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Halsschmerzen – Ursachen, Symptome, Krankheiten und Behandlung

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Halsschmerzen

Symptome, Ursachen, Krankheiten, Behandlung

Halsschmerzen machen sich besonders in Verbindung mit Infekten bemerkbar. Sie können dafür sorgen, dass man sich sehr unwohl fühlt. Oft gehen sie mit Schluckbeschwerden und starken Schmerzen einher, gemeinsam mit Reizhusten, Heiserkeit und manchmal sogar Stimmverlust. Dabei entstehen Halsschmerzen keinesfalls nur im Kehlkopf oder Rachen, sondern auch in der oberen Speiseröhre oder den Lymphknoten am Hals.

Beschreibung

Besonders häufig treten Halsschmerzen zusammen mit Beschwerden beim Schlucken, Halskratzen und Heiserkeit auf. Oftmals sind sie mit einer Schleimhautentzündung des Rachens verbunden.

Eben dieser ist dann meist angeschwollen und auch sichtbar gerötet. Daneben können dann auch die Mandeln und Lymphknoten, welche unter dem Unterkiefer seitlich von außen zu ertasten sind, geschwollen sein. Dies ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass der Körper versucht die auslösenden Viren oder Bakterien zu besiegen. Obwohl meistens Infektionskrankheiten der Grund für Halsschmerzen sind, es können auch andere Ursachen vorliegen. Dazu gehören zum Beispiel Rachenpolypen, Hormonstörungen, eine Mandelentzündung (chronisch) oder aber ein Tumor, der im Bereich des Rachens, der Zungenwurzel oder des Kehlkopfes sitzt.

Häufige Schluckbeschwerden

Oftmals gehen die Schluckbeschwerden mit den Halsschmerzen einher. Wird Reibung oder Druck auf die sowieso schon entzündete Schleimhaut angewandt, wird der Schmerz meist noch schlimmer. Allerdings können diese Beschwerden auch das Resultat einer Schluckstörung (Dysphagie) sein, welche die Abläufe des Schluckvorgangs beeinträchtigt.

Die Ursachen und mögliche Erkrankungen

Die Ursachen für Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden können unterschiedliche Gründe haben.

Infekt verursacht Halsschmerzen

Die gängigste Ursache für Halsschmerzen bzw. eine Entzündung im Hals sind noch immer Bakterien oder Viren:

  • Halsschmerzen sind nahezu immer ein Nebeneffekt bei grippalen Infekten oder Erkältungen. Meist gehen sie mit Fieber, Schnupfen, Husten, Müdigkeit und Kopf- und Gliederschmerzen einher und sorgen so für ein ausgewachsenes Krankheitsbild.
  • Ist man von einer richtigen Grippe (Influenza) betroffen sind Halsschmerzen ein Symptom, welches sehr ausgeprägt ist.
  • An Belägen, die weiß-gelblich sind und sich auf den Mandeln befinden, die wiederum geschwollen sind und starke Schmerzen verursachen, erkennt man eine Mandelentzündung (Tonsillitis).
  • Mit einem plötzlichen Beginn der Krankheit geht die Kehldeckelentzündung (Epiglottitis) einher. Ihre Symptome sind Halsschmerzen, Probleme beim Schlucken, Fieber, aber auch Atemnot, Blässe, Speichelfluss und ein Geräusch beim Einatmen, das an ein Pfeifen erinnert.
  • Ebenfalls eine Ursache für starke Halsschmerzen kann die Diphterie sein. Hierbei handelt es sich um eine Krankheit, bei der die oberen Atemwege betroffen sind. Sie ist sehr ansteckend.
  • Durch das so genannte Epstein-Barr-Virus hervorgerufen, kann auch das Pfeiffersche Drüsenfieber die Ursache sein. Oftmals verläuft es harmlos. Den Erreger tragen sehr viele Betroffene in sich, allerdings bricht er nicht aus. Auch hier gehören Beschwerden zum Krankheitsbild, die an eine Grippe erinnern, also auch Halsschmerzen.
  • Eine weitere Ursache kann eine Entzündung der Schilddrüse sein, sowohl durch Bakterien als auch durch Viren. Zusätzliche Symptome sind hier oft Schluckbeschwerden und Druckempfindlichkeit im Bereich der Schilddrüse. Manchmal ist diese auch als Ursache einer Autoimmunreaktion des Körpers zu betrachten. In einem solchen Fall geht sie meist ohne Halsschmerzen von statten.

