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Blähungen – Ursachen, Symptome, Krankheiten und Behandlung

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Blähungen

Symptome, Ursachen, Krankheiten, Behandlung

Es gibt kaum jemanden, der nicht ab und zu von Blähungen oder Flatulenz, wie es der Fachjargon ausdrückt, heimgesucht wird. Weil sich einfach eine Menge Luft im Darm angesammelt hat, drückt es unangenehm. In der Regel sind Blähungen recht harmlos und verschwinden irgendwann von selbst. Unverträglichkeiten, zu hastiges Essen aber auch Stress können verantwortlich für Blähungen sein. Kommen allerdings noch andere Symptome hinzu, dann sollte der Arzt konsultiert werden.

Blähungen –  Beschreibung

Blähungen fallen nicht unter die Kategorie der Krankheiten, sondern sie sind lediglich ein Hinweis dafür, dass im Darm gerade etwas nicht stimmt. Die Hautursache für das Drücken und Zwicken ist ein Zuviel an Gasen. Aufgrund der verstärkten Flatulenz kommt es zum sogenannten Meteorismus im Oberbauch.

Gase im Darm

Es ist nichts außergewöhnliches ein wenig Luft im Darm zu haben, die über den Darmausgang abgelassen werden. Es ist völlig normal, dass es dann etwas muffig riecht. Verantwortlich dafür sind die Bakterien, die sich im Darm befinden und unangenehme Gase herstellen. Die Wahrnehmung der Blähungen kann von Mensch zu Mensch variieren. Für manchen Betroffenen sind kleine Mengen von Luft schon sehr störend, wohingegen andere gänzlich unempfindlich darauf reagieren. Wenn keine weiteren Symptome zu den Blähungen dazukommen, dann kann man wahrlich nicht von Krankheit sprechen. Doch es gibt auch Fälle, bei denen sie Vorboten von gesundheitlichen Störungen sein können.

Entstehung von Gasen im Darm

Beim normalen Verdauungsvorgang werden Darmgase gebildet, vor allem, wenn eine große Anzahl an Ballaststoffen, Kohlenhydraten aber auch Eiweißen verzehrt wurde. Die Darmbakterien beginnen an Ort und Stelle mit der Zersetzung der Nahrung. Es sind drei chemische Substanzen, die dabei entstehen: Methan, Wasserstoff und Kohlendioxid. Die meisten dieser Gase gelangen ins Blut und werden dann über die Lunge ausgeatmet. Der restliche Teil wird über den Darmausgang abgelassen.

Blähungen – Wie sie entstehen und Krankheitsformen

Es gibt unterschiedliche Ursachen für die Entstehung für Blähungen. Entweder es bildet sich ein Zuviel an Gasen im Darmtrakt oder der Betroffenen hat viel Luft geschluckt. Der aufgeblähte Bauch ist in der Regel harmlos und liegt in der Ernährung begründet. Es gibt bekanntlich Nahrungsmittel, die Blähungen begünstigen, dazu gehören Hülsenfrüchte, Zwiebeln oder Kohlsorten. Ebenso kann Bewegungsmangel zur Darmträgheit führen und somit die Flatulenz begünstigen. Stark kohlenhydrathaltige und sehr fettige Nahrungsmittel stressen ebenfalls den Darm. Denn für die vollständige Zersetzung der Stoffe reichen die vorhandenen Enzyme meist nicht aus. Auch zu schnelles und hastiges Essen bringt eine Menge Luft in den Darm. Außerdem kann sich Alkohol, Kaffee oder Kohlensäure negativ auf die Darmbakterien auswirken.

Ballaststoffe aus Vollkorn können Blähungen verursachen

Wer sich dazu entschieden hat seine Ernährung auf Ballaststoffe und Vollkornprodukte umzustellen, der muss damit rechnen, dass es während der Umstellungsphase verstärkt zu Blähungen kommen kann. Da die Ballaststoffe in der Regel nicht verdaulich sind, werden sie im Dickdarm von den Darmbakterien zersetzt. Bei diesem Prozess fallen Abfallprodukte, die Blähungen auslösen können.

Die Psyche spielt nicht mit

Ein weiterer Auslöser für Blähungen kann die Psyche sein. Ängste oder depressive Verstimmungen wirken sich direkt auf den Darm aus. Das Verdauungssystem wird erheblich gestört und kann Flatulenz auslösen.

