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Demenz – erhöhtes Risiko durch Stress

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Demenz – erhöhtes Risiko durch Stress

“Wo habe ich denn den Wohnungsschlüssel hingelegt?” oder “Wie war doch gleich noch der Name der neuen Kollegin?” – so, oder so ähnlich könnte es beginnen. Bei einer Demenzerkrankung lassen die Leistung des Gedächtnisses und das Denkvermögen immer mehr ab. Die Ursache dafür sind strukturelle Veränderungen in verschiedenen Bereichen des Gehirns.

Eine neue Studie der Göteborger Universität brachte nun zutage, dass auch schwerwiegende seelische Belastungen diese Veränderungen unterstütze können.

Mehr Frauen betroffen

Die Zahlen sind erschreckend – in jedem Jahr gibt es etwa 250.000 Neuerkrankungen. Momentan gibt es rund 1,2 Millionen Patienten mit der Diagnose: Demenz. Je älter die Menschen werden, umso größer ist auch das Risiko für diese Erkrankung.

Die Studienergebnisse der Universität in Göteborg zeigen, dass starke Belastungssituationen seelischer Art die Erkrankung zusätzlich fördern können.

Langzeitstudie über 38 Jahre

Die Grundlage der Studie bildete eine Gruppe von 800 Frauen in der Altersgruppe von Ende 30 bis Mitte 50. Sie wurden über einen Zeitraum von 38 Jahren beobachtet. Die Wissenschaftlerin Lena Johansson und ihr Team befragten die Teilnehmerinnen zu Beginn der Studie (1968) zu Ereignissen, welche sie in ihrem Leben als besonders einschneidend bezeichnen. Zu solchen Ereignissen zählen beispielsweise Arbeitslosigkeit, Alkoholkrankheit innerhalb der Familie, Scheidung, psychische Krankheiten oder auch der Tod des Lebenspartners.

Auffällige Häufung belastender Erlebnisse

Nachdem die erste Befragung ausgewertet war, wurde klar, das jede vierte Teilnehmerin ein einschneidendes Erlebnis hinter sich hatte. 23 Prozent der Frauen hatten zwei erlebt und ganze 16 Prozent mussten schon mehr als drei dieser Erfahrungen verschmerzen.

Keine schlimmen Erlebnisse hatte lediglich nur jede sechste der Befragten Frauen.

Weiterhin wurden die Frauen nach ihrer momentanen Stressbedingten Belastung befragt. Sie machten Angaben zu Nervosität, Schlafstörungen, Ängsten und Reizbarkeit.

Danach gab es weitere Befragungen (insgesamt sechs) im Abstand von mehreren Jahren bis 2005. Die Wissenschaftler luden die Frauen ein und untersuchten unter anderem auch die geistige Fitness der Studienteilnehmerinnen. Bis zum Jahr 2005 starben 125 der teilnehmenden Frauen. Bei 153 Probandinnen wurde eine Demenzerkrankung festgestellt.

Demenzrisiko durch seelischen Schmerz erhöht

An diesem Ergebnis ist abzulesen, dass schmerzliche Ereignisse sehr lange nachwirken und auch im späteren Leben noch gravierende Auswirkungen haben können. Unabhängig von der Dauer der Belastung, erhöht diese das Risiko an Demenz zu erkranken. Hierbei steigt das Risiko um ganze 20 Prozent – und das pro belastendem Ereignis. Das heißt, je größer die Anzahl der einschneidenden negativen Erlebnisse, umso größer das Risiko für eine Demenzerkrankung.

Die Gefahr des Stresses

Ungeklärt blieb allerdings die Ursache für die Risikosteigerung, da diese unterschiedlichen Ursprung haben könne. Mögliche Ursachen sind hierbei Veränderungen des Hormonhaushaltes durch Stress, welche negative Auswirkungen auf verschiedene Systeme im menschlichen Körper haben ( Herz-Kreislauf-System, Immunsystem, zentrales Nervensystem). Außerdem hat Stress nachgewiesenermaßen Auswirkungen auf bestimmte Risikofaktoren, welche eine Demenzerkrankung fördern können. Dazu zählt beispielsweise Bluthochdruck. Weiterhin wurde bereits in früheren Studien nachgewiesen, dass Stress auch zu strukturellen Veränderungen des Gehirns führen kann. Diese Strukturen sind zur Verarbeitung von Erinnerungen und das Lernen an sich zuständig.

Das neue Ziel der Forscher heißt nun Behandlungsmöglichkeiten finden. Vielleicht gibt es therapeutische Maßnahmen, welche dieser Risikosteigerung entgegenwirken können.

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Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

Letzte Aktualisierung am 19.11.2020 um 21:06 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API