Andere Ursachen

Anstelle von Infektionen können auch andere Ursachen die Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden verursachen:

  • Schluckbeschwerden und Halsschmerzen können Ihre Ursache in einer Entzündung der Bronchien, der Luftröhre oder der Speiseröhre haben.
  • Eine andere Ursache kann die Refluxkrankheit sein. Hier fließt der meist saure Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Stößt man also häufiger sauer auf oder leidet an einer Kehlkopfentzündung, dann kann das ein Zeichen für diese Krankheit sein.
  • Auch ein Fremdkörper in der Speiseröhre oder im Rachen kann eine Ursache sein.
  • Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden können auch durch Verbrühungen und Verätzungen im Rachenraum oder der Speiseröhre hervorgerufen werden.
  • Gefährlich wird es bei Insektenstichen- oder Bissen. Durch starke Schwellungen im Rachenraum und Schmerzen kann es hier schnell lebensbedrohlich werden.
  • Eine besonders schwerwiegende Ursache für vor allem chronische Schluckbeschwerden und Halsschmerzen kann ein Tumor sein, der sich im Rachen, Speiseröhre, dem Kehlkopf oder der Zunge befindet.

Kinder und Halsschmerzen

Besonders oft leiden Kinder unter Halsschmerzen. Dabei kann der Auslöser neben einer simplen Erkältung auch eine Kinderkrankheit, wie zum Beispiel Masern, sein. Kinder leiden auch öfter an Scharlach oder Mandelentzündungen, ebenfalls Ursachen für Halsschmerzen. Im schlimmsten Falle können die Schmerzen für die kleinen Patienten so schlimm werden, dass sie keine feste Nahrung mehr aufnehmen möchten.

Die häufigsten Ursachen sind:

  • Eine Ursache kann Mundsoor sein. Dies ist eine Pilzerkrank, bei der auf der Mund- und Rachenschleimhaut weißlich-graueBeläge zu finden sind. Vor allem Babys sind während der ersten sechs Monate häufig davon betroffen. Beim Versuch diese Beläge zu entfernen können leicht Blutungen entstehen. Auch Trinkschwäche und Fieber gehören zum Krankheitsbild.
  • Die durch Bakterien ausgelöste Krankheit Scharlach gehört ebenfalls zu den Ursachen. Sie ist durch gelb-weiße Pünktchen an den Mandeln und rote Flecken auf der Haut erkennbar.
  • Mumps zählt zu den Ursachen, die durch Viren hervorgerufen werden.
  • Erkältungsähnliche Symptome, wie Halsschmerzen, gehen mit Röteln und Masern einher.
  • Herpangina, eine durch das Coxsackie-Virus ausgelöste Krankheit, ist die Entzündung der Mundschleimhaut. Oft betroffen sind davon der Gaumenbogen und die Mandeln. Zu den Halsschmerzen gesellen sich hier oft noch Abgeschlagenheit, Erbrechen, Fieber und Kopfschmerzen.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Meist ist die Ursache für Halsschmerzen eine grippale Erkrankung, ausgelöst durch Viren. Die Schmerzen klingen von alleine nach wenigen Tagen wieder ab. Ein Arztbesuch ist in diesem Fall nicht nötig, vor allem, wenn keine anderen Symptome vorliegen. Wenn sie allerdings nicht besser werden, sondern sogar eher das Gegenteil der Fall ist und eine Schwellung der Lymphknoten und Fieber hinzukommen, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Sehr ernst sollten Sie Halsschmerzen zusammen mit Fieber, entzündeten Mandeln und Schluckbeschwerden nehmen. Wenn das Fieber dann auch noch sehr hoch ist und Atemnot hinzukommt ist ein Arztbesuch unumgänglich. Das gleiche gilt für den Verdacht auf die Refluxkrankheit. Besonders morgens treten hier die Halsschmerzen auf, gepaart mit Heiserkeit und dem Verlangen, sich zu räuspern.

