Ratgeber Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)

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Ratgeber Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)

Schönheit liegt im Auge der Betrachterin oder des Betrachters. Weil ästhetisches Empfinden individuell verschieden ist, gleichzeitig aber auch vom Zeitgeist und von nationalen oder regionalen Vorlieben bestimmt wird, ist es kaum möglich, eine allgemeingültige Grenze zwischen normaler oder krankhafter Brustform zu ziehen.

US-Amerikanerinnen streben BH-Größen ab C an, während Europäerinnen meist B bis C bevorzugen. Europäische »upper class«- Frauen schätzen den eher kleinen Busen. Extrem schlanke Frauen mit Modelfiguren haben auch in den Brüsten meist wenig Fettgewebe und deshalb einen kleinen Busen. Eine Vergrößerung auf C wirkt dann eher künstlich.

Extrem flache Brüste sind sowohl bei Ballerinas als auch bei Marathonläuferinnen, die kein Gramm überflüssiges Fett am Körper haben, ganz normal.

 

Kurzinfo Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)

  • Mindestalter: frühestens ab achtzehn Jahren
  • Dauer: eine halbe bis eine Stunde
  • Anästhesie: Dämmerschlaf oder Vollnarkose
  • ambulant/stationär: stationär für ein bis zwei Tage
  • Duschen: nach zirka einer Woche
  • Sport:   nach zwei bis drei Wochen
  • Sonne:  nach sechs Monaten
  • arbeitsfähig: nach ein bis zwei Wochen
  • endgültiges Ergebnis: nach zirka drei Monaten beurteilbar
  • Haltbarkeit: meist zehn bis fünfzehn Jahre
  • genutzt von: Frauen

Wirkungsweise Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)

Während einer etwa dreißig bis sechzig Minuten dauernden Operation wird die Brust mithilfe von Implantaten vergrößert. Brustvergrößerung ist eine der am häufigsten durchgeführten plastisch-ästhetischen Operationen.

Nutzen Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)

Es gehört zur Verantwortung der Operateurin/des Operateurs, den Wunsch nach einer Brustvergrößerung zu hinterfragen und unrealistische Vorstellungen zurechtzurücken; eventuell auch von einer Operation abzuraten. Wenn eine Frau unter extrem kleinen oder ungleich großen oder deformierten Brüsten leidet (Schlauchbrust, Tütenbrust), ist eine Brustvergrößerung aus medizinischen Gründen sinnvoll.

Die heutzutage verwendeten Silikon-Implantate halten etwa zehn bis fünfzehn Jahre, manchmal auch länger. Es besteht keine Gefahr, dass Implantate das Brustkrebsrisiko erhöhen oder zu Autoimmunerkrankungen führen. Bei zwei von zehn Frauen muss das Implantat innerhalb von zehn Jahren wegen Komplikationen wieder entfernt werden.

Auch nach einer Brustvergrößerung ist es möglich, zu stillen und im Rahmen einer Brustkrebsvorsorge eine Mammografie durchführen zu lassen.

Alternativen Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)

Brustvergrößernde Einlage im BH, Push-up-BH.

Aufspritzungen mit diversen Füllmaterialien (z.B. Macrolane) oder Eigenfett sind keine sinnvollen Alternativen. Beides ist sehr teuer und hält je nach Füllmaterial nur etwa sechs bis achtzehn Monate. Macrolane kann außerdem Knötchen verursachen.

Behandlung Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)

Eine Brustvergrößerung mit Implantaten ist eine relativ einfache und schnelle Operation. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Brustprothese einzulegen:

  • zwischen Rippen und dem dünnen, flächig darüber gespannten Brustmuskel
  • zwischen Brustmuskel und dem darüber liegenden Brustdrüsengewebe

Beide Methoden verletzen den Drüsenkörper, die Milchgänge und die versorgenden Blutgefäße nicht, denn es wird in der Schicht darunter operiert.

