Nachmittagstief ade Diese Ess-Reihenfolge stoppt den Blutzucker-Crash – Mediziner verblüfft
Nachmittagstief ade Diese Ess-Reihenfolge stoppt den Blutzucker-Crash – Mediziner verblüfft

Nachmittagstief ade: Diese Ess-Reihenfolge stoppt den Blutzucker-Crash – Mediziner verblüfft

Der Vormittag läuft wie geschmiert. Mails sind beantwortet, Termine abgehakt, die Konzentration ist auf einem Hoch. Dann kommt die Mittagspause – ein Teller Pasta in der Kantine, ein belegtes Brötchen am Schreibtisch oder das schnelle Reisgericht beim Italiener um die Ecke. Und etwa zwei Stunden später setzt jenes Phänomen ein, das Millionen Menschen in Deutschland nur zu gut kennen: bleierne Müdigkeit, schwere Augenlider, ein Kopf wie Watte. Die Konzentration sinkt, die Gedanken werden zäh, und plötzlich ruft der Schokoriegel aus der Schublade lauter als jede To-do-Liste.

Das berüchtigte Nachmittagstief gilt als unvermeidlicher Bestandteil des modernen Arbeitsalltags. Doch eine vergleichsweise junge Erkenntnis aus der Ernährungsmedizin stellt diese Annahme grundlegend infrage. Vielleicht liegt es gar nicht so sehr daran, was wir essen. Sondern daran, in welcher Reihenfolge wir es essen. Klingt banal? Ist aber wissenschaftlich erstaunlich gut belegt – und kann den Unterschied zwischen einem produktiven Nachmittag und einem schläfrigen Energieloch ausmachen.

Was ist die Blutzucker-Kurve und warum bestimmt sie unsere Energie
Was ist die Blutzucker-Kurve und warum bestimmt sie unsere Energie

Was ist die Blutzucker-Kurve und warum bestimmt sie unsere Energie?

Jede Mahlzeit löst in unserem Körper eine biochemische Kettenreaktion aus. Sobald Kohlenhydrate – also Zucker, Brot, Nudeln, Reis oder Kartoffeln – im Dünndarm ankommen, werden sie in Glukose aufgespalten und ins Blut geschleust. Der Blutzuckerspiegel steigt. Die Bauchspeicheldrüse reagiert prompt mit der Ausschüttung von Insulin, dem Hormon, das die Glukose aus dem Blut in die Zellen transportiert.

Je schneller und höher dieser Anstieg ausfällt, desto kraftvoller muss die Insulinantwort sein. Und genau hier liegt das Problem: Auf einen steilen Glukose-Peak folgt fast zwangsläufig ein ebenso steiler Abfall – der sogenannte Glukose-Crash. Das Gehirn, das Glukose als seinen wichtigsten Treibstoff nutzt, registriert diesen Abfall sofort. Die Folge: Konzentrationsschwäche, gedrückte Stimmung, Heißhunger. Der Stoffwechsel gerät aus dem Takt, Entzündungsprozesse werden begünstigt, und auf lange Sicht kann diese Achterbahn die Insulinempfindlichkeit der Zellen schwächen.

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Das Phänomen Nachmittagstief: Was wirklich in Ihrem Körper passiert

Das postprandiale Tief, wie Mediziner den Energieeinbruch nach dem Essen nennen, ist mehr als nur subjektives Empfinden. Es lässt sich messbar erklären. Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit schießt der Insulinspiegel nach oben. Insulin sorgt nicht nur dafür, dass Glukose in die Zellen gelangt, sondern erleichtert auch den Transport der Aminosäure Tryptophan ins Gehirn. Dort wird Tryptophan zu Serotonin umgewandelt – und Serotonin wiederum ist die Vorstufe des Schlafhormons Melatonin.

Mit anderen Worten: Wer mittags eine große Portion Spaghetti, Pizza oder ein süßes Dessert isst, programmiert sein Gehirn quasi auf Müdigkeit. Hinzu kommt die rein verdauungsphysiologische Belastung. Der Körper leitet vermehrt Blut in den Verdauungstrakt, was die Versorgung des Gehirns vorübergehend reduziert. Das Ergebnis ist jenes typische Schwächegefühl gegen 14 oder 15 Uhr, das mit einem Espresso oft nur notdürftig überbrückt werden kann.

