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Wie die Darmflora das Immunsystem beeinflusst

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Wie die Darmflora das Immunsystem beeinflusst

Unser Immunsystem und der Darm

Der Darm hat eine weitaus größere Funktion als wir denken. Als unser größtes Organ im Körper mit einer Länge von bis zu sieben Metern ist er viel bedeutender als dass er nur für die Verdauung zuständig sein könnte.

Es wird immer deutlicher, dass eine Darmflora, die sich in gesundem Zustand befindet und mit verschiedensten Mikroben besiedelt ist, das Immunsystem stärkt, wogegen ein kranker Verdauungstrakt Krankheiten auslösen kann.

In der Darmflora leben schätzungsweise 10 oder mehr Billionen von Bakterien, welche sich aus mehreren 100 Bakterienarten zusammensetzen. Die unterschiedlichen Bakterienarten übernehmen innerhalb des Darms relevante Aufgaben.

Zum einen sind sie uns dabei behilflich, unsere Nahrung zu verdauen und Nährstoffe aufzunehmen. Ebenfalls wehren sie auf natürliche Art Krankheitserreger und Keime ab und nehmen allgemein Einfluss auf das Immunsystem.

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass unser Darm eng mit dem Immunsystem zusammenarbeitet.

Die Funktionsweise des Immunsystems

Immunsystem Stärken - Vitamin D und Omega 3
Immunsystem Stärken – Vitamin D und Omega 3

Das Immunsystem des Menschen ist recht komplex. Das körpereigene Abwehrsystem aus Schleimhäuten, Hautbarriere, Speichel, Urin und Magensäure stellt die erste Hürde dar, welche die Krankheitserreger durchbrechen müssen.

Dringen diese Krankheitserreger in unseren Körper ein, aktivieren sich bestimmte Botenstoffe sowie Zellarten in unserem Lymphsystem und in unserem Blut. Dabei sind Lymphozyten der Typen B und T, welche weiße Blutkörperchen sind.

Sie stimmen den Körper auf die Antikörperbildung und die Entwicklung ausgefeilter Immunprozesse ein. Somit werden Eindringlinge effektiv bekämpft.

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Ansammlungen von Lymphzellen im Darm leben. Damit hat unser Darm seine eigene Immunabwehr, nämlich das darmassoziierte Lymphgewebe

Es ist für die Abwehr krankmachender Viren, Bakterien und Giftstoffe zuständig. Seit die Lymphzellen im Darm entdeckt wurden, wird ihm eine entscheidende Rolle im Immunsystem zugeschrieben.

Die Wissenschaft interessiert sich seit den vergangenen paar Jahren stärker für dieses Thema.

Die Darmflora schützt vor Erkrankungen

Magen Darm Beschwerden - Bauchschmerzen
Magen Darm Beschwerden – wie Blähungen, Verstopfungen und Durchfall Bauchschmerzen (Africa Studio/shutterstock.com)

Es ist schon seit längerer Zeit bekannt, dass natürlich geborene Kinder, welche während der Geburt Bakterien der mütterlichen Darm- und Scheidenflora abbekommen, später seltener Allergien entwickeln.

Das natürliche Abwehrsystem der Kinder wird ebenfalls stärker, wenn die Mütter die Kinder stillen. Bei Kindern, die natürlich geboren oder mithilfe des Kaiserschnittes geholt wurden, weist das Darmmilieu Unterschiede auf.

Dabei scheint es eine bedeutende Rolle zu spielen, ob das Kind mit den Laktobakterien aus dem Darm der Mutter in Berührung kam. Die Bifidobakterien sowie die Akkermansia muciniphila gehören zu einer intakten Darmflora.

Bedeutet ein erkrankter Darm auch einen erkrankten Körper?

Wenn der Darm oder die Darmflora krank und schwach sind, kann auch der Körper krank werden. Es wird immer deutlicher, dass manche Erkrankungen mit unserem Darm zusammenhängen.

Es kann also sein, dass im Darm verschiedene Krankheiten entstehen. Diverse Mechanismen spielen hier honein uns einiges ist noch zu erforschen.

Wir wissen, dass Darmentzündungen oder eine Darmflora im Gleichgewicht Botenstoffe hervorrufen können, welche durch den Blutkreislauf in unseren Körper eindringen und in ihm für Probleme mitverantwortlich sein können.

