Homöopathie Alternativmedizin Wirkung
Homöopathie Alternativmedizin Wirkung Chamille White/shutterstock.com

Homöopathie – das steckt dahinter

Bei der Homöopathie handelt es sich um eine Heilmethode, die auf den deutschen Mediziner Samuel Hahnemann zurückgeht. Dieser sah in einer Störung der Lebenskraft den Grund jeder Krankheit. Bei der Homöopathie geht man davon aus, dass die Störung den Weg ebnet, für beispielsweise bakterielle Infektionen. Hierbei gelten Symptome des Körpers als Versuch, sich selbst zu heilen. Die Homöopathie fußt auf dem Versuch, diesen Selbstheilungsprozess zu unterstützen.

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Homöopathische Arzneimittel werden nach der “Ähnlichkeitsregel” ausgewählt, frei nach dem Spruch “Similia similibus curentur” (Ähnliches werde durch ähnliches geheilt).

Mit anderen Worten bedeutet das, eine Beschwerde wird durch ein homöopathisches Mittel behandelt, die dieses Mittel in anderer Form hervorrufen würde.

Mittel gibt es in Form von Tropfen, Salben, Injektionen und Globulin (Michzuckerkügelchen) und diese sind entweder pflanzlichen, mineralischen, tierischen oder metallischen Ursprungs. In der Produktion werden die Ausgangsstoffe stark verdünnt, verrieben oder verschüttet (die Ausgangsstoffe werden potenziert), wobei sich die Wirksamkeit der Arzneimittel mit zunehmendem Potenzierungsgrad erhöht.

Beim Homöopathen

Der Homöopath arbeitet mit einer umfassenden Anamnese des Patienten und wählt danach ein geeignetes Mittel für die Behandlung aus. Im Gespräch und der anschließenden Untersuchung erfährt er so, alle für eine effektive Behandlung erforderlichen Informationen. Hierzu zählen die Art der Beschwerde, aber auch andere körperliche, seelische, geistige, soziale, biographische und konstitutionelle Informationen. Ebenso sind Umweltfaktoren in der Homöopathie wichtig. Da so viele Faktoren berücksichtigt werden, ist es möglich, dass ein Homöopath bei der gleichen Krankheit unterschiedliche Mittel verordnet, da er alle wichtigen Faktoren berücksichtigt und nicht nur die Krankheitssymptome.

Alle nicht mechanisch bedingten Krankheiten können homöopathisch Behandelt werden. Hierzu zählen Magen-Darm-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparats und des Nervensystems, sowie Hauterkrankungen, außerdem häufig wiederkehrende Infektionen, Allergien, chronische Schmerzen, psychosomatische Erkrankungen und hormonelle Störungen.

Leiden, die operativ behandelt werden müssen, schließen eine primäre homöopathische Behandlung aus. Hierzu zählen Knochenbrüche, schwere Infektionen und beispielsweise Herzinfarkte. Allerdings kann Homöopathie unterstützend neben der Schulmedizin angewandt werden.

Wirksamkeit der Homöopathie

Eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln ist nur dann sinnvoll, wenn der Körper noch fähig ist, auf das Präparat zu reagieren und den Selbstheilungsprozess dadurch zu verstärken. Das schließt die Behandlung von schweren chronischen Krankheiten aus, da die Reaktionsfähigkeit des Körpers nicht mehr gegeben ist. Das gilt ebenfalls bei dem Fall, bei dem Organe und Gewebe bereits stark zerstört wurden. Oft kann aber die Homöopathie begleitend zur Schulmedizin eingesetzt werden und so den Heilungsprozess unterstützen.

Da nicht alle Patienten mit dem gleichen Krankheitsbild das gleiche homöopathische Mittel erhalten, ist ein wissenschaftlicher Beleg der Wirksamkeit von Homöopathie nur schwer möglich, da die üblicherweise angewendeten Untersuchungen und Studien so nicht angewendet werden können.

Risiken und Nebenwirkungen

In den ersten Stunden nach Beginn der Behandlung mit homöopathischen Mittel ist es möglich, dass es zu einer Verschlechterung der Beschwerden, bzw. zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen kann. Das liegt am Prinzip mit Ähnlichem, ähnliches zu bekämpfen. Dieser Zustand sollte aber nur ein paar Stunden anhalten und nicht mit einer Zugabe des entsprechenden Mittels behandelt werden.

Ansonsten verursacht die homöopathische Behandlung bei richtiger Anwendung der Mittel keine unerwünschten Nebenwirkungen. Eine unsachgemäße Einnahme sollte vermieden werden.

Die selbstbestimmte Anwendung homöopathischer Mittel sollte nur mit sehr viel Hintergrundwissen betrieben werden. Immerhin sind für die richtige Medikation viele Faktoren wichtig, die teilweise von einer zweiten bzw. dritten Person besser bewertet werden können. Besonders gefährdet sind hierbei Patienten mit chronischen Krankheiten und schwangere Frauen. Diese sollten sehr vorsichtig mit der eigenverantwortlichen Anwendung der homöopathischen Mittel sein und lieber auf die Beurteilung eines Experten vertrauen.

Das Prinzip der Potenzierung

 

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