Die Entdeckung der Essreihenfolge Vom Forschungslabor in den Alltag
Die Entdeckung der Essreihenfolge Vom Forschungslabor in den Alltag

Die Entdeckung der Essreihenfolge: Vom Forschungslabor in den Alltag

Den entscheidenden Anstoß zur heutigen Diskussion lieferte eine Studie der Cornell University im Jahr 2015. Forscher um Dr. Alpana Shukla untersuchten Menschen mit Typ-2-Diabetes und stellten fest: Wer zuerst Gemüse und Proteine aß und Kohlenhydrate ans Ende der Mahlzeit verlegte, zeigte deutlich flachere Blutzuckerkurven – obwohl die Mahlzeiten identisch zusammengesetzt waren.

Ins öffentliche Bewusstsein brachte diese Erkenntnis vor allem die französische Biochemikerin Jessie Inchauspé, bekannt als „Glucose Goddess“. Sie übertrug die ursprünglich für Diabetiker entwickelten Prinzipien auf den Alltag gesunder Menschen und machte deutlich, dass auch wir alle von einer stabilen Glukose-Kurve profitieren – energetisch, hormonell und langfristig auch metabolisch.

Die richtige Reihenfolge: Gemüse zuerst, Proteine in der Mitte, Kohlenhydrate zum Schluss

Das Prinzip ist verblüffend einfach und folgt einer klaren biologischen Logik in drei Stufen.

Schritt 1: Ballaststoffe als Schutzschild

Wer eine Mahlzeit mit Gemüse, Salat oder Hülsenfrüchten beginnt, legt eine Art Schutzschicht im Verdauungstrakt an. Lösliche Ballaststoffe quellen im Magen auf und bilden ein gelartiges Netzwerk, das die spätere Aufnahme von Glukose im Dünndarm spürbar verlangsamt. Gleichzeitig sorgen die Ballaststoffe für ein frühzeitiges Sättigungsgefühl – ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt.

Schritt 2: Proteine und gesunde Fette

Im zweiten Schritt folgen Eiweiß und gesunde Fette: Fisch, Geflügel, Eier, Tofu, Käse, Nüsse oder hochwertiges Olivenöl. Sie verlangsamen die Magenentleerung zusätzlich und stimulieren die Ausschüttung von Sättigungshormonen wie GLP-1. Die Insulinantwort fällt dadurch moderater aus, und die Mahlzeit hält deutlich länger satt.

Schritt 3: Kohlenhydrate als krönender Abschluss

Erst zum Schluss kommen Brot, Pasta, Reis, Kartoffeln oder Süßes auf den Gabel. Weil der Magen nun bereits gut gefüllt ist und die Verdauung verlangsamt arbeitet, gelangt die Glukose viel sanfter ins Blut. Der gefürchtete Spike bleibt aus – und mit ihm der spätere Crash.

Die wissenschaftlichen Beweise: Was die Studien zeigen

Die Datenlage ist mittlerweile beeindruckend. In der Cornell-Studie sank der postprandiale Blutzuckeranstieg um bis zu 73 Prozent, wenn Kohlenhydrate ans Ende der Mahlzeit verschoben wurden. Auch die Insulinwerte fielen signifikant niedriger aus. Eine japanische Untersuchung an Patienten mit Typ-2-Diabetes bestätigte diese Effekte über mehrere Wochen hinweg, italienische Studien zeigten ähnliche Ergebnisse bei mediterranen Mahlzeiten. Die Erkenntnis ist universell: Die Reihenfolge auf dem Teller wirkt – unabhängig von Kalorienmenge oder Makronährstoffverteilung.

Praktische Umsetzung im Alltag So gelingt die neue Essabfolge
Praktische Umsetzung im Alltag So gelingt die neue Essabfolge

Praktische Umsetzung im Alltag: So gelingt die neue Essabfolge

Im Alltag lässt sich das Prinzip leichter umsetzen, als viele vermuten. Beim klassischen Pasta-Mittagessen beginnt man einfach mit einem kleinen Salat oder gedünstetem Gemüse, isst anschließend das Hähnchen oder den Käse aus der Sauce – und wendet sich erst dann den Nudeln zu. Beim Frühstück bedeutet das: Zuerst ein Joghurt mit Beeren und Nüssen, dann das Müsli oder Brot. Wer ein belegtes Brötchen isst, beißt zuerst in Belag und Salat, bevor das Brot folgt. In der Kantine empfiehlt sich der gezielte Griff zur Salatbar als Vorspeise, im Restaurant bestellt man eine Suppe oder einen kleinen Salat vorab.

