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Arbeitsstress Gefahr für Frauen an Diabetes zu erkranken

Fast jeder Zweite Deutsche leidet an zu viel Stress, was meist gesundheitliche Folgen hat. In den meisten Fällen treten gesundheitliche Probleme wie Kopfschmerzen auf, was sich durch Umfragen zeigen ließ. Allerdings zeigte eine schwedische Studie, dass bei Frauen, bei erhöhtem Stress auf der Arbeit, die Wahrscheinlichkeit an Diabetes Typ2 zu erkranken. Währenddessen wirkte es sich bei den Männern eher positiv aus.

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Zu der Studie

Die Forscherin und Leiterin Karin Eriksson interessierte sich überwiegend für die Auswirkungen bezüglich Stress beim Arbeitsplatz. Sie beobachtete mit ihrem Team (was aus Forschern des Karolinska-Institut zusammengesetzt wurde) über 3000 Frauen sowie über 2000 Männer, in einem Alter von 35 bis 56 Jahren. Der Zeitraum der Studie betrug 8 bis 10 Jahre. Anfangs litt niemand der Teilnehmer an Diabetes. Regelmäßig fanden Befragungen statt, die sich auf die Arbeitssituation bezogen. Schwerpunkte der Studie waren die Arbeitsbelastung, Entscheidungsfreiheit sowie Stundenzahl. Während des Zeitraums erkrankten 111 Männer und 60 Frauen an der Zuckerkrankheit Diabetes Typ2. Als die Leiterin sich die Ergebnisse sorgfältig durchlas und erforschte, stellte sie fest, dass der Arbeitsstress Grund der Erkrankung war. Zumindest bei den Frauen.

Beruf als Risiko

Sowohl bei berufstätigen Frauen als auch Männern gibt es unterschiedliche Faktoren, die zu einem erhöhten Risiko führen, wobei es Frauen mehr betrifft als Männer. Es kam heraus, dass mangelnde Entscheidungsfreiheit bei der Arbeit, für Frauen ein doppelt so hohes Risiko entsteht an Diabetes zu erkranken. Wenn zusätzliche erhöhte Arbeitsbelastung dazukommt, sogar um das vierfache. Ebenso erwiesen sich Schichtarbeiten sich auf den Blutzuckerspiegel der Frauen negativ auszuwirken.

Bei den männlichen Kandidaten dagegen sank das Risiko, umso so höher die Anforderungen bei der Arbeit wurden. Allerdings wunderten sich die Forscher der Studie, warum dennoch mehr Männer an Diabetes erkrankten als Frauen.

Weitere Gründe warum Frauen anfälliger sind

Abgesehen vom Arbeitsstress, spielen noch andere Faktoren eine bedeutende Rolle. Laut den Aussagen eines Experten, sind Sexualhormone so wie Fettmasse ein solcher Faktor, der von Mann zu Frau unterschiedlich ist. Da Frauen durch beispielsweise Schwangerschaft oder Wechseljahren an Hormonschwankungen sowie an Fettleibigkeit leiden, ist das Diabetes Risiko erhöht. Zudem sind die Nebensymptome und Leidenswegen unterschiedlich. So leiden weibliche Diabetiker wesentlich mehr als männliche, da diese die Zuckerkrankheit mehr als psychische Erkrankung wahrnehmen. Allerdings wurde dabei herausgefunden, dass Männer in jüngeren Jahren eher erkranken, während es bei Frauen meist im hohen Alter ist, was auf die Wechseljahre zurückzuführen ist.

Mehr weibliche Diabetiker als männliche

Diabetes gilt als Volkskrankheit. Laut Schätzungen von Experten leben in Deutschland rund 6 Millionen Menschen mit Diabetes. Allerdings dürften die Anzahl viel höher sein, wegen der Dunkelziffer. An Diabetes Typ2 leiden zirka 90%. Der Körper der Erkrankten kann Zucker nicht richtig verarbeiten, dies hat zu Folge das der Blutzuckerspiegel rasant ansteigt. Auf Dauer schädigt dies die Gefäße, wodurch schwere Folgeschäden entstehen. An Diabetes erkranken Frauen häufiger als Männer. Laut Stand von 2009, wurde bei Frauen 9% mit Diabetes diagnostiziert, bei Männern waren es 8%.

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