Schlafstörungen – Ursachen Behandlung Symptome

Schlafstörungen

Symptome, Ursachen, Krankheiten, Behandlung

Schlafstörungen sind in Deutschland ein weit verbreitetes Problem, denn etwa 15 Prozent der Erwachsenen sind hiervon betroffen. Dabei handelt es sich um Schlafstörungen, welche behandlungsbedürftig sind.

Jedoch gibt es unterschiedliche Formen von Schlafstörungen. Hierunter fallen zum Beispiel Einschlafstörungen oder auch Durchschlafstörungen (Insomnien). Weiterhin gibt es verschiedene Arten von Tagesschläfrigkeit (Hypersomnien) und auch schlafbezogene Atmungsstörungen und Bewegungsstörungen.

Betroffene sollten eine Schlafstörung nicht auf die leichte Schulter nehmen, da chronische Schlafstörungen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit haben können. Dadurch kann der Alltag der Betroffenen stark eingeschränkt werden, was sogar zu Unfällen führen kann.

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Beschreibung von Schlafstörungen

Unter Schlafstörungen fallen jegliche Schlafprobleme, die sich über einen langen Zeitraum erstrecken. Dabei sind die Betroffenen in ihrer Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt.

Formen von Schlafstörungen

Laut Expertenmeinung existieren mehr als 80 unterschiedliche Arten von Schlafstörungen. Diese lassen sich in acht Gruppen unterteilen, hierbei erfolgt eine Unterteilung der Beschwerden.

  • Insomnien: Unter diesen Begriff, sind Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen und ein chronischer und nicht erholsamer Schlaf zu verstehen. Doch auch ein Erwachen früh am Morgen, kann hierunter fallen. Die Betroffenen leiden hierbei an Müdigkeit, Beeinträchtigung der Stimmung, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme. Zusätzlich ist das Auftreten von Kopfschmerzen und Anspannung keine Seltenheit. Insomnien gehören zu den häufigsten Formen von Schlafstörungen. Die Ursache für die Art der Schlafstörung kann durch psychische Belastungen oder durch eine übermäßige Einnahme von Medikamenten (z. B. Schlafmitteln) führen.
  • Schlafbezogene Atmungsstörungen: Hierunter fallen verschieden Formen von Schlafapnoe. Dabei kann es zu Atemaussetzern in der Nacht kommen, da die Atmung für eine kurze Zeit pausiert. Dies wird oftmals von dem Betroffenen nicht bemerkt.
  • Hypersomnien zentralnervösen Ursprungs: Bei dieser Form von Schlafstörung, verspüren die Betroffenen eine übermäßige Schläfrigkeit im Laufe des Tages. Jedoch wurde die Schlafzeit in der Nacht nicht verringert. Weiterhin liegt auch keine zirkadiane Rhythmusstörung vor, dies sind Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus. Die Hypersomnien umfassen zum Beispiel Narkolepsie (Schlafkrankheit), welche sich durch Tagesschläfrigkeit auszeichnet. Die Ursache hierfür kann an einer traumatischen Hirnschädigung oder an einen Missbrauch von Medikamenten und anderen Substanzen liegen.
  • Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen: Diese Form von Rhythmus Schlafstörungen entstehen beispielsweise durch Schichtarbeit, Wechsel einer Zeitzone (Jet lag) oder organische Erkrankungen. Doch auch der Missbrauch von Medikamenten und Substanzen kann dies auslösen. Diese Rhythmusstörungen haben eine Insomnie zu Folge, wodurch der Betroffene am Tag eine massive Schläfrigkeit verspürt.
  • Parasomnien: Diese Gruppe der Schlafstörungen, zeichnet sich durch episodische Unterbrechungen des Schlafes aus. Die Ursache dieser Unterbrechungen sind ungewöhnliche körperliche Phänomene oder auch Verhaltensweise. Darunter können Schlafwandeln, Albträume, Stöhnen aber auch eine unbewusste Blasenentleerung im Schlaf fallen.
  • Schlafbezogene Bewegungsstörungen: Das sind Schlafstörungen, die ihre Ursache in einfachen, meist stereotypen Bewegungen haben. Unter einer solchen Bewegungsstörung im Schlaf, fällt das Restless-Legs-Syndrom (RLS). Doch auch das nächtliche Zähneknirschen kann in diese Kategorie zugeordnet werden.
  • Isolierte Symptome, Normvarianten, ungelöste Probleme: Dies sind Symptome im Schlaf, die sich zwischen normal und krankhaft (pathologisch) befinden, oder aber noch nicht aus wissenschaftlicher Sicht, als solches eingestuft werden konnten. Hierunter fallen zum Beispiel Kurzschläfer und Langschläfer. Dies sind Menschen denen entweder fünf Stunden Schlaf ausreichen oder Menschen den mehr als zehn bis zwölf Stunden Schlaf pro Tag benötigen. Doch auch Muskelzuckungen beim Einschlafen oder das Sprechen und Schnarchen im Schlaf fallen hierunter.
  • Andere Schlafstörungen: Hierunter fallen alle Schlafstörungen, bei denen keine Zuordnung zu den anderen Kategorien möglich ist. Dies kann an einer unzureichenden Untersuchung liegen. oder an Merkmalen, die sich mehreren Kategorien der Schlafstörungen zuweisen lassen.