Häufige Fehler und Stolperfallen

Die häufigsten Anfängerfehler sind schnell aufgezählt: eine zu kleine Gemüseportion, die kaum eine schützende Wirkung entfalten kann, vergessenes Eiweiß bei rein pflanzlichen Mahlzeiten oder ein süßer Snack zwischendurch, der die ganze Strategie zunichtemacht. Bei Mischgerichten wie Lasagne, Risotto oder Aufläufen, in denen alle Komponenten verschmolzen sind, lässt sich die Reihenfolge nicht mehr beeinflussen. Hier hilft eine kleine Vorspeise aus Salat oder Gemüse, um den Effekt zumindest teilweise zu erhalten.

Für wen ist die Methode besonders wertvoll?

Profitieren können grundsätzlich alle. Besonders deutlich spüren die Wirkung jedoch Menschen mit Insulinresistenz, Prädiabetes, dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS), chronischer Erschöpfung oder regelmäßigen Heißhungerattacken. Auch wer das Körpergewicht stabilisieren oder den Hormonhaushalt unterstützen möchte, findet in der Essreihenfolge ein einfaches, alltagstaugliches Werkzeug.

Weitere Tricks zur Blutzuckerstabilisierung

Ergänzend lassen sich weitere bewährte Strategien einsetzen. Ein Esslöffel Apfelessig in einem Glas Wasser vor der Mahlzeit kann den Blutzuckeranstieg zusätzlich abmildern. Ein zehnminütiger Spaziergang nach dem Essen aktiviert die Muskelzellen und senkt den Glukosespiegel spürbar. Ein herzhaftes Frühstück mit Eiern, Avocado und Vollkornbrot bringt den Tag stabiler in Gang als Marmeladenbrot oder süßes Müsli. Und auch beim Snacken gilt: lieber Nüsse vor der Banane als umgekehrt.

Wann Sie ärztlichen Rat suchen sollten

Anhaltende Müdigkeit nach dem Essen, häufiges Zittern, starke Heißhungerattacken oder familiäre Vorbelastung mit Diabetes sollten ärztlich abgeklärt werden. Auch wer trotz konsequenter Umstellung keinerlei Verbesserung spürt, sollte Insulinresistenz, Schilddrüsenfunktion oder Vitamin-D-Status überprüfen lassen. Die Essreihenfolge ist ein wertvolles Werkzeug, ersetzt aber keine medizinische Diagnostik.

Fazit: Eine kleine Änderung mit großer Wirkung

Die Reihenfolge auf dem Teller ist eine der elegantesten Stellschrauben der modernen Ernährungsmedizin. Sie kostet nichts, verlangt keinen Verzicht und lässt sich in jeden Alltag integrieren. Wer es zwei Wochen konsequent ausprobiert, wird die Veränderung meist deutlich spüren: stabilere Energie, klarerer Kopf, weniger Heißhunger und ein ruhigerer Nachmittag. Eine kleine Gewohnheit, die langfristig nicht nur das Nachmittagstief besiegt, sondern auch dem Stoffwechsel, dem Hormonhaushalt und dem allgemeinen Wohlbefinden zugutekommt.

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Flohsamenschalen sind ein wahres Kraftpaket der Naturheilkunde, wenn es um stabile Blutzuckerwerte geht. Die löslichen Ballaststoffe quellen im Magen auf das Vielfache ihres Volumens und bilden jenes schützende Gel, das die Glukoseaufnahme verlangsamt. Ein Teelöffel in einem großen Glas Wasser, etwa 15 Minuten vor dem Essen getrunken, ergänzt das Prinzip der Essreihenfolge ideal. Tipp: Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilt, da Flohsamenschalen ohne genug Wasser ihre Wirkung nicht entfalten können.