Darunter fallen beispielsweise Parkinson, Multiple Sklerose, Lebererkrankungen, Depressionen oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Bei Adipositas könnte ebenfalls ein veränderter Darmflora Aufbau eine Rolle spielen.

Ein erkrankter Darm hat möglicherweise noch weitere Auswirkungen auf unser Immunsystem. Bei chronischen Darmentzündungen Krankheiten wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn können Nährstoffaufnahme und Verdauung übermäßig beeinträchtigt sein, dass starke Mangelerscheinungen auftreten können, welche die Immunabwehr sehr schwächen.

Das Gleiche tritt auch im Fall von Zöliakie auf. Dies ist eine Erkrankung, bei der das Gluten, Klebereiweiß der Getreidesorten Dinkel, Weizen, Roggen und Gerste, sehr starke Entzündungen der Schleimhaut des Dünndarms auslösen, sodass sich die Zotten immer mehr zurückbilden.

Irgendwann nimmt der Körper keine ausreichenden Nährstoffe mehr auf. Eisenmangel von nicht geklärter Ursache kann ein Hinweis auf Zöliakie sein.

Falls eine Zöliakie nachgewiesen wird, sollten Betroffene ihr Leben lang Gluten meiden.

Welche Ernährungsweise ist gut für unseren Darm?

Kefir, Buttermilch oder Jogurt mit Probiotika
Kefir, Buttermilch oder Jogurt mit Probiotika

In einem gesunden Darm und einer intakten Darmflora siedeln viele gutartige und wichtige Darmbakterien, denn sie stärken die körpereigene Immunabwehr. Demzufolge ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung für einen gesunden Darm wichtig.

Gern mag er Mittelmeerkost, denn sie besteht aus viel Gemüse, Obst, Kräutern, Salaten, Nüssen, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Fisch und Pflanzenöle.

So bekommt der Darm alle notwendigen Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiße, Fettsäuren und Ballaststoffe. Die Mittelmeerküche gilt als eine der gesündesten Küchen der Welt.

Wer mit zu vielen Ballaststoffen Probleme hat und starke Blähungen von den Faserstoffen bekommt, kann alternativ auf Flohsamenschalen zurückgreifen. Bei einer Umstellung der Ernährung pendelt sich unser Darm nach etwa einem Monat ein und die Blähungen durch Ballaststoffe nehmen ab.

Die Flohsamenschalen sind eine bekömmliche Ergänzung. Sie ernähren die Darmbakterien, sorgen für einen geschmeidigen Stuhl und absorbieren Flüssigkeit. Damit sind Durchfall und Verstopfungen regulierbar.

Das schadet unserer Darmflora besonders

Der Darm möchte nur maßvoll mit Zucker, Alkohol und tierischen Fetten versorgt werden, denn diese Stoffe schädigen die nützlichen Darmbakterien, begünstigen die Enstehung schädlicher Stoffwechselprodukte sowie das Heranwachsen von schlechten Darmbakterien.

Auch können Darmentzündungen entstehen. Alkoholfreies Bier ist hingegen für eine tägliche Zufuhr geeignet. Die Hefe darin wirkt ähnlich wie ein Probiotikum.

Rauchen ist auch schädlich für den Darm und begünstigt Entzündungen. Selbst Antibiotika sollten kritisch betrachtet werden, denn diese können unsere Darmflora langfristig verändern, falls die Einnahme länger erfolgt.

So können eventuell Nahrungsmittelunverträglichkeiten entstehen. Bei der Einnahme von Antibiotika sind Probiotika als Ergänzung sinnvoll, denn sie dienen dem Schutz der Darmflora.

Einnahme von Probiotika: Worauf ist zu achten?

Probiotika Infografik
Probiotika Infografik

Um nach einer Magen-Darm-Infektion die Darmflora wieder aufzubauen, sind Probiotika nützlich. Beim Kauf von frei verkäuflichen Probiotika ist es ideal, eines zu wählen, welches viele verschiedene Bakterienstämme enthält.

So ist es viel wahrscheinlicher, dass genau die richtigen Bakterien für die Darmflora dabei sind. Bei der Einnahme von Probiotika kann meist nichts schief gehen. Dabei werden nützliche Bakterien eingenommen und die Darmflora verändert sich positiv.

Bei Immunschwäche sollten aber Probiotika mit Keimen aus Bäckerhefe gemieden werden.

Wer sich auf natürliche Weise Probiotika zuführen möchte, kann zu Naturjoghurt, Kefir oder Sauerkraut greifen.

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Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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