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Blutwurz – Wirkung & Anwendung der Wirkstoffe als Heilpflanze

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Blutwurz Heilpflanze – Heilkraft,  Anwendung und Nebenwirkungen

Die Blutwurz ist eine gut verträgliche und gerbstoffreiche Pflanze. Sie schützt die Schleimhaut, wirkt entzündungshemmend und hilft bei Durchfallerkrankungen sowie leichten Schleimhautentzündungen in Mund und Rachen. Außerdem beschleunigt sie die Wundheilung bei kleineren Hautwunden.

Erfahren Sie alles Wissenswerte zur Blutwurz, ihrer Wirkung, der Anwendung sowie den möglichen Nebenwirkungen.

Wissenswertes

Die Blutwurz, auch “Tormentill” oder “Potentilla erecta” genannt, ist eine mehrjährige Pflanze, die sowohl in sandigen, als auch in moorigen und nassen Böden gedeiht und zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zählt. Aus ihrem unterirdischen Wurzelstock, dem sog. Rhizom, wachsen zahlreiche kleine Wurzeln ins Erdreich hinein.

Ihre bis zu 40 cm hoch treibenden, stark verzweigten Stängel tragen dunkelgrüne, gefingerte Blätter, die entweder keinen oder einen kurzen Stiel haben. Die zwischen März und Mai, teilweise auch bis Juni blühenden Blüten sind leuchtend gelb, vierblättrig und enthalten maximal 20 Staubblätter.

Von Mittel- und Osteuropa aus konnte sich die Blutwurz über ganz Europa sowie Asien verbreiten. Sie bevorzugt sonnige Abhänge, Waldlichtungen, Wiesen und Heiden sowie Böschungen.

Den Namen verdankt die Blutwurz ihren knolligen Wurzelstöcken, welche sich beim Anschneiden und Trocknen rot färben. Außerdem wurde ihr früher eine Förderung der Blutgerinnung zugesprochen. Die besondere Heilkraft dieser Pflanze wird durch ihren Gattungsnamen “Potentilla” betont.

Dieser wurde vom lateinischen Begriff “potentia” abgeleitet, was “Macht” bedeutet. Ihr Artname “erecta” stammt ebenfalls aus dem Lateinischen. Das Wort “erectus”, was “aufrecht” bedeutet, spiegelt den aufrechten Wuchs dieser Pflanze wider.

Blutwurz Wirkung

Der Wurzelstock der Blutwurz wird sowohl im Frühjahr, als auch im Herbst gesammelt und bildet die Grundlage der arzneilichen Verwendung. Der Anteil an Gerbstoffen, auch “Catechingerbstoffe” genannt, liegt zwischen 15 und 20 Prozent. Daneben enthält dieser auch Ellagittanninen, Phenolcarbonsäuren und Triterpenglucosid Tormentosid.

Gerbstoffe haben die Fähigkeit, nicht wasserlösliche Verbindungen mit den Proteinen der Schleimhäute zu bilden. Dadurch können sowohl die Oberflächen der Schleimhäute, als auch offen Hautstellen verdichtet werden.

Die dabei entstehende Schutzschicht erschwert das Eindringen von Keimen und giftigen Substanzen in die Schleimhäute. Außerdem reduziert die Schutzschicht im Falle einer Durchfallerkrankung den damit verbundenen Austritt von Flüssigkeit in das Darminnere und fördert somit die Heilung.

Diese Eigenschaften führten letztlich dazu, dass der Wurzelstock der Blutwurz als pflanzliche Arznei für die Behandlung von Durchfallerkrankungen anerkannt wurde. Die innerliche Einnahme ist sowohl in Form einer Blutwurztinktur, als auch in pulverisierter Form möglich.

Die Gerbstoffe werden bei der Einnahme von Pulver im Magen-Darm-Trakt nur langsam freigesetzt und können somit auch tiefere Darmregionen erreichen, weshalb diese Art der Einnahme besonders wirksam ist. Auch als Tee aufgekocht entfaltet die Blutwurz ihre Wirkung.

Neben der innerlichen Anwendung bei Durchfallerkrankungen, kann der Tee auch äußerlich zur Anwendung kommen. So sind Gurgellösungen besonders bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut oder bei Mandelentzündungen empfehlenswert.

Außerdem kann der Tee auch direkt auf kleine Wunden sowie von Hauterkrankungen betroffene Stellen aufgetragen werden.

Anwendung Blutwurz

Zunächst wird der Wurzelstock von kleinen Wurzeln befreit, gereinigt und anschließend getrocknet. Zur Zubereitung von Tee wird eine Menge von 4 bis 6 Gramm Wurzelstock empfohlen. Dabei eignet sich dieser sowohl die pulverisierter, als auch die geschnittener Form.

Im Falle einer Durchfallerkrankung sollte der Tee mehrmals täglich getrunken werden. Bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes empfiehlt sich das Gurgeln als Mundspülung. In beiden Fällen kann die Anwendung mit Kamillenblüten kombiniert werden.

Ebenso können Erwachsene das Pulver mit Rotwein vermischen, da dieser ebenfalls wichtige Gerbstoffe enthält und sich zudem positiv auf den Geschmack auswirkt. Bei Durchfallbeschwerden kann die Blutwurz in Form von Kapseln, Dragees, der Blutwurztinktur oder alkoholischen Extrakten eingenommen werden.

Die jeweilige Dosis hängt von der Art der Einnahme ab und sollte der jeweils beiliegenden Produktinformation entnommen werden.

Bei Hauterkrankungen oder kleinen Wunden kann die Blutwurz in Form einer Tinktur oder eines Tees direkt auf die betroffene Stelle gepinselt und aufgetupft werden. Empfehlenswert ist auch die Blutwurz-Salbe, welche dünn auf entzündete oder Verletzte Hautstellen aufgetragen wird.

Nebenwirkungen Blutwurz

Als mögliche Nebenwirkungen kommen allergische Reaktionen in Betracht. In diesem Fall sollte auf eine weitere Anwendung verzichtet werden.

Bei magenempfindlichen Personen können zudem Erbrechen oder Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Traktes auftreten. Dem kann allerdings durch die Einnahme magensaftresistenter Blutwurz-Präparate, wie beispielsweise Kapseln oder Dragees entgegengewirkt werden.

Anwendungshinweise

Bei Durchfallbeschwerden von mehr als drei Tagen, sollte der Rat eines Arztes eingeholt werden.

Blutwurz ist nicht empfehlenswert für Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind. Schwangere oder stillende Frauen sollten ebenfalls von einer Anwendung absehen, da die Studien bezüglich Wirksamkeit und Unbedenklichkeit hier unzureichend sind.

Falls neben der Blutwurz auch weitere Medikamente eingenommen werden, sollte zwischen den Einnahmen eine Verzögerung von mindestens einer Stunde eingehalten werden, da die Blutwurz bei innerlicher Anwendung die Aufnahme anderer Wirkstoffe verzögert.

Bezugsquelle

Die Blutwurz kann sowohl getrocknet, als auch in Form eines Fertigarzneimittels (z.B. Mundspray, Durchfall-Mittel etc.) in Apotheken bezogen werden. Daneben bieten auch einige Drogerien oder Reformhäuser entsprechende Präparate an.

Die Dauer sowie die Art der Anwendung können Sie dem jeweiligen Beipackzettel entnehmen. Außerdem können Sie hierzu Ihren Arzt oder auch den Apotheker befragen.

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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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