8 Hygiene-Tipps bei Fußpilz

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8 Hygiene-Tipps bei Fußpilz

Acht wichtige Faktoren und Hygienetipps bei Fußpilz

Laut Studien sind etwa drei bis 15 Prozent der Bevölkerung von Fußpilz betroffen. Vielleicht kennen Sie sogar selbst jemanden der darunter leidet. Diese Krankheit gehört, wie viele andere zu den Tabuthemen schlechthin, jedoch sollte man sich dafür nicht schämen und sich sofort beraten lassen, damit man mit der Behandlung beginnen kann. Es ist eine Infektion wie jede andere auch und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Pilz hemmende Salben sind eine gute Alternative um den Fußpilz in Schach zu halten. Wenn der Fußpilz jedoch soweit fortgeschritten ist, dass auch Nägel davon betroffen sind, dauert die Behandlung oft Monate.

Ratgeber Fußpilz Ursachen Behandlung Vorbeugen

Übertragen wird der Pilz durch winzige Hautschuppen der infizierten Haut. Um andere Menschen nicht anzustecken und um zu verhindern, dass sich der Pilz weiter ausbreitet, sollten Sie die folgenden Hygienetipps beachten:

Die Behandlung so früh als möglich beginnen

Laut Hautarzt und Labormediziner Professor Nenoff aus Leipzig sollte man mit der Behandlung alsbald beginnen. Um die Ansteckungsgefahr zu verringern, muss der Fußpilz mit geeigneten Cremes oder Lösungen therapiert werden. Nach ungefähr einer Woche sollte die Infektion zurückgehen, erklärt Dr. Viktor Czaika, Oberarzt der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Charité in Berlin.

Wenn möglich nicht barfuß gehen

Wenn man mit Fußpilz infiziert ist, sollte man so wenig wie möglich Barfuß laufen, um die Ansteckungsgefahr zu vermindern. Denn wie bereits angemerkt, können winzige Hautschuppen den Pilz übertragen. Nenoff gibt bekannt, dass der häusliche Bereich vermutlich als Hauptinfektionsquelle dient. Denn dort bewegt man sich die meiste Zeit ohne Pantoffeln, nicht so wie im Schwimmbad, dem Fitnessstudio oder der Sauna. Um die Pilzerreger zu beseitigen, sollte man zu Beginn einer Fußbehandlung mindestens einmal pro Woche den Boden mit Desinfektionsmittel reinigen. Damit sei aber nicht nur der Fußboden gemeint, sondern auch Badewanne und Dusche! Denn der Krankheitserreger befindet sich überall. Jedoch sollte das Putzen mit normalem Badreiniger und Wasser genügen, um den Erreger zu beseitigen. Teppichböden sollten gesaugt werden.

Nicht berühren

Es ist sehr wichtig, während der Infektionszeit die Füße und Nägel so wenig wie möglich zu berühren, um so die Ausbreitung des Pilzes einzudämmen. Ansonsten gilt, die Hände immer gründlich zu waschen, um so die Bakterien daran zu hindern, sich in anderen Regionen des Körpers auszubreiten. Laut Nenoff gibt es das sogenannte „Two feet one hand Syndrom“ worunter man versteht, dass beide Füße und eine Hand vom Fußpilz betroffen sind. Meistens sei es die linke Hand, denn damit hält ein Rechtshänder den Fuß oft bei Behandlungen fest. Der Pilz kann aber auch Gegenden wie Leiste, Kopf oder sogar Gesicht befallen.

Baumwollsocken tragen, unbedingt täglich wechseln und waschen

Baumwolle ist deshalb so wichtig, weil diese mehr Luft an die Füße lassen, als andere Fasern .Vor allem synthetische Stoffe begünstigen das Schwitzen und somit auch den Fußpilz. Durch den Schweiß wird der Fuß aufgeweicht und schafft somit gute Bedingungen für den Pilz um sich auszubreiten. Die Socken sollten daher unbedingt täglich gewechselt und bei ungefähr 60 Grad gewaschen werden. Nenoff gibt unter anderem bekannt, dass es trotz allem wichtig sei, den Fußpilz zu behandeln, um solche Bedingungen gar nicht erst zu schaffen.

Für die Füße ein eigenes Handtuch benutzen

Dies sei unbedingt notwendig, sollte aber immer gemacht werden, ob man von Fußpilz betroffen ist oder nicht. Das benutzte Handtuch danach mit mindestens 60 Grad waschen.

Immer mit mindestens 60 Grad waschen

Jedes Objekt, das mit den Füßen in Kontakt gekommen ist, sollte mindestens bei 60 Grad gewaschen werden. Egal ob Badematten, Socken, Handtücher oder Bettwäsche. Es sei jedoch überflüssig, die Wäsche des Erkrankten von der anderen trennen.

Doch was wenn ein Material 60 Grad nicht aushält?

Man sollte einen Hygienespüler hinzugeben, der Pilzerreger abtötet. Dies ist vor allem bei niedrigen Temperaturen sinnvoll, denn laut einer Studie überleben 10 bis 15 Prozent der Pilze sogar bei ca. 40 Grad. Daher sollte die Wäsche des Erkrankten in diesem Fall separat gewaschen werden.

Desinfektionssprays Schuhe desinfizieren

Es gibt zwar keine Studie, die darauf hinweist die Schuhe zu desinfizieren, jedoch wird es von der Allgemeinheit empfohlen. Auch Nenoff würde zu Behandlungsbeginn einmal pro Woche die Schuhe desinfizieren. Er rät unter anderem zu Desinfektionssprays ohne Alkohol und Treibgas, die für die einzelnen Schuhe geeignet sind. Vor allem bei Turnschuhen sollte man vorsichtig sein und diese eventuell durch ein neues paar ersetzen. Denn ältere, geschlossene Schuhe können oft sehr vorteilhaft für Pilzerreger sein, so der Experte Czaika.

Einen Bimsstein besorgen und die Nagelschere des Öfteren reinigen

Fußpflegeutensilien sollten unbedingt nur von einer Person verwendet werden. Nagelscheren und Feilen können Sie nach der Benutzung mit Desinfektionsmittel reinigen. Nenoff rät unter anderem dazu, sich einen Bimsstein zu besorgen. Man kann sich auch in der Apotheke zu den verschiedenen Möglichkeiten sehr gut beraten lassen.

Gefahr von Nagelpilz

Sollten Sie an Fußpilz leiden, so besteht die Gefahr, wenn Sie den Fußpilz nicht richtig behandlen, oder die Behandlung zu früh abbrechen, das sich der Pilz verlagert und sich zu einem Hartnäckigen Nagelpilz entwickelt. Lesen Sie dazu gerne unseren Ratgeber Nagelpilz

Ratgeber Nagelpilz – Symptome Behandlung Vorbeugen

 

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