Die unterschiedlichen Arten von Schlafstörungen können sich überschneiden. Betroffene können an Einschlafstörungen (Insomnie), aber auch an Schlafwandeln leiden (Parasomnien). Aus diesem Grund, ist die Thematik bezüglich der Schlafstörungen so komplex.

Ursachen von Schlafstörungen

Bezüglich der Schlafstörungen ist eine Unterteilung in primäre und sekundäre Schlafstörungen möglich. Auf diese wird im Folgenden näher eingegangen. Bei primären Schlafstörungen ist keine körperliche oder seelische Ursache vorhanden.

In der Regel werden diese durch Stress oder ungünstige Schlafbedingungen ausgelöst. Dagegen haben sekundäre Schlafstörungen eine körperliche oder psychische Ursache. Die folgenden Aspekte können der Auslöser für eine sekundäre Schlafstörung sein:

  • Psychische Erkrankungen
  • Organische bzw. neurologische Erkrankungen
  • Medikamente
  • Legale und illegale Drogen.

Psychische Erkrankungen sind fast immer der Auslöser für Schlafstörungen. Hierzu können Depression, Angststörungen oder Schizophrenie aufgezählt werden. Menschen mit organischen bzw. neurologischen Erkrankungen leiden häufig unter Ein-und Durchschlafstörungen (Insomnien) aber auch unter zirkadiane Rhythmus-Schlafstörungen.

Hierunter fallen chronische Schmerzen, hormonellen Erkrankungen, Parkinson, Demenz und viele andere Krankheiten. Einige Medikamente verursachen Nebenwirkungen in Form von Schlafstörungen.

Zu diesen Medikamenten gehören Antibiotika, Antidepressiva (z.B. SSRI), Medikamente gegen Asthma und Bluthochdruck, Kortison, Schilddrüsenhormone usw. Daher sollte immer bei der Einnahme von Medikamenten, der Beipackzettel aufmerksam durchgelesen werden.

Doch auch legale und illegale Drogen können zu Schlafstörungen führen. Hierunter können Drogen wie Koffein, Alkohol, Nikotin, Kokain, Heroin und Ecstasy aufgezählt werden.

Schlafstörungen: Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

In einigen Fällen, können Schlafstörungen von alleine wieder verschwinden. Dies geschieht dann, sobald der Auslöser für die Schlafstörungen verschwunden ist. Ein solcher Auslöser kann beispielsweise Stress im Job, ein Umzug oder auch eine Erkrankung sein. Doch auch eine gute Schlafhygiene kann von Nutzen sein (siehe unten). Ein Arzt sollte aufgesucht werden, bei:

  • Andauern von Schlafstörungen,
  • massive Belastung des gestörten Nachtschlafs,
  • Müdigkeit und mangelnde Konzentration bei Schlafstörungen.

Wer unter belastenden Schlafstörungen leidet, der sollte als Erstes seinen Hausarzt aufsuchen. Hierbei kann der Arzt durch ein ausführliches Gespräch und durch die Krankengeschichte des Patienten, oftmals die Ursache für die Schlafstörungen finden.

Dies können ungünstige Schlafbedingungen, Erkrankungen oder Medikamente sein. In einigen Fällen kann es sein, dass der Hausarzt eine Überweisung zu einem Facharzt für richtig hält.

Bei sehr lauten und störenden Schnarchen, kann zum Beispiel eine Überweisung zum HNO-Arzt nützlich sein. Zusätzlich kann eine Untersuchung in einem Schlaflabor von Vorteil sein. Schlafstörungen bei Kindern, können eine Belastung für das Kind, sowie für die ganze Familie darstellen.

