StartNaturheilkundeHeilpflanzenJohannisbeeren - Wirkung & Anwendung der Wirkstoffe als Heilpflanze

Johannisbeeren – Wirkung & Anwendung der Wirkstoffe als Heilpflanze

-

Johannisbeeren Heilpflanze – Harnwegsinfekten und rheumatischen Beschwerden

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Bei Harnwegsinfekten und rheumatischen Beschwerden kann ein Tee aus den Blättern der schwarzen Johannisbeere Linderung verschaffen. Doch auch die Früchte haben besondere Heilkräfte. Erfahren Sie im Folgenden mehr über die Heilwirkung und Anwendung der Johannisbeeren als natürliches Arzneimittel!

Wissenswertes über die Johannisbeere

Die Johannisbeere (Ribes) gehört zu der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Zu der Gattung Johannisbeere gehören verschiedene sommergrüne Strächer mit geteilten Blättern und fünfzähligen Blüten. Aus diesen Blüten entwickeln sich später die Beeren. Bei der Schwarzen Johannisbeere, neben diese einen schwarzen Ton an (Ribes nigrum), bei der Roten Johannisbeere (Ribes rubrum) rot. Die Stachelbeere (Ribes uva-crispa) dagegen ist eher grünlich, kann aber auch gelb oder rot sein. Alle Sorten dieser Beeren sind essbar und lassen sich gut zu Kompott oder Marmelade verarbeiten.

Der Name stammt daher, dass die Früchte zur Zeit des Johannistages am 21. Juni reifen.

Diese Heilkraft hat die Johannisbeere!

Die Blätter der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum) wird noch heute gerne als traditionelles Arzneimittel bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt werden. Auch wirkt sie gut bei leichten Harnwegsbeschwerden und lässt sich gut unterstützend zur Durchspülung verwenden.

Die Schwarze Johannisbeere wirkt bei diesen Beschwerden deswegen so gut, weil ihre Blätter harntreibende, entzündungshemmende und auch schmerzlindernde Wirkungen haben. Diese Wirkung kommt durch die Inhaltsstoffe in den Blättern zustande. Diese sind reich an Flavonoiden, ätherischen Öl und Anthocyane.

Doch neben den Blättern, haben auch die Früchte Heilkräfte und sind gesund. Sie sind besonders reich an Vitamin C, aber auch B-Vitaminen, Gerbstoffen und Mineralstoffen. Diese Inhaltsstoffe teilen sie mit den Roten Johannisbeeren. Besonders gerne werden sie in der Volksmedizin daher auch als Stärkungsmittel bei Fieber oder Erkältungserkrankungen empfohlen. Auch bei Lungenentzündung und Keuchhusten sollen die Früchte unterstützend wirken.

Doch sogar die Kerne der Johannisbeeren haben es in sich: Sie enthalten Gamma-Linolsäure. Dabei handelt es sich um eine mehrfach gesättigten Omega-6-Fettsäure. Diese wirkt gegen Entzündungen. Besonders bei Neurodermitis wird dabei Johannisbeerkernöl empfohlen. Dieses Öl wird aus eben diesen Kernen gepresst.

Die Anwendung von Johannisbeeren

Die Blätter der Johannisbeere sind gut für die Tee-Zubereitung geeignet. Dabei spielt aber der Zeitpunkt ihrer Ernte eine wichtige Rolle. Am besten wirken sie, wenn sie während oder kurz nach der Blüte gesammelt und anschließend getrocknet werden. Für die Tee-Zubereitung werden zwei bis vier Gramm dieser fein geschnittenen Blätter mit etwa 150 Mililiter kochendem Wasser übergossen und circa 10 Minuten ziehen gelassen.

Anschließend wird das Blättergemisch abgeseiht. Doch auch mit kaltem Wasser kann der Tee angesetzt werden und anschließend kurz aufgekocht werden. Der Tee eignet sich täglich zur mehrmaligen Einnahme. Mithilfe des Tees werden die Harnwege durchspült, daher eignet sich seine Einnahme besonders bei leichten Harnwegsinfekten, Nierensteinen und Nierengriß. Empfehlenswert ist sein Genuss aber auch bei Rheumabeschwerden, wie beispielsweise Gelenkschmerzen.

Die Johannisbeeren selbst können als Früchte frisch verzehrt werden. Auch in Form von Frischpflanzenpresssaft ist er sehr beliebt. Ungesüßt kann der Saft auch mit heißem Wasser verdünnt werden. Besonders wohltuend ist der Saft bei Halsschmerzen.

Das Johannisbeerkernöl, das aus den Kernen der Früchte gepresst wird, empfiehlt sich als regelmäßiges Nahrungsergänzungsmittel bei Neurodermitikern.

Nebenwirkungen der Johannisbeere und ihrer Blätter

Für die Einnahme von Johannisbeeren oder den Tee aus den Blättern der Johannisbeere sind bisher keine Nebenwirkungen bekannt.

Das sollten Sie bei der Einnahme von Johannisbeeren unbedingt beachten!

Bei der Einnahme von Johannisbeertee empfiehlt sich die Kombination der Blätter der Beere mit anderen Heilpflanzen. Bei Harnwegsbeschwerden wird die Wirkung der Johannisbeere besonders gut durch die Kombination mit anderen Heilpflanzen verstärkt. Dafür geeignet sind z.B.:

Je nach Geschmack können diese nach Lust und laune mit in den Tee gemischt werden.

