Nase zu im August? Warum jetzt nicht Gräser, sondern Beifuß und Ambrosia schuld sind

Nase zu im August? Warum jetzt nicht Gräser, sondern Beifuß und Ambrosia schuld sind

Der Hochsommer neigt sich dem Ende zu, die Wiesen sind längst gemäht, und die Gräserblüte, die vielen Allergikern von Mai bis Juli das Leben schwer macht, ist Geschichte. Eigentlich also die Zeit, in der man wieder tief durchatmen könnte. Stattdessen berichten viele Menschen genau jetzt von einer verstopften Nase, brennenden Augen und ständigem Niesreiz. Der erste Gedanke: eine Sommergrippe, aufgeschnappt in der Klimaanlage des Büros oder im zugigen Freibad.

In vielen Fällen steckt jedoch etwas anderes dahinter. Denn während die Gräser abgeblüht sind, beginnt für zwei Pflanzen erst die Hochsaison: Beifuß und Ambrosia. Beide gehören zu den Korbblütlern, beide setzen große Mengen an Pollen frei, und beide sind bei Allergikern gefürchtet. Wer die Zusammenhänge kennt, kann seine Beschwerden nicht nur richtig einordnen, sondern auch gezielt etwas dagegen tun.

Beifuß und Ambrosia Info
Beifuß und Ambrosia Info

Was ist Spätsommer-Pollenflug? Beifuß und Ambrosia im Überblick

Der Pollenkalender in Mitteleuropa läuft nicht mit dem Hochsommer aus. Er verschiebt sich lediglich – weg von Bäumen und Gräsern, hin zu den Kräutern. Diese sogenannte dritte Pollensaison beginnt etwa Mitte Juli und kann sich bis in den Oktober ziehen.

Beifuß – der unauffällige Dauergast am Wegrand

Beifuß (Artemisia vulgaris) ist eine Pflanze, an der die meisten Menschen achtlos vorbeigehen. Sie wird bis zu zwei Meter hoch, hat graugrüne, gefiederte Blätter und unscheinbare, gelblich-braune Blütenköpfchen, die kaum als Blüten wahrgenommen werden. Genau darin liegt ihre Tücke: Beifuß blüht von Juli bis September, vor allem im August, und wächst bevorzugt dort, wo niemand hinschaut – an Wegrändern, Bahndämmen, Flussufern, auf Schuttplätzen und in verwilderten Gartenecken.

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Der Pollen ist leicht und wird vom Wind über größere Distanzen getragen. Schon vergleichsweise geringe Konzentrationen reichen aus, um bei sensibilisierten Menschen Beschwerden auszulösen. Beifuß gilt in Deutschland als das wichtigste Kräuterallergen überhaupt.

Ambrosia – klein in der Menge, groß in der Wirkung

Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), auch Traubenkraut oder Ragweed genannt, stammt ursprünglich aus Nordamerika und hat sich über Vogelfutter und Baumaterialien nach Europa ausgebreitet. Sie blüht später als Beifuß, etwa von August bis Oktober, und verlängert damit die Pollensaison bis weit in den Herbst hinein.

Was Ambrosia so problematisch macht, ist die außergewöhnlich hohe allergene Potenz ihrer Pollen. Während bei den meisten Pflanzen erst Konzentrationen von etwa 50 Pollen pro Kubikmeter Luft zu deutlichen Symptomen führen, können bei Ambrosia bereits einstellige bis niedrig zweistellige Werte spürbare Reaktionen auslösen. Eine einzige Pflanze produziert dabei mehrere Millionen Pollenkörner. Typische Standorte sind Baustellen, frisch aufgeschüttete Erde, Maisfelder, Straßenränder und – besonders häufig – der Boden unter Vogelfutterstellen im Garten.

