Start Naturheilkunde Heilpflanzen Cayennepfeffer - Wirkung & Anwendung der Wirkstoffe als Heilpflanze

Cayennepfeffer – Wirkung & Anwendung der Wirkstoffe als Heilpflanze

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Cayennepfeffer Heilpflanze

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Cayennepfeffer (Capsicum frutescens) ist seit Jahrtausenden als scharfes Gewürz bekannt. Seine Schärfe entsteht durch den natürlichen Wirkstoff Capsaicin, welcher im zudem eine heilende Wirkung verleiht. Cayennepfeffer wirkt entzündungshemmend und Juckreiz lindernd auf der Haut.

Aus diesem Grund kommt er häufig bei Rheuma, Schuppenflechten, Juckreiz, schmerzhaften Muskelverspannungen, Nervenschmerzen oder Arthrose zum Einsatz. Bereits unsere Vorfahren wussten von der verdauungsfördernden Wirkungsweise des Cayennepfeffers.

Dieser Beitrag beleuchtet das breite Spektrum der uralten Heilpflanze mit kulinarischen Vorzügen.

Wissenswertes

Seit mehr als 9.000 Jahren ist Südamerika die Heimat des Cayennepfeffers. Die Portugiesen brachten das wunderbare Gewürz um 1500 nach Indien, Asien und Europa. Heute ist diese Pflanze wild wachsend in fast allen tropischen Gefilden der Erde zu finden, wodurch Cayennepfeffer seine weltweite Anerkennung als wertvolles Gewürz oder medizinisches Wunder erlangte.

Cayennepfeffer gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solonaceae), wird bis zu 100 Zentimeter hoch und gedeiht als mehrjährige Pflanze. Seine Blätter sind oval bis lanzettlich und wachsen einem buschartigen Strauch.

Die Früchte des Cayennepfeffers entwickeln sich aus einer weißen, sternförmigen Blüte und glänzen leuchtend rot. Jede spitzkegelige Cayennepfeffer Beere wird bis zu zwei Zentimetern lang und gedeiht aufrecht an den zarten Ästen.

In den kapselähnlichen Früchten entwickeln sich weiße, runde Samen, welche direkt an den falschen Scheidenwänden von hohlen Kammern sitzen. Diese bewirken gemeinsam mit dem Fruchtfleisch eine stark brennende Schärfe. Botaniker unterscheiden verschiedene Schärfegrade zwischen null und zehn.

Im Gegensatz zum nicht scharfen Gemüsepaprika mit dem Schärfegrad null besitzt Cayennepfeffer den Schärfegrad acht. Aus diesem Grund darf er bei brennenden Gewürzzubereitungen wie Sambal Olek oder Tabasco auf keinen Fall fehlen.

Die seit vielen Jahren anerkannte Heilwirkung von Cayennepfeffer zeigt sich darin, dass heute zahlreiche Fertigarzneimittel wie Pflaster, Umschläge, Salben als auch Cremes Bestandteile dieser Gewürz- und Heilpflanze aufweisen.

Mithilfe von Kreuzungen und Auslese gelang zudem die Züchtung unterschiedlicher Sorten des Cayennepfeffers. Aus diesem Grund trägt die lateinische Bezeichnung des Artnamens von Capsicum frutescens den Zusatz “s.l.” (Übersetzung: im weiteren Sinne). Für die medizinische Nutzung wichtig sind vor allem C. annuum var. minimum und C. frutescens.

Heilkraft

Die heilende Wirkung von Cayennepfeffer entsteht durch Hauptinhaltsstoffe wie Flavonoide, Capsaicinoide (0,3 bis 1 %), Karotinoide als auch fettes Öl. Capsaicin hat den größten Anteil aller Capsaicinoide im Cayennepfeffer. Capsaicin wirkt juckreiz- und schmerzlindernd. Zudem wirkt Cayennepfeffer bei äußerlicher Anwendung auch entzündungshemmend.

Aus diesem Grund ist das Naturheilmittel bei der Behandlung verschiedener Gelenk-, Muskel-, Nervenschmerzen, aber auch Juckreiz angezeigt. Die Linderung der Beschwerden wird durch ein sanftes Wärme- und Schmerzgefühl auf der Haut ausgelöst. Dies lenkt vom ursprünglichen Schmerz ab.

