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Fichte – Wirkung & Anwendung der Wirkstoffe als Heilpflanze

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Fichte Heilpflanze

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Bei der Fichte handelt es sich keinesfalls lediglich um ein wichtiges Nutzholz. Sie wird ebenso als effektive Heilpflanze geschätzt. So ist die Fichtennadel bei Erkältungserkrankungen hilfreich und lindert rheumatische Leiden und Nervenschmerzen.

Nicht nur das ätherische Öl dieses Baums, sondern ebenso die frischen Fichtenspitzen selber enthalten durchblutungs-, schleimfördernde und leicht keimtötende Eigenschaften. Hier kann man mehr nachlesen über die Fichte und die Anwendungsmöglichkeiten sowie eventuellen Nebenwirkungen von deren Nadeln.

Wissenswertes

Die Gattung Fichte, die im Botanischen Picea genannt wird, zählt zur Familie der Pinaceae (Kieferngewächse). In Süd-, Mittel- und Nordeuropa sowie bis nach Sibirien sind zwei der 40 Sorten von der Fichte zu finden:

Die Gemeine Fichte, die auch als Picea abies bezeichnet wird, und die Picea omorika (Serbische Fichte). Die Wälder heutzutage im Flachland, in denen die Picea eigentlich keineswegs natürlicherweise vorkommt und in den höheren Gebirgslagen in Mitteleuropa sind allerdings das Resultat von breit angelegten Wiederaufforstungen in den vergangenen Jahrhunderten.

Vor ungefähr 300 Jahren wuchsen in unseren Regionen aufgrund von übertriebenen Rodungen keinerlei Fichtenwälder mehr. Heute dagegen gibt es tatsächlich mehr Wald im Vergleich zu den letzten 1000 Jahren, und in Mitteleuropa stellt die Fichte das wichtigste Nutzholz dar.

Bis maximal 50 Meter hoch kann die Gemeine Fichte und – wenn diese keinesfalls gerodet wird für die Holzindustrie – ein Alter von 600 Jahren erreichen. Ihre Nadeln, die bis zu 2,5 Zentimeter lang werden können, sind deutlich spiralförmig, dunkelgrün und vierkantig an den Zweigen und Ästen angeordnet. Aufgrund der roten Farbe, die die Rinde hat, wird die Fichte ebenso Rottanne genannt. Die Fichte blüht im Turnus zwischen drei und vier Jahren blüht im April/Mai. Im Oktober/November bildet sie hängende Zapfen aus, die maximal 15 Zentimeter lang sind. Deren geflügelte Samen fallen im kommenden Frühling zu Boden.

Das Fichtenholz wird primär als Brennholz, Möbel- und Bauholz, für den Bau von Spielzeug und Musikinstrumenten sowie zur Papierherstellung genutzt. Die Fichte findet häufig den Weg als Weihnachtsbaum in unsere Wohnungen. Das ätherische Öl, das aus den Fichtennadeln stammt, und die frischen Fichtenspitzen werden arzneilich zum Behandeln von rheumatischen Beschwerden oder Erkältungen eingesetzt.

Heilkraft

Als wichtigster Inhaltsstoff in den Nadeln ist das ätherische Öl (Fichtenadel-Öl, Picea aetheroleum) mit seinen Hauptbestandteilen Borneol und Bornylacetat enthalten. Flavonoide und ungesättigte Terpenkohlenwasserstoffe sind ebenso als wirksamkeitsmitbestimmende Stoffe zu finden. Diese Stoffe wirken insgesamt durchblutungs- und schleimfördernd sowie keimreduzierend und desinfizierend. Die frischen Fichtenspitzen, die botanisch ebenso als Picea turiones recentes bezeichnet werden, sowie das ätherische Öl sind deshalb gut bei Nervenschmerzen, leichten rheumatischen Beschwerden und Erkältungskrankheiten hilfreich.

