Aronia Heilpflanze

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Aronia Heilpflanze

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Die Aronia (Apfelbeere)

Die blauschwarzen Beeren der Aronia sind wichtige Lieferanten von Mineralien, Spurenelementen sowie zahlreichen Vitaminen. Die auch als Apfelbeere bekannte Frucht ist eine regelrechte “Gesundheitsbeere”. Ihr wird eine entzündungshemmende, und eine antioxidative Wirkung nachgesagt. Darüber hinaus helfen ihre Inhaltsstoffe bei der Senkung des Cholesterins im Blut.

Lesen Sie hier, wie die Apfelbeere angewandt wird. Sie erfahren alles über deren Wirkung und Nebenwirkungen in diesem Artikel.

Wissenswertes

Wichtige Fakten der Aronia

Der zu den Rosengewächsen(Rosaceae) zählende Strauch ist sehr robust. Botanisch wird zwischen der Roten Aronia und der Schwarzen Apfelbeere unterschieden. Schon die Ureinwohner Nordamerikas wussten um die heilende Wirkung dieser Pflanze. Seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts, wird die Aronia auch in Europa kultiviert. Die meisten Anbaugebiete finden sich in Osteuropa. Hier werden beide Sorten erfolgreich angebaut. Dort sind die Heilkräfte der Pflanze schon länger bekannt.

Die Blätter der Aronia sind ellipsenförmig. Der Strauch bildet im Frühling Blüten, die an Schirme erinnern. Aus denen entwickeln sich die typischen Beeren. Diese sind etwa erbsengroß und geformt wie Äpfel. Äußerlich ähneln die Beeren der Aronia den Heidelbeeren. Die Erntezeit liegt im Herbst, genauer zwischen August und Oktober. Der leicht herbe Geschmack kann als süß-sauer bezeichnet werden.

In der Nahrungsmittelindustrie wird der Farbstoff (Anthocyan) oft zum Einfärben von Lebensmitteln verwendet.

Heilkraft

Welche Heilräfte stecken in der Beere?

Die Apfelbeere soll nicht nur cholesterinsenkend, entzündungshemmend, blutzuckerregulierend und gefäßerweiternd wirken. Sie soll sogar antioxidativ sein. Das bedeutet, dass die Inhaltsstoffe sogenannte “Freie Radikale” bekämpfen. Diese schädigen die Körperzellen.

Der hohe Gehalt an Nährstoffen und Vitaminen macht die Aroniabeere sehr gesund. Die Abwehrkräfte und das Immunsystem werden durch die enthaltenen Vitamine C und K, sowie durch die Folsäure gestärkt. Auch das Bindegewebe benötigt Vitamin C für den Aufbau. Für Schwangere ist Folsäure extrem wichtig, sie kann Missbildungen bei dem ungeborenen Kind verhindern.

In der Aronia steckt aber noch mehr. Vitamin A(Betacarotin) ist genauso enthalten, wie viele B-Vitamine.

Darüber hinausgehend enthält die Apfelbeere jede Menge Spurenelemente und Mineralien. Dazu zählen zum Beispiel Jod, Kalium und Magnesium. Aber auch Kalzium Zink und Eisen sind in der Beere vorhanden. Diese Stoffe sind für viele Funktionen im Körper mitverantwortlich. Die Blutbildung und die Wundheilung werden durch sie beeinflusst. Ebenso die Bildung von Nerven, Muskeln und Knochen.

Die sekundären Pflanzenstoffe dienen als Anioxidantien. Einer dieser Stoffe ist der Farbstoff (Anthocyan), dieser gehört in die Gruppe der Flavonoiden. Die Pflanze wird durch ihn vor zuviel Licht geschützt. Im menschlichen Körper wirkt der Stoff als Radikalfänger, also antioxidant:

Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die im geringen Maß normal sind. Bei ungesunder Lebensweise, zum Beispiel durch den Genuss von Alkohol und Tabak, oder zuviel Stress, vermehren sich die Freien Radikale. Auch äußere Umwelteinflüsse können dafür verantwortlich sein. Wird dies zuviel, kann sich die Körperzelle nicht mehr selbst reparieren. Dadurch wird nicht nur der Alterungsprozess beschleunigt, es begünstigt auch die Entstehung von zahlreichen Krankheiten.

Dem wirken die Inhaltsstoffe der Aronia dadurch entgegen, dass die Freien Radikale gebunden werden. Hauptsächlich dafür verantwortlich ist das Anthocyan. In 100 Gramm der Beeren stecken 2000 Mg des Farbstoffs. Heimische Beeren enthalten im Vergleich dazu nur etwa 500-800 Gramm.

