Beinwell Heilpflanze

Beinwell Heilpflanze Heilungskraft Anwendung
Federherz/shutterstock.com

Beinwell Heilpflanze – Heilkraft,  Anwendung und Nebenwirkungen

Der Echte Beinwell, den man auch botanisch Symphytum officinale nennt, wird bereits lange als Heilpflanze eingesetzt. Selbst Paracelsus und Hildegard von Bingen verwendeten diese zum Heilen von Geschwüren, Wunden und Knochenschäden. Heutzutage wird die Heilpflanze beispielsweise bei Gelenk-, Muskelschmerzen, Prellungen und Entzündungen eingesetzt. Nachfolgend kann man etwas über die äußere Anwendung, Wirkung und gefährlichen Nebenwirkungen beim oralen Aufnehmen von Beinwell erfahren.

Wissenswertes

Beinwell wird maximal ein Meter hoch und wächst bevorzugt an nassen Stellen an Bachufern, Waldrainen, auf Äckern, in Gräben, Gebüschen und Wiesen. In seiner Heimat Westasien und Europa ist er ziemlich oft zu finden. Mittlerweile hat man ihn im Norden von Amerika eingebürgert. Außerdem findet man ihn als beliebte Gartenpflanze auf der ganzen Welt in zahlreichen Gärten.

Aus einem saftigen dicken Wurzenstock, der auch Rhizom genannt wird und der in der Erde den Beinwell verankert, ragen diese Pflanzenstängel mit ihren rau-behaarten, länglich schmalen Blättern – diese Pflanze zählt zur Familie der Boraginaceae (Raublattgewächse). Die rot-violetten, in manchen Fällen auch gelblich-weißen glockigen Blüten des Beinwell wachsen – abhängig vom Standort – zwischen Mai und September aus den entsprechenden Achseln dieser oberen Blätter nach unten hängend.

Im lateinischen Begriff des Gewächses befindet sich symphytos, das griechische Wort, welches zusammengewachsen bedeutet. Es weist auf die wundheilende Wirkung hin. Selbst officinalis, der spezifische Artname, gab man nur denjenigen Pflanzen, die man für medizinische Zwecke nutzte. Die deutsche Bezeichnung Beinwell sowie die volkstümlichen Namen Beinwurz und Wallwurz sprechen auch für eine sehr anerkannte, bewährte Heilpflanze. Mit die Wunde wallt, drückte man früher das Zuwachsen der Wunde aus.

Heilkraft Beinwell

Vor allem Allantoin, das im Beinwell enthalten ist, wird für die wundheilende Wirksamkeit verantwortlich gemacht, weil es den Reparationsvorgang bei Wunden unterstützt. In der Pharma-Industrie wird Allantoin vielen Cremes und Salben zur Heilung von Wunden zugesetzt. Andere Wirkstoffe, über die Beinwell verfügt, sind Gerbstoffe (entzündungshemmend), Schleimstoffe (reizlindernd), Rosmarinsäure (entzündungshemmend) und Terpene (pilztötend sowie antibakteriell). Aufgrund dessen, dass sie blutstillend wirkt, sind die Pyrrolizidinalalkaloide, die auch in der Pflanze enthalten sind, bedingt zum äußeren Anwenden geeignet. Wenn man diese Alkaloide innerlich einnimmt, sind sie jedoch krebsfördernd und lebertoxisch. Das innerliche Anwenden von Beinwell ist deshalb besonders gefährlich, weswegen man davon abrät.

Zum Herstellen von Beinwell-Salben, Cremes und -Umschlägen verwendet man die Wurzeln, die man botanisch Symphyti radix nennt, und den Wurzelstock sowie gelegentlich ebenso die oberirdischen Pflanzenteile, die in der Botanik als Symphyti herba bezeichnet werden. Alternativ ist es möglich, dass man abgekocht ein Teil der getrockneten Wurzel auf zehn Teile Wasser für entsprechend warme Umschläge verwendet.

Anwendung Beinwell

Üblich ist das äußere Anwenden von Salben, -Cremes und -Umschlägen, die man oft aus dieser frischen Beinwell-Wurzel herstellt. Bei folgenden Beschwerden ist der Einsatz dieser Heilpflanze medizinisch anerkannt:

  • Zerrungen
  • Prellungen
  • Schwellungen und Schmerzen der Gelenke sowie der Muskeln
  • Verstauchungen
  • Gelenkarthrose
  • Rückenschmerzen
  • Osteoarthritis (Gelenkveränderungen mit Knorpelabbau)
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Epikondylitis (Entzündungen gewisser Knochen)

Zudem ist diese Heilpflanze zur örtlichen Durchblutungsförderung geeignet.

Klinische Studien belegten, dass nichtsteroidales Antirheumatikum, was auch als Diclofenac bezeichnet wird, bei akuten und einseitigen Verstauchungen einer aus Beinwell hergestellten Salbe keinesfalls überlegen war und somit diese Pflanze eine hervorragende Alternative darstellt.

Die Ansicht, dass mit Beinwell Krebs geheilt werden kann, wird von den derzeit vorhandenen wissenschaftlichen Resultaten keinesfalls unterstützt. Deswegen sollte die Heilpflanze auf keinen Fall als einzige Therapieform gegen Tumore angewendet werden.

Aufgrund der zu großen Nebenwirkungen keinesfalls mehr gebräuchlich sowie davon nicht empfohlen ist das innere Anwenden bei Blutungen, Lungenbeschwerden, Magengeschwüren oder Magenschleimhautentzündungen sowie Zahnfleischerkrankungen, Halsschmerzen oder Heiserkeit.

Nebenwirkung

Die Pyrrolizidinalalkaloide, die in den Pflanzen enthalten sind, wirken krebsfördernd, erbgutverändernd und lebertoxisch, wenn man sie innerlich einnimmt. Deshalb ist das orale Aufnehmen besonders gefährlich und auf jeden Fall zu verhindern.

Beim äußeren Anwenden sind als Nebenwirkungen milde Formen von Juckreiz, Hautausschlag, vorübergehende Kälte, Ekzeme, Schnupfen und Übelkeit beobachtet worden.

Anwendungshinweise

Beim äußerlichen Auftragen sind Präparate aus Beinwell, die über Pyrrolizidinalkaloide verfügen, höchstens zwischen vier und sechs Wochen im Jahr (!) anzuwenden. Zudem sollte man derartige Präparate auf keinen Fall auf offene Wunden auftragen.

Viele der Fertigarzneimittel-Präparate dieser Pflanze sind inzwischen frei von Pyrrolizidinalkaloiden. Man kann diese daher ohne Beschränkung auftragen. Diese eignen sich ebenso für Wunden.

In der Stillzeit, Schwangerschaft und bei Kindern, die bis zu drei Jahre alt sind, dürfen Zubereitungen mit Beinwell auf keinen Fall angewendet werden, weil es noch keinerlei klinischen Daten gibt, die die Unbedenklichkeit belegen.

Bezugsquelle

In allen Drogerien und Apotheken ist es möglich, Beinwell-Cremes, -Salben oder -Kompressen bzw. -Umschläge zu kaufen. Man sollte bevorzugt Fertigarzneimittel-Präparate verwenden, weil diese oft keineswegs über die schädlichen Pyrrolizidinalkaloide verfügen. Die Dauer und Art der Anwendung der Heilpflanze kann man in der entsprechenden Packungsbeilage nachlesen und mit dem Apotheker oder Arzt des Vertrauens besprechen.

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