Schwangerschaftsbedingte Blähungen

Gerade in der Schwangerschaft werden viele Frauen verstärkt mit Blähungen konfrontiert. Das liegt daran, dass der Körper das Hormon Progesteron herstellt. Und das führt zu einer Entspannung der Muskeln und Organen. Auch der Magen-Darm-Trakt ist davon betroffen. Die Verdauung an sich wird dadurch etwas langsamer.

Bestimmte Krankheiten können Auslöser für Flatulenz sein

Äußerst selten spielen versteckte Krankheiten bei der Entstehung der Blähungen eine Rolle. Bestimmte Nahrungsallergien und Unverträglichkeiten können Verursacher des Zwickens und Drückens im Bauch. Extrem selten kann es auch lebensbedrohlich sein.

Blähungen – Krankheitsbedingte Ursachen

  • Das Reizdarmsyndrom: hier ist die Funktionsweise des Verdauungssystems massiv aus dem Gleichgewicht. Die Blähungen können sehr schmerzhaft sein und mit Krämpfen einhergehen. Dazu kann es zu Stuhlveränderungen kommen.
  • Laktoseintoleranz: Wer unter einer Milchzuckerunverträglichkeit leidet, dessen Verdauungssystem kann die Laktose aus Milch nicht mehr vollständig zersetzen. Blähungen und Krämpfe können die Folge sein.
  • Glutenunverträglichkeit: Wer unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, der verträgt das sogenannte Klebereiweiß, das in Getreide vorhanden ist, nicht. Symptome von Glutenunverträglichkeit können Flatulenz, Durchfälle oder Übelkeit sein.
  • Nahrungsallergien: Laut Statistik leiden fünf bis sieben Prozent hierzulande an einer Nahrungsmittelallergie. Dabei stehen Nüsse, Obst und Milch als Allergene an vorderster Stelle. Die Symptome können Blähungen, Schwellungen in Mund, Ausschläge, oder Durchfall sein.
  • Darmflora aus dem Gleichgewicht: Wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann das zu Blähungen führen. Verursacht kann diese Art von Störung durch die Einnahme von Antibiotika sein.
  • Erkrankung der Bauchspeicheldrüse: Ist die Bauchspeicheldrüse nicht mehr ganz in Takt, kann das zu Flatulenz führen, insbesondere bei fettigen Lebensmitteln. Zudem kann es zu schmerzhaften Krämpfen kommen, die von Durchfall begleitet werden.
  • Darmkrebs: Die bösartige Wucherung im Darm kann mit chronischen Blähungen einhergehen. Weitere Symptome können eine gestörte Verdauung und Blut im Stuhl sein.
  • Leberzirrhose: Auch hier kann es zu massiver Flatulenz kommen. Daneben werden Symptome wie etwa häufige Müdigkeit, Leistungsabfall, Verstopfung beobachtet.
  • Darmverschluss: Darmverschluss – nichts geht mehr! Bei diesem Krankheitsbild treten in erster Linie Verstopfungen und schmerzhafte Blähungen auf. Verursacht kann der Darmverschluss von narbiger Verwachsungen, Morbus Crohn oder auch Fremdkörpern im Darmtrakt sein.

Blähungen bei Baby und Kleinkind

Viele Neugeborene leiden vor allen in den ersten Lebensmonaten an schmerzhaften Blähungen, weil sie beim Trinken auch noch Luft zu sich nehmen. Diese drückt gegen die zarten Darmwände des Babys. Das altbewährte Aufstoßen lassen, indem man dem Baby nach dem Trinken sanft auf dem klopft, schützt vor Blähungen. Das Bäuerchen sorgt dafür, dass das Zuviel an Luft wieder herausbefördert wird.

Dreimonatskoliken: Bei etwa Einfünftel der neugeborenen Babys treten Dreimonatskoliken auf. Dreißig Minuten nach dem Trinken kann der Bauch hart werden und brodeln. Das Neugeborene fühlt sich sichtlich unwohl und beginnt lauthals zu schreien. Die Baumuskeln sind stark angespannt, dabei kommt es zu dem schmerzhaften Ablassen der Gase. Durch das Anziehen der Beinchen, kann es sich Erleichterung verschaffen. Bislang sind die Ursachen hierfür noch nicht aufgeklärt. Die Wissenschaftler mutmaßen, dass die Dreimonatskoliken aufgrund des unreifen Darmtraktes entstehen.

