In Zukunft zahlt die Kasse die Brille

In Zukunft zahlt die Kasse die Brille – aber nur ab vier oder sechs Dioptrien

Früher oder später erwischt es beinahe jeden – die Sehkraft nimmt vor allem im Alter häufig ab. Das ist keine Freude und bedeutet meistens hohe Kosten für eine passende Brille, oder Kontaktlinsen. Vom Gesetzgeber scheint es aber nun ein Trostpflaster zu geben, zumindest für die, welche richtig schlechte Augen haben.

Eine Brille wird in Deutschland von mehr als 40 Millionen Menschen getragen. Ein Drittel dieser müssen ihre Brille sogar ständig tragen. Lediglich 28% brauchen ihre Brille nur bei Gelegenheit, etwa beim Lesen. Unter den Brillenträgern gibt es insgesamt mehr Frauen als Männer. Rund 59 bis 67 Prozent der Frauen tragen eine Brille. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Person in Ost- oder Westdeutschland lebt, laut der Statistik des Allensbacher Instituts für Demoskopie.

Für alle Menschen mit einer sehr ausgeprägten Sehschwäche gibt es allerdings eine gute Nachricht. Bisher mussten Brillenträger die Kosten immer selber tragen. In Zukunft ist es möglich, dass die Brillen wieder auf Rezept erhalten werden können, durch die gesetzlichen Krankenkassen. Eine Einschränkung gibt es hier dennoch, denn die Brille auf Rezept gibt es nur, wenn der Brillenträger nachweislich mehr als sechs Dioptrien hat.

Liegt eine Hornhautverkrümmung vor, dann gibt es die Brille auf Rezept bereits ab vier Dioptrien. Hierzu wurde eine Regelung im Bundestag, im Rahmen des Gesetztes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung, verabschiedet. Zuvor hatte sich der DBSV, der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband, für eine Änderung eingesetzt.

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Alle gesetzlich Krankenversicherten mit Sehbehinderungen hatten bis zum Jahr 2003 Anspruch auf eine Sehhilfe. Seitdem steht eine kostenlose Brille durch die Krankenkasse nur Erwachsenen zu, die lediglich maximal 30 Prozent Sehvermögen besitzen. Die Kosten für eine Kompensation einer Sehschwäche, die weniger stark ausgeprägt ist, mussten selber getragen werden. Lediglich Kinder und Jugendliche sind von dieser Regelung ausgenommen. Sie müssen keine Gläser selber zahlen.

Die Kosten einer Brille der Betroffenen können nur abgefedert werden, wenn sie diese in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung absetzen. Auch wenn in Zukunft die Kosten einer Brille bei vier oder sechs Dioptrien übernommen werden, so ist die steuerliche Absetzung für Brillenträger mit weniger Dioptrien weiterhin möglich.

Vermutlich tritt die Regelung Mitte März in Kraft.

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Jan Oliver Fricke
Als Autor, Verleger und Naturgesundheitsexperte beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Heilpflanzen, natürliche Gesundheitsvorsorge, Ernährung und ganzheitliches Wohlbefinden. Meine Überzeugung ist, dass viele gesundheitliche Beschwerden durch eine bewusste Lebensweise, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und die sinnvolle Nutzung natürlicher Heilmittel positiv beeinflusst oder sogar vermieden werden können. In meinen Fachartikeln verbinde ich klassische Erkenntnisse der Naturheilkunde mit aktuellen wissenschaftlichen Studien und modernen Recherchemethoden. Dabei nutze ich auch künstliche Intelligenz als unterstützendes Werkzeug zur Informationsanalyse, Recherche und Aufbereitung komplexer Themen. Die inhaltliche Bewertung, Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen jedoch stets bei mir persönlich. Mein Ziel ist es, Leserinnen und Lesern verständliche, fundierte und praxisnahe Informationen an die Hand zu geben, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen. Für Fragen, Anregungen oder weitere Informationen können Sie mich gerne über Vitaes kontaktieren.

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