Sollte dies der Fall sein, ist ein Arztbesuch ratsam. Dieser kann eine Überweisung an einen pädiatrischen Schlafmediziner durchführen. Dieser kennt sich mit Schlafstörungen bei Kindern gut aus.

Was unternimmt der Arzt?

Zu allererst wird der Arzt eine Befragung bezüglich Ihrer Schlafstörung durchführen und Krankengeschichte befragen Hierbei können die folgenden Informationen wichtig für die Befragung sein:

  • die Art der Schlafstörung (beispielsweise Ein- und Durchschlafstörungen)
  • Dauer und Rhythmus der Schlafstörung
  • Schlafverhalten, Schlafgewohnheiten und Abendrituale
  • Einflüsse der Umgebung (Lärm, Zimmertemperatur im Schlafzimmer)
  • Vorbehandlung, Einnahme von Medikamenten
  • Zustand am Tag (Leistungsfähigkeit)

Einige Ärzte bitten ihre Patienten einen vorgefertigten Schlaf-Fragebogen auszufüllen. Weiterhin kann das Führen eines Schlaftagebuchs sinnvoll sein. Nach der Befragung führt der Arzt einige Untersuchungen durch. Diese setzten sich zum einen aus einer sorgfältigen körperlichen Untersuchung und aus Laboruntersuchungen zusammen.

Beim letzteren werden die Schilddrüsenhormone gemessen. So kann eine Schilddrüsenüberfunktion eine Ursache der Schlafstörung sein. Auch Messungen der elektrischen Herzströme (Elektrokardiogramm, EKG) können hilfreich sein.

Wenn diese Untersuchungen zu keinem Ergebnis führen, wird oftmals eine Messung der elektrischen Hirnströme durchgeführt. Dies kann zum Beispiel durch ein Elektroenzephalogramm oder EEG gemacht werden. Als zusätzliche Maßnahme kann eine Untersuchung im Schlaflabor hilfreich sein.

Vorgehensweise im Schlaflabor

Als eines der aufwändigsten Verfahren zur Diagnose von Schlafstörungen, ist die Messung des Schlafprozesses im Schlaflabor. Diese wird erst dann in Betracht gezogen, wenn die vorherigen Untersuchungen beim Arzt zu keiner Diagnose geführt haben. In den meisten Fällen, handelt es dabei um eine Schlafstörung mit innerer Ursache.

Dies kann beispielsweise eine psychische Ursache sein. Im Schlaflabor werden die Patienten nachts untersucht. Daher müssen die Patienten die Nacht in einem Schlafzimmer im Schlaflabor verbringen.

Hierbei wird der Schlaf von Schlafmedizinern überwacht. So kann eine Aufzeichnung der physiologischen Signale des Patienten erfolgen. Durch diese ist es möglich, den Schlaf und die Schlafstörung zu beurteilen.

So können beispielsweise die verschiedenen Leicht- und Tiefschlafphasen beobachtet werden. Daraus lassen sich auch mögliche Erkrankungen beurteilen, die mit dem Schlaf in Zusammenhang stehen. Diese Beobachtung nennt sich Polysomnographie (PSG). Hierbei werden die folgenden physiologischen Funktionen mit Sensoren gemessen:

  • die Ströme des Hirns (Elektroenzephalogramm, EEG)
  • die Bewegung der Augen (Elektrookulogramm, EOG)
  • die Herzaktivität (Elektrokardiogramm, EKG)
  • der Atemfluss und die Atmungsanstrengung
  • die Sättigung des Sauerstoffs

Bei einigen Patienten kann auch zusätzlich eine Videoaufnahme während des Schlafs durchgeführt werden. Auf diese Weise ist es möglich, Verhaltensauffälligkeiten im Schlaf aufzuzeichnen.

Diese werden später bei der Auswertung der restlichen Daten mit bewertet. Besteht der Verdacht, dass die Schlafstörungen durch eine schlafbezogene Atmungsstörung ausgelöst werden, kann ein verkürztes Verfahren angewendet werden.

Dieses nennt sich Polygraphie für schlafbezogene Atmungsstörungen. Bei diesem Verfahren, erfolgt eine Aufzeichnung nur Auf den Atemfluss, Herz- und Pulsfrequenz und Körperlage im Schlaf. Anhand dieser Ergebnisse ist es dem Arzt möglich, schlafbezogene Atmungsstörungen nachzuweisen.