Unverträglichkeiten: Von Unverträglichkeiten können sowohl Erwachsenen als auch Kinder betroffen sein. Die Nahrungsunverträglichkeit auf Milchzucker, Gluten oder Pankreas-Insuffizienz begünstigen die Blähungen.

Blähungen – Wann ist der Rat vom Arzt notwendig?

Blähungen kennt jeder und sie sind normalerweise auch recht harmlos. Ernsthafte Erkrankungen verbergen sich nur sehr selten dahinter. Wenn es sich allerdings bei den Symptomen um massive Bauschmerzen, Durchfall oder Erbrechen handelt und diese immer wieder zu beobachten sind, dann sollte ein Arzt konsultiert werden. Ob die Symptome auf eine Unverträglichkeit oder eine ernsthafte Erkrankung hinweisen, kann nur der Fachmann feststellen.

Wie tut der Arzt?

Zuerst wird der Arzt anhand unterschiedlicher Fragen die beobachteten Symptome erfassen. Um eine exakte Diagnose zu erstellen, muss der Mediziner herausfinden, welche Beschwerden mit den Blähungen einhergehen. Die Patienten nennen Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder verändertes Stuhlverhalten. Lebensgewohnheiten oder Ernährung wird ebenfalls beleuchtet. Der Arzt wird dann den Bauch untersuchen um etwaige Darmgeräusche festzustellen. Wenn der Verdachtsmoment besteht, dass es sich bei den Blähungen um eine ernste organische Erkrankungen handelt, wird er eingehendere Untersuchungen veranlassen. Unter anderem gehören Stuhlprobenuntersuchungen, Sonografie des Bauches, aber auch Allergie- und Laktoseintoleranztests.

Medikamente: Die Apotheken bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Mittel gegen Blähungen an, die rezeptfrei zu erwerben sind. Sie sollen den Darm in erster Linie entkrampfen, entschäumen oder die Verdauung ankurbeln. Diese werden als Tropfen, Kapseln oder Tabletten dargereicht.

Entschäumende Mittel: Die Wirkungsweise der entschäumenden Präparate ist auf das Auflösen der Gasbläschen, die mit der Nahrung aufgenommen werden oder sich im Darm befinden, fokussiert. Mithilfe des Mittels kann die Darmschleimhaut die Gase besser absorbieren und dann über den Darmausgang ausscheiden. Diese Medizin beruht nur auf der physikalischen Ebene und gelangt auch nicht in die Blutbahn. Simethicon und Dimeticon sind die Hauptbestandteile der entschäumenden Medikamente. Die Einnahme erfolgt einfach zu den Mahlzeiten. Manche bevorzugen diese auch direkt vor dem Schlafengehen einzunehmen.

Verdauungsenzyme einnehmen: Manche Betroffenen haben Problemen bei der Verwertung von Fett, Eiweiß oder kohlenhydratreicher Kost. Die Verdauung funktioniert hier nicht richtig. Das liegt daran, dass der Körper zu wenig von den notwendigen Enzyme in Leber, Bauchspeicheldrüse oder Magen produziert. Enzymhaltige Medikament könnten hier Abhilfe schaffen. Werden diese direkt mit den Mahlzeiten eingenommen, sorgen sie dafür, dass Blähungen überhaupt nicht entstehen können.

Krampflösende Mittel: Starke Schmerzen und Koliken müssen mit anderen Mitteln bekämpft werden. Dafür eignen sich krampflösende Präparate wie beispielsweise Butylscopolamin, Trospiumchlorid oder Mebeverin. Hier steht das Entkrampfen der Darmmuskelatur im Vordergrund. Die meisten dieser Mittel sind verschreibungspflichtig.

Selbsthilfe: Was kann ich gegen Blähungen tun?

Ungesunde Lebens- und Essgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von harmlosen Blähungen. Wer die folgenden Ratschläge beherzigt kann selbst gegen die lästigen Gase tun:

Bestimmte Lebensmittel meiden

Das Sprichwort sagt “jedes Böhnchen ein Tönchen” und hat damit nicht ganz unrecht.