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Wer die Essreihenfolge im Büroalltag konsequent umsetzen möchte, profitiert enorm von einer Lunchbox mit getrennten Fächern. Salat, Proteine und Kohlenhydrate bleiben so säuberlich getrennt – und können in der gewünschten Reihenfolge gegessen werden. Glasbehälter sind dabei nicht nur ästhetisch, sondern auch hygienisch und mikrowellengeeignet. Tipp: Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten am Vorabend zu und befüllen Sie das Gemüsefach besonders großzügig – mindestens ein Drittel der gesamten Mahlzeit sollte aus Ballaststoffen bestehen.

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Das Buch der französischen Biochemikerin Jessie Inchauspé hat das Thema Blutzucker-Management einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Auf verständliche, oft humorvolle Weise erklärt die „Glucose Goddess“ die biochemischen Hintergründe und liefert zehn alltagstaugliche Tricks für eine stabile Glukose-Kurve. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet hier eine fundierte und gleichzeitig leicht lesbare Grundlage. Tipp: Notieren Sie sich beim Lesen die drei Tricks, die am besten zu Ihrem Alltag passen, und setzen Sie diese als erstes konsequent um.

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Hochwertiges Olivenöl ist ein zentraler Baustein der mediterranen Ernährung und wirkt sich nachweislich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Die enthaltenen einfach ungesättigten Fettsäuren und Polyphenole verlangsamen die Magenentleerung und unterstützen eine gleichmäßige Glukoseaufnahme. Ein Schuss über den Salat oder das Gemüse zu Beginn der Mahlzeit verstärkt also den schützenden Effekt der Essreihenfolge. Tipp: Achten Sie auf die Bezeichnung „extra vergine“ aus erster Kaltpressung, idealerweise in einer dunklen Glasflasche – das schützt die wertvollen Inhaltsstoffe vor Licht und Oxidation.

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Wer die Essreihenfolge zur Gewohnheit machen möchte, sollte den Salat zur festen Vorspeise erheben. Ein schönes Set aus mehreren Salatschüsseln in passender Größe macht aus dem ballaststoffreichen Auftakt ein kleines Ritual – auch im Familienalltag oder bei Gästen. Bambus, Holz oder Keramik sind dabei besonders beliebt. Tipp: Stellen Sie die Salatschüssel bereits zu Beginn der Mahlzeit auf den Tisch, nicht erst als Beilage – allein diese visuelle Erinnerung erhöht die Wahrscheinlichkeit, das Prinzip konsequent umzusetzen.

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Schrittzähler oder Fitness-Tracker für den Verdauungsspaziergang

Ein zehnminütiger Spaziergang nach dem Essen senkt den Blutzuckerspiegel spürbar – die aktiven Muskelzellen ziehen die Glukose direkt aus dem Blut, ohne den Umweg über die Insulinausschüttung. Ein Schrittzähler oder Fitness-Tracker am Handgelenk hilft, diese kleine Gewohnheit zur festen Routine werden zu lassen. Tipp: Setzen Sie sich das konkrete Ziel von mindestens 1.000 Schritten innerhalb der ersten 30 Minuten nach jeder Hauptmahlzeit – das ist die Phase, in der der Glukose-Spike am stärksten ausfällt.

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Häufige Leserfragen zum Thema Essreihenfolge

Funktioniert die Essreihenfolge auch, wenn ich nur eine kleine Mahlzeit esse?

Ja, das Prinzip wirkt auch bei kleineren Portionen – allerdings ist der Effekt umso deutlicher, je kohlenhydratreicher die Mahlzeit ist. Bei einem schlichten Salat mit gegrilltem Hähnchen ohne Brot oder Beilagen spielt die Reihenfolge eine geringere Rolle. Sobald jedoch Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln oder Süßes ins Spiel kommen, lohnt sich die bewusste Abfolge auch bei kleinen Mengen. Ein Tipp: Selbst bei einem schnellen Snack zwischendurch hilft es, zuerst die Nüsse oder den Käse zu essen und dann erst die Cracker oder den Apfel.

Wie lange dauert es, bis sich erste Effekte bemerkbar machen?

Viele Menschen spüren bereits nach der ersten oder zweiten umgestellten Mahlzeit einen Unterschied – vor allem ein deutlich abgeschwächtes Nachmittagstief. Stabilere Energie über den gesamten Tag, weniger Heißhungerattacken und ein ruhigerer Schlaf stellen sich meist nach sieben bis vierzehn Tagen konsequenter Anwendung ein. Hormonelle Effekte, etwa bei PCOS oder Insulinresistenz, brauchen erfahrungsgemäß vier bis acht Wochen, um sich zu manifestieren.