Was können Betroffene bei Schlafstörungen selbst tun?

Sollte die Ursache für eine Schlafstörung, eine organische oder psychiatrische Erkrankung sein, dann wird der Arzt eine Behandlung vorschreiben. Zusätzlich kann der Betroffene einige Aspekte beachten, die dabei helfen, Schlafstörungen vorzubeugen. Betroffene bei denen die Ursache der Schlafstörungen nicht organisch oder psychiatrisch bedingt sind, sollten umso mehr diese Vorschläge berücksichtigen.

Vor allem dann wenn die Ursache für Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen Stress oder ungünstige Schlafbedingungen sind. Hierbei sollte jedoch auf Schlafmittel verzichtet werden, denn Studien beweisen, dass zwei Drittel der Schlafstörungen sich nicht durch Medikamente verbessern oder sogar beheben lassen.

Jedoch können nicht-medikamentösen Maßnahmen diesen Erfolg herbeiführen. Eine dieser Maßnahme ist eine gute Schlafhygiene. Hierzu sollte beachtet werden, dass die individuelle notwendige Menge an Schlaf eingehalten werden muss.

Dies gilt besonders für ältere Menschen. Weiterhin sollte sich an regelmäßige Schlafenszeiten gewöhnt werden.

Um einen guten Schlaf in der Nacht zu gewährleisten, ist ein Mittagsschlaf zu vermeiden. Doch auch angenehme Schlafbedingungen, sollten eingehalten werden. Hierzu gehört die optimale Schlafzimmertemperatur.

Diese sollte ungefähr 16 °C betragen. Vor dem Schlafen gehen sollte auf Alkohol und Kaffee verzichtet werden, denn diese beiden Getränke wirken aufputschend. Auch eine gesunde und ausgeglichene Ernährung kann für einen guten Schlaf fördernd sein.

Dies sollte durch regelmäßiges körperliches Training ergänzt und vervollständigt werden. Dagegen wirken Fast Food und eine ungesunde Lebensart fördernd für Schlafstörungen. Daher sollte hierauf verzichtet werden.

Um eine optimale Bedingung im Schlaf zu erhalten, sollte eine entspannende Abendgestaltung durchgeführt werden. Diese ist behilflich, um den Tag langsam ausklingen zu lassen.

Aus diesem Grund sollte auch auf ein anstrengendes Fitnesstraining am Abend verzichtet werden. Dieses kann nämlich zu Einschlafstörungen führen, da der Körper voller Adrenalin ist.

Weitere nützliche Tipps um Schlafstörungen entgegenzuwirken

Um Schlafstörungen zu vermeiden, ist es sehr wichtig, dass eine Schlaferwartungsangst vermieden wird. Darunter ist zu verstehen, dass Menschen sich unter Druck setzen, wenn es zum Beispiel schon Mitternacht ist.

Daher sollte der Schlaf nicht erzwungen werden und es sollte kein Druck auf sich selber ausgeübt werden. Denn Stress und Druck führen genau zum Gegenteil. Zusätzlich zu einer guten Hygiene können auch die die folgenden Tipps behilflich sein.