Die heutzutage verwendeten Implantate sind mit Silikongel gefüllte, weiche Kunststoffkissen. Die gerauhte Oberfläche sorgt dafür, dass das Bindegewebe an sie anwächst und das Kissen an seinem Platz verbleibt. Welche Implantatform gewählt wird, hängt vom Wunsch der Patientin und der Erfahrung der Operateurin/des Operateurs ab. Ein zu pralles Implantat wirkt unnatürlich, denn jede Brust hängt ein wenig — je größer, umso mehr. Ein Implantat mit einer zu großen Auflagefläche könnte dazu führen, dass sich die Implantatränder durch die Haut abzeichnen.

Es kann hilfreich sein, die Implantate zur Probe in den bügellosen BH einzulegen. Manche Schönheitskliniken oder -praxen stellen für die Entscheidungsfindung spezielle BHs zur Verfügung, um das Gefühl nach der Brustvergrößerung zu simulieren. Denn oft sieht die Brust zwar besser aus, aber sie fühlt sich, vor allem bei Bewegungen, nicht so gut an, weil eine Vergrößerung auch ein zusätzliches Gewicht von hundert bis zweihundert Gramm bedeutet.

Vorbereitung:

Um krankhafte Befunde auszuschließen, sollte vor dem Eingriff immer eine Mammografie durchgeführt werden. Außerdem sollten Sie etwa zwei Wochen vor der Operation aufhören zu rauchen und, falls Sie Hormone nehmen, diese absetzen.

Der Eingriff sollte nur stattfinden, wenn eine realistische Haltung zum erwartbaren Ergebnis des Eingriffs besteht und Sie die Möglichkeit haben, sich danach einige Wochen lang körperlich zu schonen.

Am Tag vor dem Eingriff sollte die Haut nicht eingecremt werden, die Achselhaare müssen frisch rasiert sein. Der Eingriff wird meist in Vollnarkose durchgeführt.

Der Eingriff selbst Wo der Hautschnitt für die Implantation gesetzt wird, hängt zum Großteil von der Erfahrung der Operateurin/des Operateurs ab. Es gibt drei Möglichkeiten: in der unteren Brustfalte, in der Achsel, im Brustwarzenvorhof. Jede Methode hat ihre Vor-und

Nachteile Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)

Schnitt an der unteren Brustfalte: Diese Methode wird am häufigsten angewendet, weil sie eine gute Übersicht über das Operationsfeld gewährleistet; für alle Implantatformen und -größen geeignet ist; weil das Implantat je nach Notwendigkeit sowohl unter als auch über dem Brustmuskel plaziert werden kann; und weil die Narbe später nahezu unsichtbar sein wird.

 

Schnitt unter der Achsel:

Bei dieser Methode bleibt die Brust narbenfrei und die Narbe in der Achsel ist kaum zu sehen. Der Nachteil: Diese Methode ist ungeeignet für große Implantate und manche Implantatformen. Außerdem ist eine Plazierung unter dem Brustmuskel schwierig.

Schnitt am Brustwarzenrand:

Der Vorteil ist eine unauffällige Narbe, der Nachteil ist das Risiko, dass die Stillfähigkeit verlorengehen und es zu Empfindungsstörungen kommen kann. Das Einsetzen großer Implantate erfordert große Erfahrung der Operateuren/des Operateurs.

Nach dem Hautschnitt wird die »Tasche« präpariert, in die das Implantat eingeschoben wird. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Bei guter Haut- und Drüsenabdeckung oberhalb des Brustmuskels zwischen Muskel und Drüsen. Diese Methode wird in etwa zwei Dritteln aller Fälle gewählt.

Unter dem Brustmuskel. Diese Methode ist aufwendiger, verursacht eine stärkere Blutung während der Operation und es besteht ein höheres Risiko als bei der ersten Methode, dass das Transplantat nicht am Ort bleibt, wo es eingesetzt wurde.

Wenn die »Tasche« frei von Blutungen ist, wird das vorher in Kochsalzlösung eingelegte Implantat an seinen vorbereiteten Platz geschoben, bei Bedarf noch gedreht und das Unterhautgewebe wieder verschlossen. Durch stabilisierende Nähte wird sichergestellt, dass das Implantat nicht verrutscht.