In den meisten Fällen werden Blähungen von speziellen Nahrungsmitteln initiiert. Wenn man die Verursacher kennt, braucht man sie nur wegzulassen oder wenigstens vermeiden. Und wer beispielsweise überhaupt nicht auf die heißgeliebten Hülsenfrüchte verzichten kann, der sollte sie vor den Garen am Abend davor einweichen. Dieser Vorgang macht sie dann bekömmlicher und es entstehen weniger Gase.

Schwere Kost möglichst weglassen

Die Devise lautet: vermeiden Sie Lebensmittel, die schwer verdaulich sind und gerne Blähungen nachsichziehen. Auf dem Speiseplan sollten beispielsweise Zwiebeln, Kohl, Bohnen, Linsen, Vollkornprodukte, aber auch Süßes und Fettiges, möglichst selten stehen.

Küchengewürze beugen vor

Kümmel, Koriander oder Majoran gehören seit jeher zu den kleinen Verdauungshelfern aus der Küche. Setzen Sie diese Gewürze so oft es geht ein.

Genießer haben weniger Blähungen

Essen Sie nie unter Zeitdruck und kauen Sie langsam und bewusst. Beim Essen sollte möglichst wenig Luft in den Bauch gelangen. Kohlensäurehaltige Getränke zum Essen fördern die Blähungen. Grundsätzlich gilt, dass kleinere Portionen über den Tag verteilt das Verdauungssystem weniger belasten.

Sport fördert Darmtätigkeit

Bewegung tut auch dem Darm gut. Ein kleiner Spaziergang nach dem Essen fördert die Verdauung. Sportliche Betätigung an sich bringt auch den Darm in Schwung. Einfache Tricks können ebenfalls gegen Blähungen helfen: sanfte kreisende Baumassagen oder eine Wärmeflasche entspannen den Magen-Darm-Trakt.

Altbewährte Hausmittel gegen störende Blähungen

Die Küche steckt voller Hausmittel gegen Blähungen. Viele Gewürze, die zum Kochen verwendet werden, haben auch heilende Eigenschaften vorzuweisen.

Kümmel der Tausendsassa

Der Kümmel ist eines der bewährtesten Pflanzen gegen die unangenehme Gasbildung. Hier werden die Früchte oder das ätherische Öl als Heilmittel verwendet. Der Tee wird wie folgt zubereitet: zwei Teelöffel zerstoßene Kümmelfrüchte in eine Teetasse geben und mit heißen Wasser auffüllen. Zugedeckt etwa eine Viertelstunde ziehen lassen. Genießen Sie den frischzubereiteten Tee dreimal am Tag zu den Mahlzeiten. Wer das nicht mag, kann auch einige Tröpfchen Kümmelöl auf einem Stückchen Brot oder Zucker einnehmen.

Gelbwurz – starkes Wurzelpulver gegen Blähungen

Dieses Kraut ist hilfreich nicht nur gegen Blähungen, sondern auch gegen Völlegefühl. Ein Teelöffel davon wird mit heißem Wasser übergossen und kann nach 15 Minuten schluckweise zwischen den Mahlzeiten getrunken werden.

Wirkungsvolle Teemischung

Hierzu werden Kümmel-, Fenchel und Anissamen zu je 50g vermischt und zerdrückt. Dann einen Teelöffel von der Teemischung mit heißen Wasser aufgießen und nach etwas zehn Minuten ist er trinkfertig. Davon zwei bis drei Tassen täglich trinken.

Warme Wickel entspannen den Darm

Wärme tut gut und entspannt gerade bei Blähungen auch effektiv den Darm. Hierzu eine Wärmeflasche einfach auf den Bauch legen. Um die Wirkung zu verstärken, kann auch ein feuchtes Tuch unter die Wärmeflasche gelegt werden. Kartoffelwickel können die Wärme lange speichern. Dafür gekochte Kartoffel zerdrücken und auf ein Baumwolltuch legen und zuklappen. Doch Vorsicht vor Verbrennungen, lieber noch ein Tuch zwischen Haut und Wickel auflegen!

Sanfte Bauchmassage

Eine kreisende Bauchmassage im Uhrzeigersinn kann die Darmtätigkeit unterstützen und schnell für Abhilfe bei Blähungen sorgen.

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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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