Der eindeutige Beweis, dass Antioxidantien aus Gemüse und Obst eine therapeutische Wirkung haben, steht bisher allerdings noch aus.

Anwendung

Die Anwendung der Aronia

Ausschließlich die Beeren der Aronia werden arzneilich verwendet. Und das nur innerlich. Die Pflanze ist nicht für den äußeren Gebrauch geeignet.

Die Apfelbeeren können in verschiedenster Weise eingenommen werden. Oft werden sie als Saft, oder Tee getrunken. Ein aus Aronia hergestellter Essig kann gegen die Symptome einer Erkältung wirken. Die Beere wird aber auch als Tablette und Trinkampulle angeboten. Sie können die Beeren auch einfach in getrockneter Form essen.

Die, von Heilpraktikern, empfohlene Menge für einen Erwachsenen liegt bei 100 ml Saft. Das entspricht 15 Gramm der getrockneten Beeren. Für Kinder sollte die Dosis halbiert werden.

Produkte aus Aronia enthalten viele Gerbstoffe, daher sollten sie nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Anwendungshinweise

Wann wird Aronia angewandt?

Die Apfelbeere ist nicht nur leicht abführend, sie fördert auch den Harndrang. Die Aronia sorgt für Entschlackung, da das Wasser aus dem Körper geschwemmt wird(Diuretikum). Die Apfelbeere hält nicht nur den Blutdruck niedrig, auch der im Blut enthaltene Fettgehalt wird gesenkt. Sogar der Blutzucker wird positiv beeinträchtigt. Die Gerbstoffe der Aronia helfen bei Leberschäden. Aber auch Beschwerden mit der Galle, dem Magen und dem Darm können durch die Gerbstoffe gelindert werden.

Der Aronia werden auch heilende Kräfte im Kampf gegen Krebs nachgesagt. Besonders gegen Darmkrebs kann sie vorbeugend wirken. Oft werden nach Chemotherapien Mittel aus dieser Heilpflanze zur Regeneration eingesetzt.

Menschen die an der Eisenspeicherkrankheit leiden, können genauso von der Apfelbeere profitieren. Die Inhaltsstoffe binden das Eisen im Blut und bringen es zur Ausscheidung.

Die Anwendungsgebiete kurz zusammengefasst:

  • Eisenspeicherkrankheit
  • grauer Star
  • Diabetis mellitus
  • Darmbeschwerden
  • Erkältungen
  • hoher Cholesterinwert
  • Arteriosklerose
  • Blutdruckbeschwerden
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Viele Studien weisen in den genannten Anwendungsgebieten auf Erfolge hin. Jedoch sind die Studien meist nicht aussagekräftig genug.

Nebenwirkungen

Gibt es bekannte Nebenwirkungen?

In wenigen Fällen können Menschen überempfindlich auf Aronia reagieren. Die Gerbstoffe können für Magenschmerzen sorgen. Um dies zu vermeiden, sollten die Präparate immer nach dem Essen konsumiert werden. Menschen die an Eisenmangel leiden, sollten die Einnahme mit einem Arzt oder Apotheker besprechen. Dies liegt an den enthaltenen Proanthocyanidinen. Diese können sich negativ auf die Blutbildung auswirken.

Durch den blauen Farbstoff werden die Zähne und die Zunge kurzfristig verfärbt.

Wie die meisten anderen Nahrungspflanzen auch, enthalten die Beeren der Aronia einen geringen Anteil an giftiger Blausäure.

Die Menge ist allerdings mit 0,6- 1,2 Milligramm pro 100 Gramm gering. Gefährlich wird Blausäure erst ab einer Dosierung von 0,7 Milligramm je Kilo Körpergewicht. Um diese Dosis zu erreichen, müsste ein Erwachsener mit 70 Kilogramm Gewicht jedoch vier bis acht Kilo Apfelbeeren verzehren. Die Blausäure wird durch den Stoffwechsel außerdem abgebaut.

Bezugsquellen

Wie Sie Produkte aus Aronia erhalten

In Reformhäusern, Drogerien und Apotheken werden Säfte und Trinkampullen aus der Apfelbeere angeboten. Die Beeren können Sie auch in getrockneter Form kaufen. Aber auch als Kapsel und Tee wird diese Heilpflanze verarbeitet.

Natürlich können Sie sich die Aronia auch auf dem eigenen Balkon, oder im Garten selbst züchten.

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