Beifuß und Ambrosia am Wegrand
Beifuß und Ambrosia am Wegrand

Typische Symptome: So äußert sich die Spätsommer-Allergie

Die Beschwerden ähneln denen anderer Pollenallergien, fallen aber oft heftiger aus. Im Vordergrund stehen anfallsartige Niesattacken, eine wechselnd laufende oder komplett verstopfte Nase sowie juckende, gerötete und tränende Augen. Viele Betroffene klagen zusätzlich über einen Juckreiz im Gaumen, in den Ohren oder im Rachen – ein Symptom, das bei Erkältungen praktisch nie auftritt.

Hinzu kommen unspezifische Begleiterscheinungen, die häufig unterschätzt werden: Abgeschlagenheit, Konzentrationsprobleme, Kopfdruck und schlechter Schlaf durch die nächtliche Nasenatmungsbehinderung. Wer das nicht zuordnen kann, fühlt sich schlicht „ausgelaugt vom Sommer“.

Eine Besonderheit zeigt sich bei Ambrosia: Ihre Pollen zerfallen leicht in kleinere Bruchstücke, die tiefer in die Atemwege gelangen als intakte Pollenkörner. Deshalb sind hier häufiger als bei anderen Allergenen auch die unteren Atemwege beteiligt. Trockener Reizhusten, ein Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit bei Belastung oder pfeifende Atemgeräusche sind Warnzeichen, die man nicht abtun sollte – sie können auf ein beginnendes allergisches Asthma hindeuten.

Allergie oder Sommergrippe? Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale

Die Abgrenzung gelingt im Alltag besser, als viele denken, wenn man auf einige Details achtet.

Ein Infekt geht typischerweise mit Fieber oder erhöhter Temperatur, Gliederschmerzen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl einher. Das Nasensekret ist anfangs klar, wird nach zwei bis drei Tagen aber zäher und gelblich-grünlich. Halsschmerzen treten als brennender Schmerz beim Schlucken auf. Nach etwa sieben bis zehn Tagen klingt das Ganze ab.

Bei einer Allergie fehlt das Fieber. Das Nasensekret bleibt über Wochen dünnflüssig und wasserklar. Statt Halsschmerzen dominiert ein hartnäckiger Juckreiz – in Nase, Augen und Gaumen. Und: Die Beschwerden sind wetterabhängig. An trockenen, warmen und windigen Tagen verschlimmern sie sich deutlich, ein kräftiger Regenschauer bringt oft innerhalb weniger Stunden Erleichterung.

Der vielleicht klarste Hinweis ist die Dauer. Wer im August drei, vier Wochen lang „erkältet“ ist und dabei kein einziges Mal richtig krank war, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Sommergrippe. Auch ein wiederkehrendes Muster über mehrere Jahre hinweg – immer dieselben Wochen, immer dieselben Symptome – spricht deutlich für eine Allergie.

Kreuzallergien: Warum Sellerie, Pfeffer und Kräuter jetzt Probleme machen

Ein Aspekt, der in der Beratung häufig zu kurz kommt, betrifft die Ernährung. Beifußallergiker reagieren überdurchschnittlich oft auch auf bestimmte Lebensmittel, weil deren Eiweißstrukturen denen der Pollen ähneln. Das Immunsystem verwechselt sie schlicht. Fachlich spricht man vom Beifuß-Sellerie-Gewürz-Syndrom.

Betroffen sind vor allem Sellerie, Karotte, Fenchel, Petersilie und Anis, dazu zahlreiche Gewürze wie Pfeffer, Kümmel, Koriander, Curry, Senf und Muskat. Auch Kamille, Sonnenblumenkerne, Mango und Litschi können Reaktionen auslösen. Bei Ambrosia stehen daneben Melone, Banane, Gurke und Zucchini im Fokus.

Die Symptome zeigen sich meist unmittelbar beim Essen: ein Kribbeln oder pelziges Gefühl an Lippen, Zunge und Gaumen, manchmal begleitet von Schwellungen der Mundschleimhaut oder Halskratzen. In der Regel bleibt es dabei. Selten – vor allem bei Sellerie – kann es jedoch zu schwereren Reaktionen mit Atemnot oder Kreislaufproblemen kommen.

