Start Naturheilkunde Heilpflanzen Ginkgo - Wirkung & Anwendung der Wirkstoffe als Heilpflanze

Ginkgo – Wirkung & Anwendung der Wirkstoffe als Heilpflanze

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Ginkgo Heilpflanze – Bei Demenz und Durchblutungsproblemen

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Heilkraft

Zu der klinischen Wirkung des Ginkgos sind bis jetzt lediglich wenige Studien vorhanden. Jedoch sprechen zahlreiche Daten für positive Wirksamkeiten der Pflanze auf diese Durchblutung in Beinen sowie Armen (periphere Durchblutung) und in dem Gehirn (zerebrale Durchblutung). Gemäß einer internationalen Leitlinie ist es möglich, aus den Blättern dieses Baumes Extrakte neben zwei weiteren Wirkstoffen (Memantine, Cholinesterase-Hemmer) zum medikamentösen Behandeln von Demenz-Symptomen einzusetzen. Die durchblutungsfördernde Wirksamkeit dieser Pflanze soll zur Linderung der Beschwerden beitragen.

Durchblutungsstörungen im Gehirn

Selbst in der Bundesrepublik wird diese Heilpflanze bei Demenz verwendet: Dieser geläufige Ginkgo-biloba-Extrakt EgB761 ist hier zugelassen zum Lindern der Beschwerden, welche aufgrund hirnorganisch bedingter Leistungseinbußen bei Demenzen (demenziellen Syndromen) ergeben. Zu den entscheidendsten dieser Beschwerden gehören:

  • Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnisschwäche
  • Stimmungslabilität mit Ängstlichkeit
  • Kopfschmerzen

Die Heilpflanze wird außerdem unterstützend beim Behandeln von Tinnitus (Ohrgeräuschen) und Vertigo (Schwindel) angewendet, wenn sie auf altersbedingte Rückbildungsvorgänge oder Durchblutungsstörungen beruhen.

Durchblutungsstörungen in Beinen und Armen

Bei der pAVK (peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, ebenso als Raucherbein oder Schaufensterkrankheit bezeichnet) ist es möglich, dass der Ginkgo-Exakt auch die Behandlung unterstützt: Dieser kann beim regelmäßigen Einnehmen die schmerzfreie Gehstrecke von den Patienten verlängern. Hierzu wird dieses pflanzliche Präparat zusammen mit physikalisch-therapeutischen Maßnahmen, vor allem Gehtraining, verwendet.

Anwendung

Die getrockneten oder frischen Blätter des Baumes werden arzneilich verwendet. Diese beinhalten als wichtigste Inhaltsstoffe Ginkgolsäuren, Bilobalid, Diterpenlactone (Ginkgolide) und Flavonoide. Potenziell schädliche oder inaktive Substanzen in diesen Blättern werden mithilfe der Herstellung spezieller Aceton-Wasser-Extrakte beseitigt.

Als Fertigarzneimittel (zum Beispiel Ginkgo-Tabletten) sollte die Heilpflanze angewendet werden, damit die Wirksamkeit sichergestellt wird; die Dosierung ist unbedingt der entsprechenden Packungsbeilage zu entnehmen.

Weil die effektive Dosis an Wirkstoffen lediglich über die alkoholischen Extrakte erreichte werden, ist vom Zubereiten sowie dem Trinken des Ginkgo-Tees abzuraten. Die Tees, die es in dem freien (Internet-) Handel zu kaufen gibt, werden oft keineswegs kontrolliert. Es ist möglich, dass diese demnach ebenso schädliche Substanzen aus diesen Blättern (Ginkgotoxine und Ginkgolsäuren) beinhalten; daher wird der Erwerb des Ginkgo-Tees nicht empfohlen.

Samen in der TCM als Heilmittel

In China gelten die gerösteten Ginkgo-Samen als Delikatesse. Sie werden seit Jahrtausenden in der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) gegen Asthma, Husten, Blasenprobleme, Bronchitis, Hautbläschen, Krätze und Verdauungsstörungen angewendet. Jedoch gibt es zur Wirkung der gerösteten Samen keinerlei aussagekräftigen klinischen Studien. Zudem ist es möglich, dass diese ernste Nebenwirkungen auslösen. Mehr hierzu liest man im folgenden Abschnitt.

