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Birkenblätter Heilpflanze

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Birkenblätter Heilpflanze – Heilkraft,  Anwendung und Nebenwirkungen

Birkenblätter sind für ihre harntreibende Wirkung bekannt. Deshalb werden sie bei entzündlichen Harnwegserkrankungen und bei rheumatischen Erkrankungen als therapeutische Begleitmaßnahme eingesetzt. Nicht nur bei der Schuppenflechte, sondern auch bei anderen Haukrankheiten kann die äußerliche Behandlung mit Birkenrinde wirksam sein. Die Birke wurde bereits von den Neandertalern genutzt. Die Nutzung beschränkte sich allerdings auf den Birkenrinden-Teer als Klebstoff. Im Laufe der Zeit wurde auch die medizinische Heilkraft der Birke erkannt. Im Folgenden können sie mehr über Birkenblätter und die Birkenrinde, über ihre Anwendungsgebiete und ihre Nebenwirkungen erfahren.

Wissenswertes Birkenblätter

Zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) zählen zahlreiche Arten. 35 sind bekannt und überwiegend auf der Nordhalbkugel verbreitet. Bei der Birke handelt es sich um eine anspruchslose Pionierpflanze. Sie ist eine der ersten Pflanzen, die sich nach Eiszeiten, Vulkanausbrüchen oder Waldbränden ansiedelt. Sie vermehrt sich schnell. Der Birkenbaum produziert eine enorme Menge an Samen, die sehr weit fliegen können und auf kargem und feuchtem Untergrund austreiben. In kurzer Zeit verwandelt sich der Keimling zu einem 30 Meter hohen Baum.

In Nord- und Mitteleuropa – aber auch in Nordasien – sind vor allem zwei nah verwandte Arten verbreitet: Hänge-Birke (Betula pendula) und Moor-Birke (Betula pubescens). Typisch ist die papierähnliche, weiße Borke. Auch die überhängenden Zweige zeichnen diese Birkenarten aus. Im Unterschied zur Moor-Birke weist die Hänge-Birke unbehaarte und größere Blätter auf. Die Hänge-Birke bevorzugt trockenere Gegenden. In den Monaten April und Mai haben beide Arten etwas gemeinsam: die Bildung männlicher und weiblicher Blütenstände (“Kätzchen”).

Die erste Nutzung der Birke reicht bis zu den Neandertalern vor 220.000 Jahren zurück. Sie machten aus Birkenteer Klebstoff. In weiterer Folge kam der Birkenteer nicht nur bei der Fertigung von Werkzeug und von Holzbehältern, sondern auch beim Bootsbau zum Einsatz. Der Gattungsname Betula geht zurück auf das lateinische Wort “bitumen” (= Erdpech, Asphalt). Das ist ein deutlicher Hinweis auf die Verwendung als Klebstoff.

Birkenholz ist leicht und nur gering belastbar. Es eignet sich nicht als Bauholz, aber als Furnier- und Möbelholz. Im medizinischen und im kosmetischen Bereich werden Birkenblätter (Betulae folium) und Birkenrinde (Betulae cortex) vielfach verwendet.

Heilkraft Birkenblätter

Die Inhaltstoffe Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Triterpenester (Betulin, Betulinsäure), Gerbstoffe und ätherisches Öl sind maßgeblich an der Wirkung der Birkenblätter beteiligt. Betulin findet sich in der Rinde in konzentrierterer Form als in den Blättern. Die harntreibende Wirkung von Birkenblättern und Birkenrinde ist auf die Flavonoide zurückzuführen. Bei bakteriellen und entzündlichen Krankheiten der ableitenden Harnwege und auch bei Nierengrieß helfen die Wirkstoffe der Birke. Wirkungsvolle Dienste leistet sie auch bei rheumatischen Erkrankungen. Sie fördert die Ausschwemmung möglicher schädlicher Substanzen.

Klinisch untersucht wurde der wirkungsvolle Effekt des Betulin-reichen Extrakts der Birkenrinde bei Erkrankungen der Haut wie Juckreiz (Psoriasis) oder aktinische Keratose (potenzielle Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms, einer Form von Hautkrebs). Weitere Studien stehen noch aus. Deshalb ist die Herstellung von Arzneimitteln noch nicht möglich. Bislang können Patienten lediglich auf kosmetische Hautpflegeprodukte wie Salben zurückgreifen.

