Steckbrief: Ackerschotendotter (Chelidonium majus)

Systematik

  • Reich: Pflanzen (Plantae)
  • Unterreich: Samenpflanzen (Spermatophytina)
  • Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
  • Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
  • Familie: Mohngewächse (Papaveraceae)
  • Gattung: Schöllkraut (Chelidonium)
  • Art: Ackerschöllkraut (Chelidonium majus)

Beschreibung

Das Ackerschöllkraut ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die bis zu 80 cm hoch werden kann. Sie hat eine aufrechte Wuchsform mit behaarten Stängeln und gegenständig angeordneten, tief eingeschnittenen, gelappten Blättern. Die Blüten sind klein, gelb und erscheinen von Mai bis September.

Verbreitung und Standort

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Das Ackerschöllkraut ist in Europa und Westasien beheimatet und ist inzwischen auch in Nordamerika verbreitet. Es wächst an Wegrändern, auf Brachland, in Gärten und auf Müllhalden. Es bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und kommt gut mit trockenen, nährstoffarmen Böden zurecht.

Anbau und Pflege

Das Ackerschöllkraut ist eine robuste und pflegeleichte Pflanze. Sie kann durch Aussaat oder Teilung vermehrt werden und ist relativ resistent gegen Schädlinge und Krankheiten.

Heilwirkung und Anwendung

In der traditionellen Medizin wurde das Ackerschöllkraut zur Behandlung von Hauterkrankungen, Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden verwendet. Es hat krampflösende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften. Die Pflanze enthält jedoch Alkaloide, die in höheren Dosen giftig sein können. Daher sollte sie nur unter fachkundiger Anleitung verwendet werden.

Warnhinweis

Das Ackerschöllkraut ist giftig und sollte nicht ohne fachkundige Anleitung verwendet werden. Sie kann bei Einnahme zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und in schweren Fällen zu Atemnot und Bewusstlosigkeit führen. Auch bei Hautkontakt kann sie Reizungen hervorrufen.

Kulturelle Bedeutung

Trotz ihrer Giftigkeit hat die Pflanze eine lange Tradition in der Volksmedizin. Sie wurde als Heilmittel gegen Warzen und andere Hauterkrankungen sowie zur Behandlung von Leber- und Gallenbeschwerden verwendet. Im Volksmund wird sie auch als “Warzenkraut” bezeichnet.

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