Anwendung

Das ätherische Öl, die frischen Fichtenspitzen oder entsprechende Fertigarzneimittel können angewendet werden. Das Behandeln von Erkältungskrankheiten (Katarrhe der Luftwege) erfolgt äußerlich und innerlich. Bei Beschwerden am Bewegungsapparat und in den Gelenken (rheumatischen Beschwerden) sowie Nervenschmerzen hilft die Fichte, die hier äußerlich anzuwenden ist. Laut empfohlener mittlerer Tagesdosis ist es möglich, fünf oder sechs Gramm der frischen Fichtenspitzen oder ein paar Tropfen Fichtennadel-Öl zu verwenden. Fertigarzneimittel mit den Wirkstoffen der Fichte wie Badezusätze, Emulsionen, Cremes oder Salben werden nach der entsprechenden Packungsbeilage eingesetzt.

Anwendung bei Erkältungskrankheiten

Damit Erkältungsbeschwerden gelindert werden, helfen Einreibungen, Inhalationen oder Vollbäder, die äußerlich angewendet werden:

  • Inhalation: In heißes Wasser gibt man ein paar Tropfen Fichtennadel-Öl und inhaliert die Dämpfe.
  • Vollbad: Dem heißen Vollbad fügt man ein paar Tropfen Fichtennadel-Öl hinzu, die in Sahne gelöst wurden.
  • Einreibungen: Die entsprechende Brust wird mehrmals am Tag mit Cremes, Flüssigkeitszubereitungen oder Salben auf der Grundlage von Fichte oder ein paar Tropfen Fichtennadel-Öl eingerieben.

Selbst innerlich eingenommen wirken die Fichtennadeln, die Fertigarzneimittel oder das Öl heilsam:

  • Tee: Man übergießt einen Teelöffel frischer Fichtentriebe mit einer Tasse erhitztem Wasser. Dann seiht man nach zehn Minuten ab. So ein Fichtennadel-Tee sollte mehrmals am Tag getrunken werden.
  • Als begehrtes Hausmittel gegen Husten wird der Fichten-Honig, der selbst hergestellt wird, angewendet: ungefähr zehn Gramm der frischen Fichtenspitzen (im Mai erntet man diese) zu 150 Gramm Flüssighonig geben. Nach zwei Wochen kann man mit diesem Hustentees süßen sowie die Wirkung des Tees verstärken.
  • Fichtennadel-Öl: Drei Mal am Tag lindert das Einnehmen von vier Tropfen Fichtennadel-Öl auf Zucker geträufelt oder in ein bisschen Wasser gelöst Erkältungskrankheiten.

Anwendung bei Nervenschmerzen und rheumatischen Beschwerden

Die schmerzenden Körperstellen kann man mit entsprechenden Salben, Cremes oder ein paar Tropfen Fichtennadel-Öl einreiben. Zum Bessern der Beschwerden helfen ebenso Vollbäder, denen man Badezusätze mit Fichtennadel oder ein paar Tropfen Fichtennadel-Öl zugibt, das in Sahne gelöst ist.

Nebenwirkung

Gelegentlich können leichte Hautreizungen entstehen. Bei Überdosierung oder falscher Anwendung kommt es zu verstärkten Reizungen an Schleimhäuten oder Haut und Verkrampfungen der Bronchien. Deswegen sollte man die entsprechenden Packungsbeilagen zum richtigen Anwenden beachten.

Anwendungshinweise

Wenn man an Keuchhusten oder Bronchialasthma leidet, muss man auf das Anwenden von Fichtenpräparaten verzichten.

Bei Kleinkindern oder Säuglingen besteht das Risiko, dass diese im Kehlkopfbereich einen lebensgefährlichen Krampf bekommen. Deshalb dürfen Kleinkinder und Säuglinge auf keinen Fall mit Fichte therapiert werden.

Fichte darf keineswegs als Sitzbad bei entzündlichen Hauterkrankungen, größeren Hautverletzungen, hohem Blutdruck, Herzschwäche oder Fieber oder im Bereich der Sehorgane angewendet werden.

Bezugsquelle

Es ist möglich, die frischen Fichtenspitzen wild zu sammeln. Entsprechende Fertigarzneimittel oder das Fichtennadel-Öl bekommt man in Drogerien oder Apotheken. Zum richtigen Anwenden von Fichte sollte man unbedingt die beigefügten Packungsinformationen lesen oder seinen Apotheker oder Arzt fragen.

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Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

Letzte Aktualisierung am 9.01.2021 um 19:16 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API