Mit Birkenteer (auch Birkenteeröl, Birkenöl, Birkenrindenteer, Birkenrindenteeröl) werden traditionellerweise Akne, Ekzeme, Schuppenflechte und andere Hautleiden behandelt. Ein Nachteil besteht darin, dass der Teer hautreizend und erbgutschädigend wirken kann. Deshalb ist von dieser Anwendungsweise abzuraten.

Anwendung Birkenblätter

Birkenrinde ist äußerlich anzuwenden, Birkenblätter werden innerlich angewendet.

Anwendungsgebiete Birkenblätter

Birkenblätter zählen zu den traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln. Sie sind hilfreich bei Erkrankungen der Harnwege und bei Nierengrieß (als Durchspülungstherapie). Daneben können sie als therapiebegleitende Maßnahme bei rheumatischen Beschwerden unterstützend wirken. Die Tagesdosis an Flavonoiden sollte mindestens 150 bis 200 Milligramm betragen. Fertigarzneimittel in Dragee- oder Tablettenform sind gut geeignet, da sie einen normierten Gehalt an Gesamtflavonoiden aufweisen. Birkenblätter-Tee lässt sich auch eigenhändig herstellen. Die tägliche Ration sollte sechs bis zehn Gramm zerkleinerte Teeblätter betragen. Für eine Tasse sind zwei bis drei Gramm Blätter einzurechnen. Geben Sie dem Tee zehn Minuten Zeit, um zu ziehen. Zur Therapie bei Harnwegserkrankungen und Nierengrieß sollten sie mehrmals pro Tag eine Tasse zu sich nehmen. Frischpflanzenpresssäfte aus Birkenblättern stellen aufgrund ihres hohen Gehalts an Flavonoiden eine Alternative dar.

Zurück zum Tee: Die Birkenblätter lassen sich auch mit anderen Heilpflanzen wie dem Hauhechel kombinieren. Das hilft bei Harnwegsbeschwerden. Bei rheumatischen Beschwerden können Brennnesselblätter, Fenchelfrüchte und Ringelblumentee heilsam wirken.

Birkenrinde Heilkraft Anwendung
A.von Dueren/shutterstock.com

Birkenrinde und ihre Anwendung

Die Birkenrinde ist heilsam bei Schuppenflechte und aktinischer Keratose. 80 Prozent Betulin sollte der aus der Rinde gewonnene Extrakt enthalten, der Kosmetikprodukten wie Cremes und Lotionen zugefügt werden kann. Auf die betroffenen Hautpartien sollte nur eine dünne Schicht aufgetragen werden. Die beiliegende Packungsinformation enthält die exakte und vollständige Anwendungsanleitung.

Nebenwirkungen Birkenblätter

Nebenwirkungen sind weder bei der Anwendung der Birkenblätter noch der Birkenrinde bekannt. Menschen, die unter Birkenpollenallergie leiden, könnten jedoch empfindlich reagieren. Allergikern ist von der Verwendung von Birkenblättern und Birkenrinde als Arzneimittel abzuraten.

Anwendungshinweise Birkenblätter

Im Rahmen der Durchspülungstherapie ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten (mindestens 2 Liter pro Tag).

Auf die Durchspülungstherapie sollten Personen verzichten, die unter Ödemen (Wasseransammlungen) als Folge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit leiden. Dasselbe gilt für Menschen mit fieberhaften Harnwegsinfekten oder einer Prostataentzündung. In diesen Fällen sollten Sie umgehend einen Facharzt konsultieren.

Was Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter zwölf Jahren betrifft, so liefern bisherige Studien noch nicht genug Daten, um die Anwendung der Birkenrinde und der Birkenblätter uneingeschränkt zu empfehlen. Deshalb ist für diese Personengruppen ein Verzicht auf die Anwendung der Birke geboten.

Bezugsquellen Birkenblätter

Die Sammlung von Birkenblättern für den Tee ist im Mai und Juni möglich. Die Blätter sollten ausreichend trocknen. Abgesehen davon sind getrocknete Blätter und Fertigarzneimittel sowie Kosmetikmittel auf der Basis der Birkenblätter und -rinde in gut sortimentierten Drogerien und in Ihrer Apotheke erhältlich. Zur richtigen Anwendung lesen Sie bitte die Packungsbeilage sorgfältig durch und oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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Letzte Aktualisierung am 7.06.2019 um 09:50 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API