Nebenwirkung

Leichte Magen-Darm-Beschwerden (wie etwa Durchfall und Übelkeit) sind besonders seltene Ginkgo-Nebenwirkungen, jedoch ebenso allergische Hautreaktionen, Schwindel oder Kopfschmerzen. Beim längeren Anwenden ist es möglich, dass es zu Blutungen kommt; ob wirklich die Heilpflanze hierfür zuständig ist, ist jedoch noch keineswegs abschließend geklärt. Allerdings gibt es Daten, welche durch Ginkgo ein erhöhtes Blutungsrisiko bestätigen. Daher sollte man vor Operationen oder Zahnbehandlungen zur eigenen Sicherheit mit dem behandelnden Mediziner über das Einnehmen derartiger Präparate sprechen. Von dem gleichzeitigen Einnehmen von Ginkgo und Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen, rät man vorsichtshalber ab.

Achtung bei Samen!

Das Verzehren von mindestens zehn gerösteten Ginkgo-Samen jeden Tag löst möglicherweise schwachen Puls, Atembeschwerden, Schock, Bewusstseinsverlust und Krampfanfälle aus. Die frischen Samen sind noch gefährlicher, welche große Mengen dieses Gifts Ginkgotoxin beinhalten. Es ist möglich, dass das Verzehren zu schweren Nebenwirkungen, wie etwa Krampfanfällen und tatsächlich zum Tod führt.

Wissenswertes

Ginkgo, botanisch auch Ginkgo biloba genannt, gilt als eine dieser ältesten Baumarten weltweit und wird seit Jahrtausenden als Heilpflanze eingesetzt. Die Wirkstoffe dieser Ginkgo-Blätter werden mithilfe von alkoholischen Auszügen bei Durchblutungsstörungen in Beinen, Armen und Gehirn (wie Tinnitus, Demenz, periphere arterielle Verschlusskrankheit) verwendet. Hier liest man mehr über Ginkgo: Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen und andere interessante Informationen.

Seit fast 200 Millionen Jahren hat dieser Ginkgo-biloba-Baum, der bis zu 35 Meter hoch ist, sein Aussehen kaum verändert. Daher wird er ebenso als lebendes Fossil bezeichnet. Er ist zweihäusig. Dies bedeutet, dass es rein weibliche und rein männliche Exemplare dieses Baumes gibt. Seine Blätter sind oft zweigeteilt, ledrig und lang gestielt. Die gelbliche, fleischige Außenschicht der Samen hat einen unangenehmen Buttersäure-Geruch. Jedoch sind die Samen selbst essbar und in China als Delikatesse besonders beliebt.

Der Baum ist in Ostasien beheimatet, wo dieser als Tempelbaum traditionell noch stets eine große Bedeutung hat. Überdies wird dieser in Nordamerika und in Europa zunehmend als Zierbaum kultiviert.

Der Ginkgo-Baum ist dieser einzige noch lebendige Vertreter seiner Gattung (Ginkgoaceae). Er gehört systematisch in die Verwandtschaft von den Nadelhölzern. Allerdings verliert er seine Blätter jeden Herbst.

Anwendungshinweise

Vor dem Anwendungsbeginn wird mindestens zu einer eingehenden Blutuntersuchung geraten, da durch die Heilpflanze eventuell die Blutungsneigung erhöht wird.

Man sollte den Arzt informieren, wenn man Ginkgo-Präparate (oder andere pflanzliche und auch rezeptfreie Präparate) einnimmt. Dies gilt insbesondere dann, falls er einem andere Arzneimittel verschreiben möchte. Für die Therapieplanung sowie möglichen Wechselwirkungen zwischen den Präparaten könnte das entscheidend sein.

Ist eine Überempfindlichkeit gegen die Heilpflanze bekannt, sind Zubereitungen in allen Formen, wie Tropfen, Tabletten etc. zu meiden.

In der Stillzeit und Schwangerschaft sollte man die Heilpflanze keineswegs anwenden, weil hierzu bislang keinerlei Studien zur Unbedenklichkeit vorhanden sind.

Bezugsquellen

Präparate mit diesem besonderen Trockenextrakt aus diesen Blättern des Baumes sind in der festen Form als Ginkgo-Kapseln und Ginkgo-Tabletten sowie als Ginkgo-Tropfen in flüssiger Form in der Apotheke erhältlich. Das tägliche Einnehmen zwischen 120 und 240 Milligramm Ginkgo-Blattextrakt sowie eine Behandlungsdauer zwischen sechs und acht Wochen werden empfohlen.

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Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

Letzte Aktualisierung am 16.01.2021 um 16:17 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API