Langjährige Erfahrungen, in Kombination mit Ergebnissen klinischer Studien, ermöglichen die Nutzung von Cayenne Pfeffer zur äußerlichen Behandlung von:

  • Arthrose (Gelenkschmerzen)
  • Diabetische Polyneuropathie (Nervenschädigungen aufgrund von Diabetes mellitus)
  • Muskelverspannungen (Wirbelsäule, Schulter-Arm Bereich)
  • Postzoster-Neuralgie (Nervenschmerzen aufgrund einer Gürtelrose)
  • Pruritus (Juckreiz auf der Haut)
  • Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte)
  • Rheuma (Beschwerden und Gelenkschmerzen im Bewegungsapparat)

Traditionell kommt der Pfeffer innerlich zur Anwendung bei Blähungen, Koliken und Verdauungsstörungen. Auch zum Gurgeln eignet sich Cayenne Pfeffer bei chronischer Kehlkopfentzündung oder Halsschmerzen. Bis dato fehlen jedoch klinische Wirksamkeitsstudien, damit die Zulassung einer inneren Anwendung von Cayennepfeffer erfolgen kann.

Anwendung

Zur Fertigung von Arzneimitteln wie Cremes, Salben, Verbände oder Pflaster kommen reife, getrocknete Früchte oder das Harzöl von Cayennepfeffer zum Einsatz. Alternativ dazu werden auch Dickextrakte oder Tinkturen des scharfen Gewürzes genutzt.

Die jeweilige Anwendung des Naturheilmittels ist in der beiliegenden Packungsbeilage beschrieben. Alternativ erteilen Ärzte oder Apotheker weitere Auskünfte zur Anwendung von Cayennepfeffer.

Nebenwirkungen

Die Wirkung von Cayennepfeffer geht mit normalen Anzeichen wir Hautrötungen, Wärmeentwicklung und Brennen einher. Nach der Anwendung klingen diese wieder ab. Sollten diese Anzeichen weiter bestehen bleiben, handelt es sich großer Wahrscheinlichkeit nicht um Nebenwirkungen, sondern um Überempfindlichkeitsreaktionen. In diesem Fall ist die Behandlung mit Cayennepfeffer abzubrechen.

Grundsätzlich empfehlen Ärzte, die Anwendung dieser Präparate auf maximal zwei Tage zu beschränken. Im anderen Fall können bei Pflastern und Umschlägen mit Capsaicin von über 0,075 % Schädigungen sensibler Nerven auftreten.

Dem gegenüber ist die Anwendung von Cremes und Salben mit weniger als 0,075 Prozent Capsaicin über einen längeren Behandlungszeitraum möglich. Dies trifft genau dann zu, wenn die Präparate sehr dünn aufgetragen werden.

Studien jüngeren Datums zeigen, dass in diesem Fall selbst nach einer Behandlungsdauer von bis zu neun Wochen keine Nebenwirkungen zu bemerken sind.

Anwendungshinweise

Unabhängig von der Zubereitungsart kann Cayennepfeffer bereits in geringen Mengen Schleimhäute stark reizen. Besonders betroffen sind die Augen davon. Ein stark schmerzendes Brennen gilt als typisches Anzeichen für diese Reizung.

Entsprechend ist von einer Anwendung des Cayennepfeffers auf bereits geschädigten Hautpartien abzuraten. Zudem ist der Kontakt mit Schleimhäuten unbedingt zu vermeiden. Um einen versehentlichen Kontakt bereits im Vorfeld zu vermeiden, ist es ratsam, die Hände nach jeder Behandlung mit Cayennepfeffer sehr gründlich zu reinigen.

Bezugsquelle

Salben, Cremes, Umschläge und Pflaster mit dem wertvolle Cayennepfeffer Inhaltsstoff Capsaicin sind in allen Drogeriemärkten und Apotheken (stationär oder online) erhältlich. Unabhängig von der jeweiligen Bezugsquelle ist es empfehlenswert, im Vorfeld der Anwendung von Cayennepfeffer den beiliegenden Beipackzettel genau zu lesen.

Alternativ dazu beantworten auch Ärzte und Apotheker noch offene Fragen. Für den kulinarischen Genuss ist Cayennepfeffer in verschiedenen Schärfegraden in allen Supermärkten und auf sämtlichen Wochenmärkten erhältlich. Um Cayenne selbst anzubauen und zu ernten, halten Pflanzengeschäfte junge Pflanzen oder Sämereien bereit.

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Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

Letzte Aktualisierung am 9.01.2021 um 15:26 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API