Bei sehr unterschiedlicher Brustgröße wird während der Operation das erste Implantat zunächst nur mit Stütznähten gesichert, dann die andere Seite operiert, dann die Patientin aufgesetzt und im Sitzen kontrolliert, ob die Brüste natürlich aussehen oder ob noch etwas verändert werden muss. Erst dann wird die Wunde endgültig vernäht.

Eventuell sorgen eingelegte Schläuche (Drainagen) in den ersten Tagen für den Abfluss von Wundsekreten. Der Eingriff dauert etwa eine halbe bis eine Stunde.

Nach dem Eingriff Die verschlossene Wunde wird nach dem Eingriff noch einmal desinfiziert und mit Wundpflastern (Steristrips) verschlossen, damit kein Zug auf den Hautschnitt gerät und die Wunde gut heilen kann. Mit weichen Bandagen wird nun der Brustkorb in Form eines Stütz-BHs umwickelt und mit elastischen Bandagen gesichert.

Am Tag nach dem Eingriff kann man häufig schon über den weichen Bandagen einen weichen BH tragen. Erst nach rund drei Monaten lässt sich beurteilen, ob die Implantate gut sitzen und erst dann sind alle körperlichen Aktivitäten wieder uneingeschränkt möglich. Weil die Wunde in der ersten Zeit regelmäßig kontrolliert und frisch verbunden wird, ist es sinnvoll, den Eingriff stationär machen zu lassen. In den ersten beiden Wochen ist eine Kleidung von Vorteil, die man nicht über den Kopf ziehen muss.

Risiken / Nebenwirkungen Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)

  • Generell sollte keine Brustvergrößerung durchgeführt werden bei Einnahme von blutverdünnenden Mitteln wie Aspirin oder Marcumar. Wenn eine Operation geplant ist, müssen solche Medikamente etwa zwei Wochen vorher abgesetzt werden.
  • Allgemeininfektionen, z. B. Grippe, HIV
  • akuten Hautinfektionen durch Viren, Bakterien, Pilze
  • Wundheilungsstörungen
  • Wunsch nach sehr großer Brustvergrößerung
  • unbehandelter, psychischer Labilität

Nebenwirkungen:

Die Brust wirkt durch die Operation geschwollen und wie ausgestopft, oft auch grün und blau verfärbt, einige Tage lang gibt es Schmerzen im Operationsbereich, mehrere Tage lang Schwellungen und unter Umständen mehrere Wochen lang blaue Flecken sowie vorübergehenden Gefühlsverlust an der Brust und an den Brustwarzen; in seltenen Fällen dauerhaftes Taubheitsgefühl an der Brust. In den ersten Stunden nach dem Eingriff kann es zu Nachblutungen kommen, die meist harmlos sind. Bis zu zwei Wochen nach der Operation kann es zu anhaltenden Sickerblutungen kommen, die zu einer schmerzhaften Verhärtung der Brüste und zu nicht nachlassender Verfärbung führen. Gelegentlich treten Nachblutungen auf, die nur schwer gestillt werden können und das Risiko von Wundinfektionen erhöhen.

Im Sommer 2011 veröffentlichte die US-Arzneimittelbehörde FDA folgende Risikozahlen zu Brustimplantaten:

Zwei bis vier von zehn Frauen müssen innerhalb von zehn Jahren nachoperiert werden, wegen Komplikationen wie Schmerzen, Infektionen, Faltenbildung, Asymmetrien, Implantateinrissen und Kapselfibrosen – das sind harte Bindegewebshüllen, die das Implantat zusammenschnüren. Bei zwei von zehn Frauen muss das Implantat innerhalb von zehn Jahren sogar wieder entfernt werden.

Wenn sehr große Implantate eingesetzt werden, kann das langfristig zu Rückenschmerzen führen. In sehr seltenen Fällen kann es, so wie bei allen Operationen in Vollnarkose, zu Todesfällen kommen besonders dann, wenn der Operateurin/dem Operateur ein Medikamenten-Missbrauch verschwiegen wurde.

Kosten Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)

Bis 10000 Euro. Die Aufspritzung mit Eigenfett kostet pro Sitzung bis 5000 Euro. Silikoneinlagen für den BH kosten 30 bis 150 Euro.

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