Ein Hinweis auf eine schwerwiegendere Erkrankung, wie einen Tumor, können Schwellungen im Rachen oder der Zungenwurzel sein, die nicht wieder abklingen. Um schwere Folgeschäden zu vermeiden, sollte man die Ursachen schnellstmöglich ärztlich abklären lassen.

Halsschmerzen – ein Notfall

Ein Arzt sollte sofort konsultiert werden, wenn ein Fremdkörper die Schuld an den Schmerzen trägt und dieser nicht eigenständig entfernt werden kann. Auch Verbrühungen und Verätzungen sollten nicht auf die lange Bank geschoben werden. Als Notfall zählen auch Insektenstiche oder Bisse, da durch das Gift eine heftige allergische Reaktion hervorgerufen werden kann. Dies kann innerhalb nur weniger Minuten zu einer akuten Atemnot führen. Kinder können oftmals nicht genau sagen, woher die Halsschmerzen kommen. Wenn hier aber der Verdacht besteht, dass es sich um einen Insektenstich handeln könnte, sollte sofort ein Notarzt gerufen werden.

Ein Fall für den Kinderarzt

Um zu entscheiden ob ein Besuch beim Arzt notwendig ist sollte zunächst beurteilt werden, wie schwer die Symptome sind. Besteht der Verdacht, dass es sich um Mundsoor oder Scharlach handelt sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt für Röteln, Masern, Mumps und Herpangina. Wenn das Kind zusätzlich einen steifen Nacken hat oder unter Krämpfen leidet ist ein Arztbesuch so schnell wie möglich ratsam.

Was macht der Arzt

Zunächst wird der Arzt erfragen, was für Halsschmerzen vorliegen und wie lange sie schon andauern, um anschließend eine körperliche Untersuchung durchzuführen. Dabei zeigt ihm ein Blick in den Hals bzw. Rachen des Patienten, ob Rötungen, Schwellungen, Eiter oder kleine Bläschen vorhanden sind, die als Zeichen einer Entzündung dienen könnten. Auch die Lymphknoten unter dem Unterkiefer und entlang des Halses werden abgetastet, um sicherzugehen, dass diese nicht verhärtet oder vergrößert sind. Zusätzlich kann eine Fiebermessung Aufschluss über die Krankheit geben.

Blut-, Speichel-, und Gewebeproben

Um Erreger zu suchen, die die Schmerzen verursachen, nimmt der Arzt einen Rachenabstrich. Eine Untersuchung im Labor kann entsprechende Hinweise liefern, ob im Körper Infektionen oder Entzündungen vorliegen. Auch Hormonwerte und Tumormarker können auf diese Art und Weise überprüft werden. Befindet sich eine Geschwulst im Mundraum, Hals oder Rachen kann auch hier eine Gewebeprobe (Biopsie) helfen, den Verdacht auf einen Tumor abzuklären

Weitere Untersuchungen

Auch Untersuchungen, die ein Bild geben, kommen in Frage. Gerade mit Hilfe eines Ultraschalls lassen sich Schwellungen, Tumore und Aussackungen, die Veränderungen hervorrufen, erkennen. Noch genauere Informationen über die Halsorganeund deren Beschaffenheit kann eine Kernspintomographie geben. Allerdings wird diese in erster Linie bei dem Verdacht auf einen Tumor eingesetzt.

Um innere Veränderungen der Schleimhaut erkennen zu können bietet sich eine Magenspiegelung oder eine Kehlkopfspiegelung an. Die letztere wird auch Bronchoskopie genannt. Hierbei werden die Bronchien mit einem Endoskopuntersucht, um die Ursachen für die Halsschmerzen oder Schluckbeschwerden zu finden. Unter Umständen wird der Arzt auch eine Überweisung an einen HNO-Arzt oder Radiologen durchführen.

