Schlaflabor Untersuchung Messverfahren
Schlaflabor Untersuchung Messverfahren riopatuca/shutterstock.com

Einschlafprobleme – Wichtige Untersuchungen im Schlaflabor

Schlafen unter professioneller Aufsicht – das passiert in einem Schlaflabor.

Beim Schlaflabor handelt es sich um ein Hightech-Schlafzimmer, in dem die unterschiedlichsten Messgeräte an die jeweiligen Patienten angeschlossen werden können. Dafür werden beispielsweise Metallplättchen auf die Haut des Patienten geklebt, welche das nächtliche Verhalten des Probanden dokumentieren.

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Die erste Nacht gilt als Eingewöhnungszeit. In der folgenden Nacht schlafen viele Patienten noch ähnlich gut, als wenn sie sich in ihren eigenen vier Wänden befinden würden. Wenn das der Fall ist, so handelt es sich um die perfekten Messbedingungen.

Was untersucht ein Schlaflabor?

Besonders Menschen mit starken Schlafstörungen gehen auf der Suche nach einer Besserung den Weg in ein Schlaflabor. Denn hier werden sehr oft die Gründe und Ursachen für diese Umstände ermittelt. Ist das der Fall, so können mögliche Therapien zur Besserung der Schlafstörungen gefunden werden.

Das funktioniert besonders gut bei:

  • Ausgeprägte Müdigkeit am Tag
  • Einschlafstörungen
  • Durchschlafstörungen
  • Abhängigkeit von Schlafmitteln
  • Verdacht auf Erkrankungen des Nervensystems (z.B. Restless Leg Syndrom)
  • Schlafattacken während des Tages
  • Verdacht auf Atemaussetzern (Schlafapnoe)

Da eine solche Messung ein sehr aufwendiges Verfahren darstellt, wird es in der Regel erst aufgewandt, wenn alle anderen gängigen Diagnosemöglichkeiten erfolglos geblieben sind. In Deutschland gibt es mehr als 300 Einrichtungen dieser Art, welche zumeist von Lungen- und Nervenfachärzten betrieben werden.

Was geschieht im Schlaflabor?

Nach einer ausführlichen und sehr genauen Befragung durch einen Facharzt, der Schilderung und Aufnahme der Krankengeschichte, wird der Patient zwei Nächte im jeweiligen Schlaflabor verbringen. Die Untersuchung wird auch “Polysomnographie” genannt. Hierbei wird ein Gesamtbild über den Schlaf erstellt.

Hierbei werden verschiedene Messverfahrenund Untersuchungen  kombiniert:

  • Schlaf-EKG – misst die Herzfrequenz, wobei eventuelle Herzrhytmusstörungen sichtbar werden
  • Schlaf-EMG – misst im Muskelgewebe die elektrischen Ströme
  • Schlaf-EOG – misst die Augenbewegungen
  • Schlaf-EEG – nimmt den zeitlichen Verlauf von Hirnströmen auf
  • Spannungsbänder über dem Bauch und der Brust sowie ein Sensor vor der Nase dokumentieren die Häufigkeit und Tiefe der Atmung.
  • Pulsoxymetrie – durch einen Sensor wird der Sauerstoffgehalt des Blutes an Ohrläppchen oder Fingerspitze
  • Elektroden an den Beinen checken, ob es zu unregelmäßigen Bewegungen kommt.
  • Ein Mikrofon nimmt Schnarchgeräusche auf.

Doch es wird nicht nur dem eigentlichen Schlafverhalten des Patienten geschenkt, darüber hinaus werden auch neurologische Tests sowie eine Blutuntersuchung durchgeführt.

Erst nach der gesamten Betrachtung wird eine Diagnose gestellt sowie ein Therapieansatz gegeben werden können.

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