Praktisch relevant ist, dass die Beschwerden während der Pollensaison stärker ausfallen als im Winter, weil das Immunsystem ohnehin gereizt ist. Wer also im August plötzlich Kamillentee nicht mehr verträgt oder nach dem Sellerie-Salat ein Kribbeln im Mund verspürt, sollte das im Kontext sehen. Gekochtes Gemüse wird übrigens meist besser vertragen als rohes, da Hitze viele der auslösenden Eiweiße zerstört. Bei Sellerie und Gewürzen gilt das allerdings nur eingeschränkt.

Wirkung und Anwendung: Was hilft bei Beifuß- und Ambrosia-Allergie?

Bewährte medizinische Maßnahmen

Antihistaminika der zweiten Generation, etwa mit den Wirkstoffen Cetirizin oder Loratadin, dämpfen die Ausschüttung von Histamin und lindern Niesreiz, Fließschnupfen und Augenjucken zuverlässig. Sie machen deutlich weniger müde als ältere Präparate. Bei ausgeprägter Nasenverstopfung sind kortisonhaltige Nasensprays das Mittel der Wahl – sie wirken lokal, entfalten ihre volle Wirkung aber erst nach einigen Tagen und sollten deshalb regelmäßig und vorbeugend angewendet werden.

Eine einfache, aber wirkungsvolle Basismaßnahme ist die tägliche Nasendusche mit isotoner Salzlösung. Sie spült Pollen mechanisch aus der Nasenschleimhaut, befeuchtet das Gewebe und verringert die Reizschwelle. Ideal ist die Anwendung abends nach dem Nachhausekommen.

Naturheilkundliche Ansätze mit Substanz

Aus der Naturheilkunde haben sich einige Optionen als sinnvolle Ergänzung etabliert. Schwarzkümmelöl wird traditionell bei allergischen Beschwerden eingesetzt; die enthaltenen Bestandteile, allen voran Thymochinon, wirken entzündungshemmend und immunmodulierend. Übliche Dosierung sind ein bis zwei Teelöffel täglich über mehrere Wochen, wobei die Wirkung langsam eintritt.

Standardisierte Pestwurz-Extrakte gehören zu den am besten untersuchten pflanzlichen Optionen bei allergischem Schnupfen. Wichtig ist hier ausschließlich die Verwendung von Fertigpräparaten, die von leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloiden befreit sind – Eigenzubereitungen sind gefährlich.

Bei gereizten Augen bringen kühle Umschläge mit Augentrost-Tee Linderung. Auch Quercetin, ein Pflanzenstoff aus Zwiebeln, Äpfeln und Kapern, wird wegen seiner mastzellstabilisierenden Eigenschaften geschätzt.

Wichtig zur Einordnung: Diese Verfahren können Beschwerden mildern und den Bedarf an Medikamenten senken. Sie ersetzen bei ausgeprägten Symptomen, bei Atemnot oder bei bekannten Kreuzallergien mit schweren Reaktionen jedoch keine ärztliche Behandlung. Und Vorsicht bei der Pflanzenwahl: Kamille, Ringelblume und Arnika sind selbst Korbblütler und können bei Beifußallergikern die Beschwerden verstärken.

Kreuzallergie Sellerie und Gewürze
Kreuzallergie Sellerie und Gewürze

Tipps für den Alltag: So kommen Allergiker gut durch den Spätsommer

Der wirksamste Hebel bleibt, die Pollenlast zu reduzieren. Die tagesaktuelle Pollenflugvorhersage – etwa über die Apps der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst – hilft, Aktivitäten zu planen. Auf dem Land ist die Belastung morgens am höchsten, in der Stadt eher am Abend; entsprechend sollte man Joggen oder Gartenarbeit legen.

Getragene Kleidung gehört nicht ins Schlafzimmer, und Haare sollten abends gewaschen werden, damit die anhaftenden Pollen nicht die ganze Nacht auf dem Kissen bleiben. Pollenschutzgitter an den Schlafzimmerfenstern reduzieren den Eintrag deutlich, ebenso ein Pollenfilter in der Autolüftung, der jährlich gewechselt werden sollte.