Leichtere Diagnose durch weitere Symptome

Bei manchen Krankheiten, die für Halsschmerzen verantwortlich sind, treten zeitgleich auch Symptome auf, die Veränderungen des Körpers nach sich ziehen. Solche machen dem Arzt die Diagnose leichter. Bei Masern, Mumps und Röteln treten beispielsweise Hautveränderungen auf, die für die jeweilige Krankheit typisch sind. So ist bei Mumps die Ohrspeicheldrüse stark geschwollen und bei männlichen Patienten können auch Schmerzen am Hoden auftreten. Das Pfeiffersche Drüsenfieber hingegen geht mit Veränderungen im Blut und geschwollenen Lymphknoten einher, oder aber auch mit einer vergrößerten Leber bzw. Milz. Dies findet der Arzt mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung heraus.

Was können Sie selbst tun?

Um eine möglichst effektive Minderung der Halsschmerzen zu erreichen sollte möglichst viel Druck und Reibung, gerade an den entzündeten und überempfindlichen Schleimhäuten, vermieden werden. Besonders geeignet sind weiche oder auch flüssige Lebensmittel, wie zum Beispiel Suppen, Brei, Joghurt oder Säfte. Diese machen das Schlucken einfacher. Besonders schmerzlindernd, zumindest für kurze Zeit, wirken kalte Getränke oder Eis. Ist allerdings Mumps die Ursache für die Halsschmerzen, dann sollte man Abstand von sauren Lebensmitteln und Getränken halten, da diese den Speichelfluss anregen und somit die entzündete Ohrspeicheldrüse noch mehr reizen würden.

Medikamente bei Halsschmerzen

Die Ursache von Halsschmerzen kann möglicherweise auch durch die Behandlung mit Medikamenten bekämpft werden. Gerade bei einer starken bakteriellen Infektion im Bereich des Halses oder bei einer Mandelentzündung kann es sehr ratsam sein, sich einer Behandlung mit Antibiotika zu unterziehen. Leidet man hingegen an einer Viruserkrankung oder an einer der so genannten Kinderkrankheiten, dann sind die Behandlungsmethoden meist recht eingeschränkt. Oftmals beschränken sie sich auf eine reine Linderung der Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Kopf- und Gliederschmerzen und des Fiebers. Dafür eignen sich besonders Fieber- und Schmerzmittel, sowie Medikamente, die lokal betäuben und desinfizieren. Solche Mittel sind einfach und unkompliziert, meist auch rezeptfrei, in Apotheken zu bekommen. So zum Beispiel schmerzstillende und desinfizierende Lutschtabletten oder spezielle Sprays mit dem gleichen Effekt. Ist die Ursache für die Halsschmerzen eine Pilzerkrankung im Mundraum, dann empfehlen sich speziell geeignete Antipilzmittel und Mundspülungen.

Halsschmerzen – Hausmittel

Gegen Halsschmerzen helfen auch viele Tricks, die sich in Omas Hausapotheke finden lassen:

  • Für Linderung sollte einfach ein Handtuch mit zerstampften (gekochten) Kartoffeln oder Quark bestrichen werden und dann wie ein Schal um den Hals gewickelt werden. Dies sollte einige Stunden einwirken, um die volle Wirkung zu entfalten.
  • Lehmwickel sind ebenfalls ein beliebtes Haushaltsmittel. Einfach einige Esslöffel (2-3) Heilerde mit Wasser verrühren, bis ein Brei entsteht, diesen auf einem Tuch verteilen und um den Hals wickeln. Dieser Wickel sollte getragen werden, bis die Erde trocken ist.
  • Auch Gurgeln kann eine effektive Hilfe sein. Dazu nimmt man am besten eine Salzlösung (lauwarm) oder Kamillentee. Auch Zwiebelsaft, angereichert mit Knoblauch und Honig, hilft bei Halsschmerzen.
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Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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