Faulbaum Heilpflanze

Faulbaum Heilpfanze Heilkraft Frangula alnus
Robert Biedermann/shutterstock.com

Faulbaum Heilpflanze

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Der Name für diesen Baum kommt nicht von ungefähr, denn dieser kommt seinen unangenehmen Geruch. Allerdings steckt in seiner Rinde mehr, womit der Faulbaum dann doch als Heilpflanze betrachtet werden darf.

Wissenswertes

Die Verbreitung des gewöhnlichen Faulbaumes ist in ganz Europa, Nordwestasien und Nordafrika. Dieser erreicht als Strauch und als kleiner Baum eine Höhe von ca. drei bis ungefähr 5 Meter. Dieser wächst bevorzugt an Weg- und Waldrändern, genauso auf Mooren und an Wasserläufen. Genauso ist dieser in Hecken und Gebüschen zu finden. Die botanische Bezeichnung lautet Frangula alnus oder als Synonym Rhamnus frangula.

Das Blattwerk, des gewöhnlichen Faulbaumes sind breit und ganzrandig und mit stark gebogenen Blattnerven durchzogen. Von Mai bis Juli sprießen aus den Achseln der Blätter kleine unscheinbare Blüten, die zudem noch leicht grün sind. Nach der Befruchtung reifen schwarze Früchte, die zu Anfang grün und danach rot sind.

Verteilt auf der ganzen Rinde oder Frangulae cortex sind zahlreiche Korkwarzen auch Lentizellen, die grauweiß und länglich sind. Der faulige Geruch der Rinde ist dabei sehr auffällig. Dieser wird noch intensiver, wenn die Rinde angeritzt wird. Dann wird der faulige Duft noch intensiver und kann mitunter auch zu Brechreiz führen. Genau dieser Geruch hat auch dem Baum den Namen verliehen, wobei es noch Verwandte gibt, die auch in Amerika den gleichen Namen tragen. Die Art von Faulbaum kann anhand des Namens Frangula purshiana oder das Synonym Rhamnus purshiana unterschieden werden.

Um daraus Heilmittel herzustellen wird nur die getrocknete Rinde von den Zweigen oder den Stämmen genommen. Dies gilt sowohl für den gewöhnlichen und den amerikanischen Faulbaum.

Heilkraft

Bei dem Faulbaum wirken sogenannte Anthranoide, deren Hauptkomponenten aus Glucofrangulin A und B bestehen. Diese sind die Inhaltsstoffe, die wirkstoffbestimmend in der Rinde enthalten sind. Allerdings können diese sich erst nach einer Lagerung von einem Jahr bilden, oder wenn die Rinde bei Heißluft getrocknet wird. Dabei wirken diese Substanzen stärker als die bei Quellstoffen wie Flohsamenschalen der Fall ist. Der Darm wird stimuliert und so hilft die Rinde bei Verstopfung und in Fällen, wo ein erleichterter Stuhlgang wichtig und gewünscht ist. Dies kann zum Beispiel bei Analfissuren, in Fällen wo eine Operation im anal-rektalen Bereich stattfinden soll, genauso wie bei Hämorrhoiden.

Nach der Einnahme dauert es dann ungefähr 8 Stunden bis eine Wirkung durch die Rinde des Faulbaumes eintritt. Zusätzlich sollte dieses Präparat nicht länger als 2 Wochen genommen werden und nur dann, wenn durch eine Behandlung mit Quellstoffen oder eine Ernährungsumstellung keinen Erfolg bei der Verstopfung hatten.

Anwendung

Eingesammelt wird die Rinde von den Zweigen und den Stämmen erfolgt immer nur im Frühjahr, da hier dann der Gehalt der Anthranoiden am höchsten auftreten. Allerdings sind diese in der frischen Rinde nur schwer verträglich und können Übelkeit, Darmkoliken und Erbrechen hervorrufen. Daher muss die Rinde vor dem Gebrauch auch ein Jahr Lagern oder bei Heißluft bei 80 bis ca. 100 Grad getrocknet werden. Bei dieser Trocknung verwandeln sich die Wirkstoffe in eine verträglichere Form.

Die getrocknete Rinde kann zerkleinert, ganz grob zerkleinert oder auch pulverisiert dann als Tee zubereitet werden. Dafür werden dann ein halbe bis zu drei Gramm der trockenen Rinde mit kochendem Wasser übergossen. Danach das Ganze, dann zehn Minuten ziehen lassen, und durch ein Sieb abgegossen. Die Rinde kann auch kalt angesetzt werden, wobei diese einfach mit Wasser übergossen wird. Danach dann 6 bis 8 Stunden stehen lassen und ebenfalls vor dem Trinken durch ein Sieb abgießen. Am besten immer vor dem Schlafengehen, täglich abends eine Tasse des Tees oder dem Abguss aus kaltem Wasser trinken. So kann die Verstopfung gelöst werden oder ein erleichterter Stuhlgang ist möglich.

Wem dies zu viel Arbeit ist, der kann auf Flüssigextrakte oder Fertigarzneimittel zurückgreifen. Dabei gibt es noch Präparate die eine Kombination zum Beispiel mit der Wurzel von Rhabarber beinhalten. Dabei aber immer die Packungsbeilage beachten, da diese Präparate nur zur innerlichen Einnahme geeignet sind.

Nebenwirkung

In einigen Fällen können krampfartige Beschwerden im Magen und Darm auftreten. Hier muss dann die Dosis entsprechend verringert werden.

Bei der Einnahme von der frischen Rinde des Faulbaumes oder einer Überdosierung kann starkes Erbrechen hervorgerufen werden.

Wird das pflanzliche Mittel zur Abführung mehr als zwei Wochen eingenommen, kann der Körper zu viele Mineralstoffe verlieren. Dies macht sich durch Störungen der Herzfunktion oder Muskelschwäche bemerkbar. Sollten zusätzlich noch andere Medikament wie bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa eingenommen werden können gefährliche Nebenwirkungen auftreten. Daher sollte hier die Einnahme der Rinde des Faulbaums erst mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Dies gilt auch bei der Einnahme von anderen Medikamenten. So darf dieses Mittel auch nicht bei einem Darmverschluss eingenommen werden.

Anwendungshinweise

Wie sich die Präparate auf Schwanger und Kinder unter 12 Jahren auswirkt, ist nicht bekannt. Daher sollten diese darauf verzichten.

Bezugsquelle

Die Faulbaumrinde kann in Drogerien, Reformhäusern und Apotheken gekauft werden. Dabei gibt es verschiedene Präparate, die dort erhältlich sind. Wichtig immer die Packungsbeilage genau lesen.

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