  • Stimuluskontrolle: Herunter ist zu verstehen, dass das Bett und das Schlafzimmer nur zum Schlafen verwendet werden soll. So sollte das Fernsehen oder Arbeiten unbedingt im Schlafzimmer vermieden werden. Auf diese Weise ist das Zubettgehen für den Körper ein Signal, dass jetzt geschlafen gegangen wird. Somit assoziiert der Körper mit dem Bett und dem Schlafzimmer das Schlafen und keine negativen Emotionen und Eindrücke.
  • Schlafrestriktion: Hierunter ist die Verringerung der Schlafmenge zu verstehen. Was sich zuerst paradox anhört, kann wirklich beim Einschlafen behilflich sein. So sollte mindestens einmal die Woche, die Schlafdauer verringert werden. Dadurch schlafen gesunde Menschen in der darauffolgenden Nacht schneller ein. Gleichzeitig wird das nächtliche Erwachen verringert und auch der Schlaf wird tiefer. Um die Verringerung der Bettzeit zu bestimmen, sollte ein Therapeut herangezogen werden. Hierzu muss jedoch im Vorfeld ein Schlaftagebuch geführt werden. In diesem notieren Sie für jede Nacht die Zeit die Sie im Bett verbracht haben. Weiterhin wird die Erfassung der Einschlafzeit, die Häufigkeit des Aufwachens und die gesamte Schlafdauer durchgeführt.
  • Anstrengende Einschlafversuche sollten vermieden werden. Anstatt stundenlang im Bett wach zu liegen, sollte stattdessen zu einem Buch gegriffen werden, welche entspannend wirkt. Alternativ kann auch aufgestanden werden und eine aktive Beschäftigung kann durchgeführt werden. Hierunter kann zum Beispiel das Bügeln gehören.
  • Für Betroffenen die unter Einschlafstörungen leiden, können Paradoxe Intentionen hilfreich sein. Darunter ist zu verstehen, dass beim Hinlegen, der betroffene sich selber auffordert wach zu bleiben. Diese Vorgehensweise hilft dabei, schneller einzuschlafen. Dadurch werden anstrengende Einschlafversuche vermieden.
  • Eine Kognitive Fokussierung kann zudem auch beim Einschlafen fördernd wirken. Hierbei wird sich im Bett auf beruhigende Gedanken und Bilder konzentriert.
  • Der Gedankenstopp kann auch eine hilfreiche Methode zum Einschlafen sein. Hierbei wird das ständige Gedankenkreisen und Grübeln abgebrochen. Denn diese hindern dem Betroffenen nur davon, einzuschlafen.
  • Beim Entspannungsverfahren können Schlafstörungen gelindert werden. Dies kann in Form von Yoga oder Meditationen durchgeführt werden.

Schlafmittel (Hypnotika)

Wenn alle Maßnahmen wie Schlafhygiene und Schlafrestriktion nicht geholfen haben, kann die Einnahme von Schlafmittel ausprobiert werden. Hierzu sollte aber unbedingt die Meinung eines Arztes eingeholt werden.

Lassen Sie sich daher von Ihrem Arzt ausgiebig beraten und auf mögliche Nebenwirkungen aufklären. Vor der Einnahme solcher Medikamente, sollte Ihnen aber bewusst sein, dass die Medikamente ihre Wirksamkeit bei häufiger Einnahme verlieren.

Das hat die Folge, dass ein Gewöhnungseffekt entsteht und dies zur Abhängigkeit führen kann. Werden diese Medikamente abgesetzt, kann dies zu einer Verstärkung der Schlafstörung führen

(Rebound-Insomnie). Weiterhin haben viele Schlafmedikamente den Nachteil, dass die Muskelspannung und -kontrolle reduziert wird. Dadurch steigt die Gefahr, dass nächtliche Stürze entstehen können. Durch diese Wirkung kann zusätzlich eine verringerte Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit herbeigeführt werden.

Diese können nicht nur in der Nacht bemerkbar sein, sondern können den ganzen Tag andauern. Daher sollte die Einnahme solcher Schlafmedikamente grundsätzlich abends vor dem Schlafengehen erfolgen und keinesfalls in der Nacht, wenn Sie nicht einschlafen können.

Lesen Sie sich hierfür die Beipackzettel aufmerksam durch. Bevor Sie zu Schlafmittel dieser Art greifen, sollten sie Heilkräuter zum Einschlafen ausprobieren. Um diese Thematik handelt der nächste Abschnitt.

Heilkräutertees & Hausmittel helfen bei Schlafstörungen

Gegen Schlafstörungen gibt es verschiedene Heilpflanzen die helfen können. Diese werden vor allem zur Verwendung von Tees genutzt.

Baldrian sollte als erste Wahl bei Einschlafstörungen ausprobiert werden. Dieser hat eine beruhigende Wirkung. Der Vorteil bei Baldrian gegenüber chemischen Schlafmitteln, ist jedoch der, dass dieser nicht betäubend wirkt. Bei Schlafstörungen die durch eine innere Unruhe entstehen, kann ein Tee aus Baldrianwurzel behilflich sein.

Leidet der Betroffene unter chronischen Schlafstörungen so kann es hilfreich sein, mehrere Tassen von diesem Tee über den ganzen Tag verteilt zu trinken. Für Menschen die den bitteren Geschmack nicht mögen, ist es hilfreich geschmacksneutrale Baldrian-Dragees, -Kapseln oder -Tabletten einzunehmen.

Um die beruhigende Wirkung von Baldrian zu verstärken, kann Hopfen eingenommen werden. Daher wird Baldrian in Tees oftmals mit Hopfenzapfen kombiniert. Eine weitere Möglichkeit ist es sich mit Hopfenzapfen ein Schlafkissen zu machen. Hierzu können Hopfenzapfen in ein Baumwollkissen gegeben werden.