Wenn Sie eine Durchspülungstherapie mit Johannisbeerblättern durchführen wollen sollten Sie über den Tag verteilt viel trinken. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit in Form von Wasser, Tee oder klaren Suppen werden in diesem Fall empfohlen. Nur so können die Harnwege gut durchgespült und schädliche Bakterien aus dem Körper ausgespühlt werden. Wenn sich die Harnwegsbeschwerden dennoch verschlechter und Fieber oder auch Krämpfe beim Wasserlassen auftreten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen! Auch Blut im Urin ist immer ein Warnzeichen, das vom Arzt abgeklärt werden sollte!

Wenn Ihre Herz- oder Nierentätigkeit eingeschränkt ist, dürfen Sie keine Durchspülungstherapie durchführen!

In Schwangerschaft und Stillzeit, aber auch bei der Anwendung an Kindern, sollten Sie vorher einen Arzt befragen.

Neurodermitis-Patienten benötigen ebenfalls speziellere Beratung bei der Einnahme.

Der Johannisbeer-Tee-Effekt erklärt

Der Johannisbeertee-Effekt bezieht sich auf die Tatsache, dass das Trinken von heißem Wasser mit getrockneten Johannisbeeren dazu führt, dass sich Ihr Urin rot färbt. Dies liegt daran, dass sich die Tannine in der Frucht mit Proteinen im Körper verbinden.

Warum passiert das? Und wie können wir es zu unserem Vorteil nutzen?

Es passiert, wenn Sie heißes Wasser mit getrockneten Johannisbeeren darin trinken. Tannine in der Frucht geben ihnen ihren bitteren Geschmack. Sie enthalten auch Antioxidantien, die helfen, freie Radikale daran zu hindern, Zellen zu schädigen. Diese freien Radikale werden vom Körper im Rahmen des normalen Stoffwechsels produziert. Wenn jedoch zu viele freie Radikale vorhanden sind, können sie die DNA und andere Zellstrukturen schädigen.

Was ist der Johannisbeer-Tee-Effekt?

Der Johannisbeertee-Effekt wird seit Jahrhunderten zur Behandlung von Erkältungen und Grippe eingesetzt. Tatsächlich glaubte man einst, dass das Trinken von Johannisbeer-Tee jede Krankheit heilen würde. Heute wissen wir, dass es aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften wirkt. Antioxidantien sind Verbindungen, die vor Zellschäden durch freie Radikale schützen. Freie Radikale sind Moleküle, die zusätzliche Elektronen in ihrer äußeren Hülle haben. Das macht sie instabil und reaktiv. Wenn sie nicht kontrolliert werden, schädigen sie Zellen und Gewebe.

Warum passiert das?

Das Johannisbeertee-Phänomen tritt auf, wenn Menschen heißes Wasser mit getrockneten Johannisbeeren trinken. Die Johannisbeeren geben Gerbstoffe an das Wasser ab, die helfen, die Bildung freier Radikale zu verhindern. Tannine sind Antioxidantien, die auch als Antihistaminika wirken. Sie blockieren Histaminrezeptoren im Körper, was Entzündungen reduziert. Histamin ist eine Chemikalie, die bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird.

Wie können wir es zu unserem Vorteil nutzen?

Wenn Sie nach Möglichkeiten suchen, den Johannisbeer-Tee-Effekt zu Ihrem Vorteil zu nutzen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können Ihrem Morgenkaffee getrocknete Johannisbeeren hinzufügen oder eine Tasse Tee zubereiten, indem Sie getrocknete Johannisbeeren in kochendes Wasser geben. Sie können sie sogar in einen Smoothie mischen!

Fazit Johannesbeer Tee

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Johannisbeertee-Effekt ein interessantes Phänomen ist, das seit Anfang des 20. Jahrhunderts untersucht wurde. Es wurde zuerst als „Johannisbeer-Effekt“ beschrieben, weil Menschen, die heißen Johannisbeer-Tee tranken, eher berichteten, sich besser zu fühlen als diejenigen, die einfaches heißes Wasser tranken. Die Wirkung von Johannisbeertee beschränkt sich jedoch nicht nur auf heiße Getränke. Menschen, die kalten Johannisbeertee trinken, berichten auch, dass sie sich besser fühlen als diejenigen, die einfaches kaltes Wasser trinken.

Bezugsquellen der Johannisbeeren

Johannisbeeren sind in Lebensmittelgeschäften erhältlich. Sie können auch einfach im eigenen Garten angebaut werden. Getrocknete Blätter der Johannisbeere und bereits fertige Teezubereitungen sind in Apotheken und Drogerien und unserem Vitalstoffe Shop erhältlich. Lassen Sie sich zur Anwendung beraten und lesen Sie die jeweilige Packungsbeilage!

- Werbung -
# Vorschau Produkt Bewertung Preis
1 MEDOX® – Veganes Nahrungsergänzungsmittel aus... MEDOX® – Veganes Nahrungsergänzungsmittel aus... Aktuell keine Bewertungen 28,10 EUR
2 Beeren Mix - Antioxidantien Kapseln - HOCHDOSIERT... Beeren Mix - Antioxidantien Kapseln - HOCHDOSIERT... Aktuell keine Bewertungen 29,95 EUR
3 500mg Black Currant Oil 100 Softgels 500mg Black Currant Oil 100 Softgels Aktuell keine Bewertungen 17,91 EUR 17,08 EUR
Jan Oliver Fricke
Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

Werbung

Autoren gesucht!

Du magst gerne Texte schreiben und vom Erfolg deiner Texte Jahr für Jahr Partizipieren?

Autoren Info - Verdienst und Anmeldung

Dann melde Dich und mach mit! caseconcept@gmail.com