Steckbrief: Ackerwinde (Convolvulus arvensis)

Systematik

  • Reich: Pflanzen (Plantae)
  • Unterreich: Samenpflanzen (Spermatophytina)
  • Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
  • Ordnung: Windenartige (Solanales)
  • Familie: Windengewächse (Convolvulaceae)
  • Gattung: Winden (Convolvulus)
  • Art: Ackerwinde

Beschreibung

Die Ackerwinde ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit einer kriechenden oder kletternden Wuchsform. Die Pflanze kann bis zu 2 Meter lang werden und besitzt windende Stängel, die sich um benachbarte Pflanzen und Strukturen schlängeln. Die Blätter sind pfeilförmig bis herzförmig und weisen eine wechselständige Anordnung auf. Die trichterförmigen Blüten sind weiß bis rosafarben und erscheinen von Mai bis September.

Verbreitung und Standort

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Die Ackerwinde ist in Europa, Asien und Nordafrika beheimatet und hat sich auch in Nordamerika und Australien ausgebreitet. Sie wächst auf Äckern, Weiden, an Straßenrändern und auf Brachland. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und kommt gut mit trockenen, nährstoffarmen Böden zurecht.

Anbau und Pflege

Die Ackerwinde ist eine robuste und schnell wachsende Pflanze, die sich leicht durch Aussaat oder Wurzelteilung vermehren lässt. Sie kann jedoch invasiv werden und andere Pflanzen im Garten verdrängen, daher sollte ihr Wachstum kontrolliert werden.

Heilwirkung und Anwendung

Die Ackerwinde wurde in der traditionellen Medizin verwendet, um Verdauungsbeschwerden, Verstopfung und Leberprobleme zu behandeln. Sie enthält Alkaloide, Glykoside und Flavonoide, die krampflösende, harntreibende und abführende Wirkungen haben können. In der modernen Phytotherapie wird sie jedoch selten verwendet, da es effektivere Alternativen gibt und die Wirkstoffe in der Ackerwinde toxisch sein können, wenn sie in großen Mengen eingenommen werden.

Warnhinweis

Die Ackerwinde sollte nicht ohne fachkundige Anleitung verwendet werden, da sie toxische Wirkstoffe enthält, die bei falscher Anwendung zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen können. Es gibt keine bekannten schwerwiegenden Nebenwirkungen, aber es wurden auch keine umfangreichen Studien zur Sicherheit durchgeführt.

Kulturelle Bedeutung

Die Ackerwinde ist eine attraktive Wildblume, aber aufgrund ihrer invasiven Natur und potenziellen Toxizität wird sie selten in Gärten angebaut. In der Volksmedizin hat sie eine lange Tradition, auch wenn sie in der modernen Phytotherapie selten genutzt wird.

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