Ein besonderer Punkt betrifft den eigenen Garten. Ambrosia lässt sich an ihren doppelt gefiederten, beidseitig grünen Blättern und den grünlichen Blütenähren erkennen. Wer sie entdeckt, sollte sie vor der Blüte samt Wurzel entfernen – mit Handschuhen, bei größeren Beständen zusätzlich mit Feinstaubmaske. Die Pflanzen gehören in den Restmüll, nicht auf den Kompost. Allergiker selbst sollten diese Arbeit besser abgeben.

Für den Urlaub gilt: An der Küste, auf den Nordseeinseln und im Hochgebirge oberhalb von etwa 1.500 Metern ist die Pollenkonzentration deutlich geringer. Umgekehrt sind Regionen wie Ungarn, Norditalien oder der Balkan im Spätsommer stark Ambrosia-belastet.

Naturheilkundliche und medizinische Anwendung
Naturheilkundliche und medizinische Anwendung

Hilfe bei Problemen: Wann zum Arzt?

Ein Allergietest ist sinnvoll, wenn die Beschwerden über zwei Jahre in Folge zur gleichen Jahreszeit auftreten, wenn rezeptfreie Mittel nicht ausreichend wirken oder wenn beim Essen bestimmter Lebensmittel Reaktionen im Mundbereich auftreten. Beim Allergologen kommen Pricktest und Blutuntersuchung zum Einsatz; die molekulare Diagnostik kann heute recht genau zeigen, gegen welche Einzelbestandteile sich die Reaktion richtet – wichtig für die Einschätzung des Kreuzallergie-Risikos.

Dringend ärztlich abgeklärt werden sollten zunehmende Atembeschwerden, Husten in der Nacht, Kurzatmigkeit bei geringer Belastung oder ein Engegefühl in der Brust. Ein unbehandelter allergischer Schnupfen kann über die Jahre in ein allergisches Asthma übergehen, der sogenannte Etagenwechsel. Je früher gegengesteuert wird, desto besser.

Die einzige Behandlung, die an der Ursache ansetzt, ist die spezifische Immuntherapie, umgangssprachlich Hyposensibilisierung. Über drei Jahre wird das Immunsystem schrittweise an das Allergen gewöhnt, per Spritze oder als Tablette beziehungsweise Tropfen. Gerade bei Beifuß und Ambrosia lohnt sich der Aufwand, weil die Beschwerden oft ausgeprägt sind und die Kreuzreaktionen im Ernährungsbereich mitunter ebenfalls nachlassen. Der ideale Startzeitpunkt liegt außerhalb der Saison – für Kräuterpollen also im Spätherbst oder Winter. Wer jetzt leidet, sollte den Termin also für den November einplanen.

Fazit

Ein hartnäckiger Schnupfen im August ist selten eine Sommergrippe. Viel wahrscheinlicher sind Beifuß und Ambrosia, deren Pollenflug genau dann seinen Höhepunkt erreicht, wenn niemand mehr mit Allergien rechnet. Klares Sekret, anhaltender Juckreiz, fehlendes Fieber und eine deutliche Wetterabhängigkeit sind die entscheidenden Hinweise.

Wer die Zusammenhänge kennt, kann doppelt profitieren: Er behandelt gezielter statt mit Erkältungsmitteln ins Leere zu greifen, und er erkennt mögliche Kreuzreaktionen bei Sellerie, Karotte oder Gewürzen, bevor sie zum Rätsel werden. Mit konsequenter Pollenvermeidung, einer sinnvollen Kombination aus medikamentöser und naturheilkundlicher Unterstützung und – wo angezeigt – einer Hyposensibilisierung lässt sich der Spätsommer deutlich beschwerdefreier erleben.

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Häufige Leserfragen zum Thema

Woran erkenne ich, ob ich auf Beifuß oder auf Ambrosia reagiere?

