Efeu Heilpflanze

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Efeu Heilpflanze

Wissenswertes, Heilkraft, Anwendung, Nebenwirkungen, Anwendungshinweise, Bezugsquellen

Gemeiner Efeu gilt seit langer Zeit als Pflanze, die dank ihrer schleimfördernden und krampflösenden Wirkung bei Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Katarrh) wertvolle Dienste leistet. Hustensäfte und Hustentropfen enthalten häufig eine Kombination aus Thymian und Efeu. Erfahren Sie mehr über die Heilkräfte, die Anwendungsgebiete und die Nebenwirkungen dieser Pflanze.

Wissenswertes

Der Efeu (Hedera helix) ist robust und hat immergrüne Blätter. Da es sich um einen Wurzelkletterer handelt, eignet er sich besonders gut zur Begrünung von Fassaden. Mittels Haftwurzeln breiten sich die jungen Blätter der Pflanze rasch aus und wachsen empor.

Die jüngeren Blätter sind drei- bis fünflappig, die älteren Blätter sind größer und gleichen einem Rhombus. Die Blüten der Pflanzen sind gelb und hellgrün. Sie stehen in halbkugelförmigen Dolden und bilden im Herbst rötlich-violette Beeren, die im Zuge der Reifung im darauf folgenden Frühling eine blau-schwarze Farbe annehmen.

Der Efeu zählt zu den Araliengewächsen (Araliaceae). Er ist im westlichen Asien und in Europa beheimatet. Er wächst in Wäldern und Gärten und klettert dank seiner Haftwurzeln an Baumstämmen und an Hausfassaden hoch. Den Wurzeln verdankt er auch seinen Namen. Das aus dem Griechischen stammende Wort “hedra” bedeutet “sitzen”. Die Pflanze sitzt fest, sie haftet. Der Beiname “helix” verweist auf die Fähigkeit, sich herum- und emporzuwinden.

Heilkraft

Es sind vor allem die in den Efeublättern (Hedera helicis folium) enthaltenen Saponine, die die Pflanze zu einem Arzneimittel machen. Die Saponine sind aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt, wobei Hederacosid C und alpha-Hederin eine entscheidende Rolle spielen. Bei Husten lösen die Saponine den Schleim und erleichtern dessen Abhusten.

Efeu ist in den unterschiedlichsten Darreichungsformen erhältlich. Das Angebot reicht von Hustentees, Hustentropfen, Hustensäften, Brausetabletten über Trockenextrakt (in Form von Kapseln, Dragees) hin zu Inhalationslösungen. Er kommt bei den verschiedenen Formen von Husten zum Einsatz: Bei akuter oder chronischer Bronchitis, bei Keuchhusten, bei Husten in Folge einer Erkältung, die sich oft durch einen trockenen Husten ankündigt. Efeu-Präparate sind meist auch mit Thymiankraut oder Primelwurzel angereichert. Ob allein oder mit anderen Pflanzen gemischt – mit den Präparaten lassen sich lediglich die Symptome bekämpfen. Deshalb werden sie nur begleitend zu einer Behandlung mit Medikamenten empfohlen.

Aus den holzigen Teilen der Pflanze kann auch ein Extrakt gewonnen werden, der nach dem Prinzip der homöopathischen Verdünnung bei verschiedensten Beschwerden angewendet wird. Auch seitens der Kosmetikindustrie wird Holzextrakt verwendet und Cremes, Salben und Haarshampoos beigefügt. Es soll nicht nur gegen Cellulitis helfen, sondern auch gegen Juckreiz. Zur Verwendung ungeeignet sind die aufgrund ihrer hohen Konzentration an Saponinen giftigen Beeren.

Anwendung

Wird Efeu eingenommen, dann sollte die tägliche Ration nicht mehr als 1 Gramm betragen. Zur exakten Abmessung ist also eine Feinwaage erforderlich. Die zuträgliche Dosis hängt darüber hinaus nicht nur von Alter und Krankheit, sondern auch davon ab, ob es sich um Tropfen, um Saft oder um ein Präparat aus Trockenextrakten handelt. Eine Überdosierung führt in der Regel zu Erbrechen. Diesbezüglich ist es ratsam, nur Fertigarzneimittel zu verwenden. Sie entsprechen den Standards der Dosierung und enthalten in der Packungsbeilage auch die wichtigen Hinweise zur sicheren Anwendung. Auf jeden Fall abzuraten ist von dem Versuch, Tee aus den Pflanzenblättern selbst herzustellen.

Nebenwirkungen

Frischpflanzenpresssaft kann allergische Reaktionen der Haut nach sich führen. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Als Folge einer zu hohen Dosierung können Übelkeit und Erbrechen, Benommenheit und Kopfschmerzen sowie Schleimhautreizungen auftreten.

Anwendungshinweise

Bronchitis oder Keuchhusten verlangen nach einer medikamentösen Behandlung. Als adjuvante Therapiemaßnahme kann Efeu eingesetzt werden, wobei dadurch die Erkrankung nicht geheilt wird, sondern nur die Beschwerden gelindert werden. Wenn Sie chemische Medikamente (z.B. Antibiotika) mit pflanzlichen Mitteln kombinieren wollen, sollten Sie das mit einem Facharzt abklären.

Efeu wird in Fertigarzneimitteln mit und ohne Alkohol angeboten. Für Kinder und alkoholkranke Menschen empfiehlt sich die alkoholfreie Variante. Da die Dosierung unter einem Gramm täglich zu liegen hat und genauestens einzuhalten ist, sollten Fertigarzneimittel Ihre erste Wahl darstellen. Die gründliche Lektüre der Packungsbeilagen hilft Ihnen bei der sicheren Anwendung.

Unbedenklichkeitsuntersuchungen für Schwangere und stillende Mütter liegen leider noch nicht vor. Deshalb wird diesen Personengruppen geraten, bei Unklarheit bezüglich der Anwendung einen Arzt zu konsultieren. Auch für Kinder unter vier Jahren sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Bezugsquellen

Sowohl in Apotheken als auch in Drogerien sind Produkte in zahlreichen Variationen erhältlich. Es gibt Tee, Saft, Tropfen und Pastillen gegen den Husten, zudem Frischpflanzenpresssaft, Brausetabletten, Dragees, Kapseln, Zäpfchen und Inhalationslösungen. Sprechen Sie mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Fragen zur Dosierung und zur Art der Anwendung haben oder wenn sie eine kombinierte Behandlung aus chemischen Medikamenten und natürlichen Mitteln planen.

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Jan Oliver Frickehttps://www.vitaes.de
Als überzeugter Naturheiler , schreibe ich gerne über Gesundheitsthemen. Ich bin der Überzeugung das viel Heilkraft in den unbehandelten Naturprodukten liegt und das man durch einfache Verhaltensweisen, wie Ernährung und Bewegung zum Teil auf Medikamente verzichten kann.

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Letzte Aktualisierung am 7.06.2019 um 09:50 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API