas aeruginosa, ein Bakterium, das beispielsweise Harnwegs- und Atemwegsinfektionen verursacht.

Die Wirkstoffe der Moosbeere scheinen ebenso auf den Zähnen und im Mund die Bakterienanzahl verringern zu können und sind hilfreich beim entzündeten Zahnhalteapparat (Paradontitis).

Antioxidative Wirkung

Cranberrys beinhalten antioxidative Substanzen, die die Zellen vor diesen freien Radikalen entsprechend schützen sollen. Im Körper entstehen solche aggressiven Sauerstoffverbindungen insbesondere durch schlechte Lebensgewohnheiten (Alkohol, Nikotin), Umweltgifte und Stress. Sie begünstigen Krankheiten wie Arteriosklerose oder Krebs und das Altern der Haut.

An freie Radikale können sich Antioxidantien binden und diese damit unschädlich machen. Außerdem ist es ihnen offenbar möglich, dieses böse LDL-Cholesterin zu senken sowie an den Gefäßwänden entzündliche Prozesse zu lindern. Es ist noch genauer zu erforschen, wie weit bei der Cranberry die antioxidative Wirkung geht.

Zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine

Die Cranberry ist ebenso gesund wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C. In einer Menge von 100 Gramm sind 40 Milligramm dieses wertvollen Vitamins zu finden.

Mit ihrem hohen Anteil an organischen Säuren (wie etwa Zitronen- oder Apfelsäure) bewirkt die Moosbeere, dass Mineralstoffe und Vitamine nach dem Ernten noch lange erhalten bleiben.

Andere wichtige Inhaltsstoffe der Moosbeere sind Phosphor, Natrium und Kalium.

Anwendung

Für Arzneimittel werden lediglich die Beeren dieser Cranberry-Pflanze als getrocknete Früchte oder Saft verwendet. In erster Linie erfolgt das Anwenden innerlich; äußere Anwendungen werden ebenso gelegentlich als Umschlag oder Maske beschrieben.

Für viele sekundären Pflanzenstoffe sind keinerlei Daten zur Bioverfügbarkeit vorhanden (Menge des Wirkstoffs, der in dem Blutkreislauf ankommt). Das heißt: Welcher Anteil an Cranberry-Saft exakt zu trinken ist, damit man sich vor einer Blasenentzündung schützt, ist nicht klar. Bis maximal ein Liter des Moosbeeren-Saftes oder die passende Menge in Kapselform wird empfohlen.

Anwendungsbereiche für Cranberry

Vielfältig sind die Anwendungsgebiete der Moosbeere. Als ziemlich gesichert gilt ein Einsetzen bei:

  • Vitamin-C-Mangel
  • vorbeugend bei Blasenentzündung

Ein Nutzen ist in folgenden Fällen möglich:

  • bakterielle Infekte
  • Erkältungskrankheiten mit Husten und Fieber
  • zum Stärken des Immunsystems
  • vorbeugend bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose
  • Magenverstimmung
  • Mundhygiene (Paradontitis), Zahnbelag
  • Hautausschlag

Nebenwirkung

Lediglich besonders selten werden nach dem Anwenden von Cranberry-Produkten Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet. Gelegentliche Bauchschmerzen können durch die enthaltenen Gerbstoffe ausgelöst werden.

Anwendungshinweise

Beim Anwenden von Cranberry liegen bei stillenden und schwangeren Frauen keinerlei Erkenntnisse zur Unbedenklichkeit vor.

Vorsichtig sein sollten Personen mit Nierensteinen beim Anwenden von Cranberry. Laut den Beobachtungen ist es möglich, dass die Wirkstoffe dieser Beeren entsprechend dazu beitragen, dass nach der Entfernung der Nierensteine wieder welche gebildet werden. Wenn man demnach Harn- oder Nierensteine hat beziehungsweise derartige Steine schon beseitigt wurden, sollte man vor dem Anwenden von Cranberry-Produkten mit dem Apotheker oder dem Arzt seines Vertrauens Rücksprache halten.

Eine Verlängerung der Blutungszeit ist durch Cranberry möglich. Wenn man den Gerinnungshemmer Warfarin zu sich nimmt, sollte man deswegen vor dem Anwenden der Moosbeere einen Mediziner um Rat fragen. Cranberry darf dann möglicherweise lediglich in kleinen Mengen oder am besten überhaupt nicht zu sich genommen werden. Für sämtliche Mittel aus Cranberry gilt: Man sollte die Packungsbeilage sowie die Dosisanweisungen beachten.

Bezugsquelle

Als Arzneimittel sind die Extrakte der Moosbeere bisher keinesfalls anerkannt sowie verfügbar. Allerdings gibt es eine Reihe an Nahrungsergänzungsmitteln als Brausetabletten, Tabletten, Lutschtabletten, Kapseln, Granulat, Pulver und Saft mit dem Cranberry-Extrakt. Diese kann man in der Apotheke, in Reformhäusern und Drogerien kaufen.

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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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