Am zeitlichen Verlauf lässt sich das grob eingrenzen: Beifuß blüht vor allem im Juli und August, Ambrosia von August bis Oktober. Wer noch im September und Oktober Beschwerden hat, sollte an Ambrosia denken. Sicherheit bringt aber nur ein Allergietest beim Arzt, da beide Pflanzen zur selben Familie gehören und häufig gemeinsam eine Rolle spielen.

Kann eine Pollenallergie plötzlich im Erwachsenenalter auftreten?

Ja, und das ist häufiger als vermutet. Eine Sensibilisierung kann sich über Jahre aufbauen, ohne Symptome zu machen, und dann scheinbar aus dem Nichts ausbrechen. Auch Menschen jenseits der 40 oder 50 entwickeln erstmals Heuschnupfen. Umgekehrt können bestehende Allergien im Alter auch schwächer werden.

Warum vertrage ich Sellerie im Winter, aber im August nicht?

Während der Pollensaison ist das Immunsystem bereits dauerhaft aktiviert. Die Reizschwelle sinkt, dadurch fallen Kreuzreaktionen deutlich stärker aus. Außerhalb der Saison verträgt derselbe Mensch oft problemlos, was ihm im August Beschwerden macht. Rohkost ist dabei kritischer als gegartes Gemüse.

Darf ich als Beifußallergiker Kamillentee trinken?

Vorsicht ist angebracht. Kamille gehört wie Beifuß zu den Korbblütlern und kann bei Sensibilisierten Reaktionen auslösen – von Kribbeln im Mund bis zu Schwellungen. Das gilt ebenso für Ringelblume, Arnika und Schafgarbe, auch in Salben und Kosmetik. Als Alternative eignen sich Pfefferminz-, Fenchel- oder Melissentee, sofern hier keine eigene Unverträglichkeit besteht.

Hilft es, das Fenster nachts geschlossen zu halten?

Nur bedingt, denn die Belastung folgt einem Tagesrhythmus. In der Stadt ist die Pollenkonzentration abends und nachts am höchsten, auf dem Land in den frühen Morgenstunden. Städter sollten deshalb morgens lüften, Landbewohner abends – jeweils kurz und kräftig statt mit dauerhaft gekipptem Fenster. Ein Pollenschutzgitter reduziert den Eintrag zusätzlich erheblich.

Sind pflanzliche Mittel eine echte Alternative zu Antihistaminika?

Sie sind eine sinnvolle Ergänzung, aber kein vollwertiger Ersatz bei starken Beschwerden. Standardisierte Pestwurz-Extrakte und Schwarzkümmelöl können die Symptomlast messbar senken und den Medikamentenbedarf reduzieren. Ihre Wirkung setzt jedoch langsamer ein und fällt individuell unterschiedlich aus. Bei Atemnot, Asthmazeichen oder ausgeprägten Kreuzallergien führt kein Weg an ärztlicher Behandlung vorbei.

Kann sich aus dem Heuschnupfen wirklich Asthma entwickeln?

Das Risiko ist real und wird als Etagenwechsel bezeichnet: Die Entzündung wandert von der Nase in die Bronchien. Bei unbehandeltem allergischem Schnupfen betrifft das über die Jahre einen erheblichen Anteil der Patienten. Gerade bei Ambrosia ist die Gefahr erhöht, weil die Pollen tiefer in die Atemwege gelangen. Frühe konsequente Behandlung senkt dieses Risiko deutlich.

Wann sollte ich eine Hyposensibilisierung beginnen?

Der Start liegt idealerweise außerhalb der Pollensaison, bei Kräuterpollen also zwischen November und Februar. So ist der Körper bis zum nächsten Sommer bereits eingestellt. Die Behandlung dauert etwa drei Jahre und ist die einzige Therapie, die an der Ursache ansetzt. Wer jetzt leidet, vereinbart den Termin am besten noch im Spätsommer für den kommenden Winter.

Letzte Aktualisierung am 17.10.2026 um 10:23 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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