Dieses Kissen sollte dann beim Schlafen unter dem Kopf gelegt werden. Nach einer Woche sollten die Hopfenzapfen erneuert werden. Eine weitere Alternative Pflanze kann die Melisse sein, denn Melissenblätter und Melissenöl wirken beruhigend und auch verdauungsfördernd.

Da das Melissenöl sehr teuer ist, werden häufiger Melissenblätter verwendet. Um Schlafstörungen vorzubeugen, sollten mehrere Tassen Tee über den Tag verteilt werden.

Weiterhin kann Lavendel als Heilkräutertee getrunken werden. Der Lavendel wird seit vielen Jahren eine wegen seiner beruhigenden und schlaffördernden Wirkung sehr geschätzt.

Aus diesem Grund, sollte vor dem Schlafen gehen, zwei Tassen getrunken werden. Doch auch die Passionsblume kann bei Unruhe, Stress und Einschlafstörungen eingenommen werden. Diese wirkt herzstärkend und auch krampflösend.

In der Regel kann das Passionsblumenkraut in anderen Teemischungen mit weiteren Heilkräutern gefunden werden. Dies sind in der Regel Lavendel und Baldrian. Ein weiteres Kraut, welches zur Vermeidung von Schlafstörungen angewendet werden kann, ist das Johanneskraut.

Dieses ist vor allem als pflanzliches Antidepressivum bekannt. Da aber Depressionen auch oft mit Schlafstörungen zusammenhängen, kann die Einnahme von Johanniskraut dazu führen, dass ein guter Schlaf gewährt wird.

Bei Schlafstörungen können jedoch auch Bäder mit Heilkräutern behilflich sein. Hierzu kann ein solches Bad fertig in der Apotheke oder Drogerie wiedergefunden werden. Jedoch kann diese Bademischung auch selber hergestellt werden.

Schlafstörungen bei Kindern

Da ein gesunder Schlaf die Basis für eine gute Entwicklung bei den Kindern ist, sollten einige Tipps und Vorgehensweisen beachtet werden. So sollte zum einen das Kind an feste Schlaf- und Wachzeiten gewöhnt werden.

Weiterhin sollte das Kind daran gewöhnt werden, dass das Licht im Kinderzimmer ausgeschaltet oder gedämmt wird. Zusätzlich sollte die Nacht dazu genutzt werden, dass Kinder schlafen und daher sollten sie nicht unnötig aus dem Bett geholt werden oder herumgeschleppt werden. Das Kind sollte seinen festen Schlafplatz haben und dies vorzugsweise im eigenem Zimmer.

Daher ist es zu vermeiden, dass das Kind im Wohnzimmer auf dem Sofa schläft. Aus diesem Grund ist das Einschlafen in den Armen der Eltern auch zu vermeiden, da sonst das Kind sich an ein solches Einschlafschema gewöhnt. Bei Babys sollte darauf vermieden werden, es mit einem Fläschchen oder Schnuller in den Schlaf zu bringen.

Weiterhin sollten Babys- und Kleinkinder nicht aus dem Bett geholt werden, wenn diese in der Nacht schreiend aufwachen. Stattdessen sollte versucht werden, die Kleinen mit beruhigenden Worten in den Schlaf zu bringen.

In der Regel sollte es Kindern angewöhnt werden im Alter von eins bis drei Jahren, in ihrem Zimmer zu schlafen. Wenn das Kind nachts schreit, sollte daher erst nach fünf Minuten in das Zimmer des Kindes gegangen werden.

Oftmals schläft das Kind von alleine ein. ist dies nicht der Fall sollte nochmal in das Zimmer reingegangen werden. Die wartende Zeit wird hierbei immer verlängert. Durch diese Vorgehensweise lernt das Kind selber einzuschlafen.

Um das Einschlafen der kleinen zu erleichtern, können kleine Schlafrituale behilflich sein. Dies kann ein Bad, ein ruhiges Spiel oder eine kurze Gute Nacht Geschichte sein. Hierbei ist darauf zu achten, dass diese Dinge regelmäßig und auch konsequent durchgeführt werden.

Nur so kann das Kind auf diese Schlafrituale eingehen. Weiterhin sollte es bei nur einer Geschichte pro Abend bleiben, andernfalls kann es dazu führen, dass die Kinder die Regeln der Eltern nicht akzeptieren und quengelig werden.