Muss ich auf Kohlenhydrate verzichten, damit das Prinzip funktioniert?

Nein, und genau das ist der entscheidende Vorteil dieser Methode. Pasta, Brot, Reis und Kartoffeln dürfen weiterhin auf dem Teller landen – sie kommen nur an eine andere Stelle in der Mahlzeit. Die Essreihenfolge ist keine Diät und kein Verzichtsprogramm, sondern eine Anpassung des Essverhaltens. Wer dennoch zusätzlich auf die Qualität der Kohlenhydrate achtet (Vollkorn statt Weißmehl, Süßkartoffel statt Pommes), verstärkt den Effekt.

Was kann ich tun, wenn ich auswärts esse oder in der Kantine Schlange stehe?

Auch hier lässt sich das Prinzip umsetzen. Beginnen Sie die Mahlzeit mit dem Salat, dem gedünsteten Gemüse oder der Suppe. Wenden Sie sich anschließend dem Eiweißanteil zu – Fleisch, Fisch, Tofu, Käse oder Hülsenfrüchten. Die Beilage aus Reis, Kartoffeln oder Nudeln kommt zum Schluss. In Restaurants empfiehlt sich der bewusste Griff zur Vorspeise: Ein kleiner Salat oder eine Gemüsesuppe sind ideale Wegbereiter. Beim Asiaten wäre etwa ein Gurkensalat vor den Nudeln eine perfekte Wahl.

Gilt die Reihenfolge auch beim Frühstück?

Unbedingt. Das Frühstück ist sogar eine besonders sensible Mahlzeit, weil der Körper nach der Nacht besonders empfindlich auf Glukose-Spitzen reagiert. Wer mit einem Joghurt, Eiern, Avocado oder Nüssen beginnt und erst danach das Müsli, die Marmelade oder das Brot isst, vermeidet die typische Vormittagsmüdigkeit. Süße Frühstücke wie Croissants oder gezuckerte Cerealien auf nüchternen Magen sind aus stoffwechselmedizinischer Sicht der größte Energiekiller des Tages.

Was mache ich bei Mischgerichten wie Lasagne, Risotto oder Eintopf?

Bei vollständig vermischten Gerichten lässt sich die Reihenfolge nicht mehr beeinflussen – die Komponenten gelangen gleichzeitig in den Magen. Hier hilft eine vorgeschaltete Strategie: Beginnen Sie mit einer kleinen grünen Vorspeise wie Blattsalat, Rohkost oder einer Gemüsesuppe. So bauen Sie den schützenden Ballaststoff-Teppich auf, bevor das Hauptgericht folgt. Auch ein Esslöffel Apfelessig in einem Glas Wasser etwa zehn Minuten vor der Mahlzeit kann den Blutzuckeranstieg zusätzlich dämpfen.

Hilft die Methode auch beim Abnehmen?

Direkt verbrennt sie keine Kalorien, schafft aber hervorragende Voraussetzungen für eine nachhaltige Gewichtsreduktion. Stabilere Blutzuckerwerte bedeuten weniger Insulinausschüttung, was wiederum die Fettverbrennung erleichtert. Hinzu kommt das ausgeprägtere Sättigungsgefühl, weil Ballaststoffe und Proteine zuerst aufgenommen werden. Heißhungerattacken am Nachmittag oder Abend, die sonst oft zum heimlichen Snacken führen, werden deutlich seltener. Wer zusätzlich auf Portionsgrößen achtet, kombiniert beide Hebel optimal.

Können auch Kinder oder ältere Menschen von der Essreihenfolge profitieren?

Ja, das Prinzip ist für jede Altersgruppe geeignet, da es sich um eine rein physiologische Anpassung handelt. Bei Kindern lässt sich spielerisch eine gesunde Gewohnheit etablieren – etwa, indem Rohkoststicks vor dem Hauptgericht serviert werden. Ältere Menschen profitieren besonders, weil mit zunehmendem Alter die Insulinempfindlichkeit nachlässt und Glukose-Spitzen schwerer ausgeglichen werden. Schwangere und chronisch Kranke sollten Ernährungsumstellungen jedoch grundsätzlich mit ihrem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft besprechen.

Letzte Aktualisierung am 2026-05-11 at 20:19 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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