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Darm­krebs: Neuer Stuhltest

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Darm­krebs: Neuer Stuhltest wird jetzt von den Krankenkassen übernommen

Bei Männern ist Darmkrebs die dritthäufigste und bei Frauen geradezu die zweithäufigste Krebserkrankung in der Bundesrepublik. Ungefähr 62.000 Menschen erkranken jährlich, 25.000 sterben jedes Jahr daran. Hier kann eine rechtzeitige Früherkennung schützen. Das belegen Studien.

Ab dem vollendeten 55. Lebensjahr wird jedes zehnte Jahr zu einer Darmspiegelung geraten. Seit Anfang April dieses Jahres werden bei Versicherten ab 50 Jahren die immunologischen Stuhltests von der Krankenkasse übernommen. Diese sollen bessere Resultate liefern im Gegensatz zu den bisherigen Stuhluntersuchungen.

Darmpolypen frühzeitig erkennen

Viele Betroffene sind mindestens 60, wenn sie die Diagnose Dickdarmkrebs erhalten. Weil dieser Krebs langsam wächst, ist die Früherkennungsuntersuchung in regelmäßigen Abständen ab 50 Jahren ratsam.

Hierbei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Mithilfe einer Darmspiegelung ist es Ärzten möglich, sogenannte Darmpolypen – das sind Ausstülpungen der Darm­schleimhaut, welche sich eventuell zu einem Tumor weiterentwickeln – frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Beim Stuhltest kann im Stuhl das Blut auf mögliche Polypen hinweisen.

Der immunologische Stuhltest ersetzt den chemischen

Ein neues Testverfahren ersetzt die bislang von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommene chemische Methode: den Gujak-basierten Stuhltest. Gynäkologen, Hausärzte, Urologen, Internisten, Hautärzte oder Chirurgen bieten diesen Test oft im Rahmen einer Darm­krebs­früh­erkennung an. Patienten ist es möglich, ebenso selbst aktiv zu werden und danach zu fragen. Versicherte ab 50 haben wie bislang Anspruch – und zwar jedes Jahr.

Neue Methode genauer

Bei den zwei Testverfahren werden Stuhlproben auf sogenannte okkulte, unsichtbare Blutspuren untersucht, welche auf Polypen oder blutende Tumore im Darm hinweisen können. Die alte Methode weist im Stuhl Blut anhand einer biochemischen Reaktion nach, die neue über Antikörper.

Mithilfe immunologischer Stuhltests können okkulte Blutspuren exakter identifiziert werden, und Fachleute gehen hiervon aus, dass somit Darmkrebs zumindest so hervorragend wie bei dem alten Test erkennbar ist, vielleicht sogar besser. Dieses neue Verfahren trägt die Bezeichnung immun­chemischer Stuhltest, abgekürzt iFOBT.

Lediglich noch eine anstelle von drei Proben

Weiterhin vorteilhaft: Eine Stuhlprobe reicht aus – diese entnimmt man per Stäbchen und steckt sie in ein Röhrchen. Für diesen Gujak-basierten Test hat man an drei Tagen den Stuhl mithilfe eines Spatels auf einen Papierstreifen zu streichen.

Außerdem sind die Patienten angehalten, auf bestimmte Lebensmittel und Medikamente zu verzichten, weil etwa tierisches Blut Fehl­alarm verursachen kann. Es ist neu, dass dieser Test keineswegs mehr wie vorher in der Arztpraxis, sondern im Speziallabor ausgewertet wird. Da sich so möglicherweise der Transportweg verlängert, hat der Patient diese Probe schnellstmöglich beim Arzt abzugeben, der diese dann in das Labor weiterleitet.

Darmspiegelung ist zuverlässiger im Gegensatz zum Stuhltest

Wenn sich in der Stuhlprobe Blut findet, ist dann eine große Darmspiegel – ebenso als Koloskopie bezeichnet – der bevorzugte Lösungsweg. Die Untersuchung des ganzen Dickdarms mithilfe eines Endoskops gilt als Goldstandard.

Diese ist zuverlässiger im Gegensatz zum Stuhltest. Denn Blut in dem Stuhl kann ebenso weitere Auslöser haben: beispielsweise Blut aus der Regelblutung, aus Hämorrhoiden oder einem Magengeschwür.

Polypen werden sofort beseitigt

Vor der Spiegelung muss der Darm komplett entleert werden. Zum Vorbereiten fastet der Patient. Er trinkt eine besondere, abführende Lösung. Zum Untersuchen wird vom Arzt ein biegsamer Schlauch, an dem sich vorne Kamera sowie Licht befinden, in den After eingeführt.

Er schiebt diesen langsam bis zu dem Dünndarm vor. Wenn der Arzt Polypen entdeckt, kann er diese schon in der Koloskopie beseitigen. In besonders seltenen Fällen kommen Komplikationen vor, wie etwa Darmdurchbrüche oder Verletzungen der Darmwand.

Langzeitbeleg: Durch Spiegelung wird die Sterblichkeit gesenkt

Die Resultate einer Langzeitbeobachtung einer Universität in Pennsylvania bestätigen, dass eine Spiegelung diese Gefahr, am Darmtumor zu sterben in den kommenden zehn Jahren stark vermindert: Durch die Spiegelung wird das Risiko um fast 70 Prozent gesenkt.

Mit zunehmenden Alter steigt das Risiko, dass man an Darmkrebs erkrankt. Kassen übernehmen die Kosten bei den Krankenversicherten ab 55 bei nicht auffälligen Befund die Spiegelung jedes zehnte Jahr – wenn etwas entdeckt wird, ebenso öfter.

Haben Verwandte auffällige Polypen oder Darmkrebs, ist es wichtig, sich ebenso bereits früher untersuchen zu lassen – ungefähr zehn Jahre vor diesem Befundalter der Angehörigen. Den Stuhltest zahlen die Kassen für Krankenversicherte lediglich jedes zweite Jahr.

Zur Früherkennung gehen

Man sollte Darmkrebs keinesfalls unterschätzen. Dieser ist die zweitmeiste Krebskrankheit bei Frauen und die dritthäufigste bei Männern. Etwa 62.000 Menschen erkranken jährlich, ungefähr 25.000 sterben jedes Jahr daran.

Studien bestätigen eindrücklich, dass die Darmkrebssterblichkeit durch die Früherkennung gesenkt wird. Neben Darmspiegelung hält die Stiftung Warentest ebenso Stuhltests für sinnvoll.

Auf der Webseite des Deutschen Krebsforschungszentrums bietet der Krebsinformationsdienst umfassende Informationen sowie ein Informationsblatt zu der Darmfrüherkennung zum Herunterladen und Ausdrucken an.

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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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