Spermien Spermienform Qualität
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Spermien in der Krise

Die Fruchtbarkeit es Mannes ist nicht mehr die Beste, dies Zeigen verschiedene Studien. Das Ejakulat bei europäischen Männern, hat immer weniger Spermien. Doch genau diese Zahl der Zellen bestimmt immer noch darüber, ob und wie zeugungsfähig ein Mann überhaupt ist. Dabei ist es ganz einfach etwas dafür zu tun, damit die kleinen Schwimmer auch zahlreich und vor allem gesund und munter sind.

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Die Qualität des Spermas zählt

Genau diese Qualität ist wichtig, denn hiervon hängt es ab, wie zeugungsfähig ein Mann ist. Genau diese hat verschiedene Facetten. Die Zahl der Spermien im Ejakulat ist eine der Facetten, doch diese geht europaweit immer weiter bergab. Vor Kurzem schlugen nach den Spaniern und Dänen auch die Mediziner in Frankreich Alarm. Denn gerade im Land der Liebe ist es schlecht um die Spermien bestellt. Bei einer großen Studie von mehr als 26.000 Männern hat sich herausgestellt, dass die Zahl der Spermien bei den Studienteilnehmern die im Durchschnitt 35 Jahre alt waren, von 73,6 Millionen im Jahr 1998 auf nur noch 49,9 Millionen pro Milliliter, bis zum Jahr 2005 gesunken war. Dies ist ein Schwund von rund 2 Prozent im Jahr.

Neuere Proben haben ergeben, das sich dieser Trend dramatisch fortgesetzt hat. So sind im französischen Ejakulat nur noch ca. 20 Millionen Spermien vorhanden. Dies entspricht laut Weltgesundheitsorganisation der zeugungskritischen Untergrenze.

Sperma Abnorm Arten
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Auch bei Spermien zählt das Aussehen

Genauso wie die Gesamtzahl der Spermien wichtig ist, so müssen diese sozusagen einem Schönheitsideal entsprechen. Also diese müssen normal geformt sein. In die Beurteilung fallen sowohl die Form des Kopfes wie auch das Mittelstück und dessen Form. Ebenso wichtig ist die Krümmung der Geißel, damit sich die Zellen fortbewegen können. Dabei sollten mindestens 30 % dem Standard entsprechen. Gerade die Form gibt Aufschluss, wie fit die Spermien sind. Diesbezüglich sah es gerade in der französischen Studie sehr düster aus. Im Jahr 1989 lag der Anteil der normalen Spermien noch bei 60,9 %, so waren diese im Jahr 2005 nur noch 39,2 %.

Doch das Aussehen ist nicht alles, denn entscheidend ist ebenfalls, wie gut die Schwimmer vorankommen. Dabei müssen die kleinen Schwimmer den langen und sehr hürdenreichen Weg zur Eiszelle schaffen, um diese dann auch zu befruchten. Genau in dieser Hinsicht hat sich die Fitness dann doch etwas verbessert.

Chemikalien stehen unter Verdacht

Die Zeugungsfähigkeit und deren Rückgang gibt noch einige Rätsel auf, doch es stehen auch bestimmte Chemikalien in Verdacht. Hierzu gehören unter anderem Weichmacher, die in Plastikverpackungen vorkommen, genauso wie auch Pflanzenschutzmittel. Dazu gehören auch mittlerweile verbotene Substanzen, die allerdings noch in unserer Umwelt vorhanden sein können.

So liegt auch ein Drittel der Schwierigkeit, schwanger zu werden, beim Mann. Ein weiteres Drittel bei der Frau und das letzte Drittel liegt dann an beiden.

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